Dienstag, 14. Oktober 2008

So schützen Sie sich gegen Spam-Mails

08.06.2007

Von MARCUS BÖTTCHER
Viagra-Sonderangebote, angebliche Nachrichten vom Anwalt, gefälschte Bank-Rechnungen. Nahezu pausenlos werden die E-Mail-Postfächer mit nervigen Spam-Mails bombardiert. Rund 70 Milliarden schwirren täglich durchs Netz! EXPRESS fragte bei Ralf Benzmüller, Leiter der Forschungsabteilung Sicherheit beim Software-Unternehmen G-Data nach, wie man sich vor Spams schützen kann.

l Genau überlegen, wo im Internet man seine Mail-Adresse hinterlässt. Am besten nirgendwo im Internet veröffentlichen, erst recht nicht in Foren oder Online-Glücksspielen. Diese Plattformen sind meistens nur Datensaugmaschinen, die Adressen werden dann an Spammer verkauft.

l Wegwerf-Adressen anlegen. Meldet man sich irgendwo in einem Forum oder Ähnlichem an, sollte man Einmal-Adressen verwenden. Im Forum anmelden und die Adresse danach nie mehr verwenden.

l Ganz wichtig: Das Betriebssystem und den Internet-Browser immer auf dem aktuellsten Stand halten. Automatische Updates aktivieren und immer herunterladen. Sonst öffnet man ein großes Einfallstor für Schädlinge.

l Auch Internetsoftware wie Chat-, Video- oder Musikprogramme immer wieder aktualisieren, damit der Rechner den größtmöglichen Widerstand leisten kann.

l Den Posteingang mit einem einstellbarem Spamschutz überwachen. Jeder Anwender sollte zudem eine ,,schwarze Liste" führen - wiederkehrende Spam werden so zusätzlich geblockt, genauso wie Texte mit pornografischen oder unsinnigen Inhalten.

l Auf keinen Fall auf Spam-Mails antworten. Damit gerät man nur noch mehr ins Visier der Spammer, und man erhält noch mehr unerwünschten Werbemüll.

l Angebote, die zu schön sind, um wahr zu sein - wie z. B. die Rolex für 100.- Euro - sind fast immer nur gefährliche Köder. Besser gleich die Mail löschen. Hinter den Angeboten stecken meist Betrüger.

l Dateianhänge auf keinen Fall öffnen und Links von derartigen Mails nicht anklicken - sonst können Trojaner oder Viren installiert werden!

l Auf keinen Fall ohne leistungsfähige Firewall ins Internet gehen. Es dauert im Durchschnitt 39 Sekunden, bis der eigene PC mit Viren, Trojanern oder anderen Schadprogrammen infiziert ist.

l Den Virenschutz immer auf dem neuesten Stand halten. Hier sollte der Anwender auf ein Programm setzen, das die Sicherheitssoftware stündlich aktualisiert.

l Damit man nicht Teil der Spamversendemafia wird, sollte man den Rechner wöchentlich auf Schadprogramme prüfen. Mit einer Boot-CD findet man auch versteckte Schädlinge.

l Offensichtliche Spam-Mails generell ungelesen löschen!

Sicherheits-Experte Ralf Benzmüller gibt den EXPRESS-Lesern Tipps.

Unerwünschte Werbeflut aus dem PC: Spam-Mails sind zur modernen Plage geworden. Bild: Archiv

30 Sicherheitspakete zu gewinnen

Die ,,Internet-Security" der Firma G Data bietet zuverlässigen Rundumschutz für den Computer und wurde im Februar Testsieger bei der Stiftung Warentest. Der EXPRESS verlost 30 Programme unter allen Anrufern, die diese Frage - heute, bis 24 Uhr - richtig beantworten:

Wie lange dauert es im Durchschnitt, bis sich ein PC ohne Firewall im Internet mit Viren oder Trojaner infiziert?

Keine Kommentare: