Dienstag, 14. Oktober 2008

Schlau statt Stau

19.06.2007
Mit diesen ADAC-Tipps bleiben Sie nicht in der Blechlawine stecken

Von MARCUS BÖTTCHER
Sommerzeit gleich Ferienzeit. Am Mittwoch geht es in NRW für rund 2,9 Millionen Schüler und deren Eltern wieder in die heißgeliebte Sommerpause. Viele fahren in den Urlaub - mit dem Auto. Und viele stellen sich gleich am ersten Ferientag in eine Auto-Blechlawine. EXPRESS fragte bei ADAC-Sprecherin Jacqueline Grünewald nach, wie Sie dem Stau ein Schnippchen schlagen.

Richtiger Reisetag: ,,Viele nehmen sich schon am letzten Schultag (Mittwoch) frei. Die Kinder kommen früher aus der Schule, man kann mittags losfahren. Wenn man bis 17 Uhr arbeiten muss, ist losfahren die schlechtere Wahl. Der gesamte Donnerstag sollte staufrei bleiben. Richtig blöd wird es ab Freitag. Da ab mittags losfahren, ist die hundertprozentige Staugarantie. Samstags und sonntags sind keine größeren Staus zu erwarten", so Jacqueline Grünewald.

Staupunkte vermeiden: ,,In NRW gibt es viele Autobahnen, die für Staus wie geschaffen sind. Gerade nachmittags im Berufsverkehr. Auf der A2 Richtung Wuppertal und der A3 Richtung Norden wird gebaut, auf der A1 im Kölner Westen auch."

Fahrroute: ,,Ortskundige sollten die oben genannten Stellen möglichst meiden und eine alternative Fahrroute suchen. Landschaftlich reizvolle Routen sind was fürs Auge und schonen im Gegensatz zu Autobahnen die Nerven."

Radio an: ,,Im Radio während der ganzen Fahrt den Staufunk hören, im Voraus z.B. bei Vollsperrungen Ausweichrouten suchen. Auch die Bauarbeiten-Vorabrecherche im Internet ist sinnvoll."

Nachts losfahren? ,,Muss jeder für sich selbst entscheiden, je nach Biorhythmus. Stautechnisch ist das natürlich super, man ist fast allein unterwegs und gewinnt einen weiteren Urlaubstag. Man muss aber ausgeschlafen sein, die Gefahr heißt Sekundenschlaf. Kein falscher Ehrgeiz. Besser ist: in den Tag reinfahren. Bei einem Ziel von unter drei Stunden Entfernung kann man auch mal spätabends losfahren."

Fahrerwechsel: ,,Wer sich die Fahrt teilen kann, ist natürlich im Vorteil. So lassen sich sehr gut weite Strecken überbrücken."

Pausen machen: ,,Gerade mit Kindern oder Tieren sind Pausen extrem wichtig. Mindestens alle zwei Stunden für circa zehn Minuten anhalten, sich auf dem Rastplatz bewegen. Nach vier bis fünf Stunden auf jeden Fall eine längere Pause von einer Stunde einlegen. Es gilt: nach neun Stunden sollte ein Fahrtag vorbei sein."

Keine Kommentare: