Sonntag, 5. Oktober 2008

Hugh! Indianer feiern den Hard-Rock-Café-Coup

09.12.2006
Woher Seminolen-Stamm die Milliarde für den Kauf hat

Von MARCUS BÖTTCHER
London - So missmutig muss Medizinmann Bobby Henry (Foto links) gar nicht dreinschauen. Schließlich hat sein Indianerstamm der Seminolen gerade für fast eine Milliarde Dollar die weltberühmte Restaurant-Kette Hard Rock Café gekauft (EXPRESS berichtete). Woher das Geld kommt? Das Indianervolk lebt in seinen eigenen fünf Reservaten in Florida, unterliegt damit nicht den Steuer- und Glücksspielgesetzen der USA. Die ,,Indianerkasinos" gelten als wahre Goldgrube, Zocker aus aller Welt verspielen hier ihr Geld.

Auch sonst halten die Seminolen nichts von Luxus, sparen jeden Dollar. Viele der rund 3300 Mitglieder leben noch immer in strohgedeckten Pfahlhäusern (sogenannte Chickees) und tragen bunte Patchworkkleidung.

Ob es in den 124 auf der ganzen Welt verteilten Hard Rock Cafés jetzt statt Madonnas Bustier spitze Kriegs-Speere zu sehen gibt, ließen die ,,Unbesiegten" offen. Die Seminolen (auch Ahnen von Brad Pitt gehörten zum Stamm) sind die einzigen Indianer, die nie einen Friedensvertrag mit den USA unterzeichneten. Hoffentlich sind die Seminolen zu ihren Hard-Rock-Café-Kunden auch hübsch freundlich...

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