Sonntag, 5. Oktober 2008

Frauen dürfen in Wien nicht buddeln!

05.01.2007

Von MARCUS BÖTTCHER
Wien - Sie hatten es sich so schön ausgerechnet, jetzt ist´s der Super-Flop. Wien muss seine Gleichberechtigungs-Kampagne nahezu einstampfen. Geplant war eine Geschlechtsumwandlung der öffentlichen Schilder (EXPRESS berichtete)...

Wehende Zöpfe weisen den Fluchtweg, auf Baustellenschildern schippen Frauen in Rock und Stiefel und das Ampelmännchen wird zur noblen Dame mit Handtasche. Im Rahmen des Gleichstellungsprojektes zwischen Mann und Frau, ,,Gender Mainstreaming" genannt, wollte Österreichs Haupstadt seine öffentlichen Hinweis- und Straßenschilder auswechseln. Wie gesagt, wollte. Denn kurz nach der Präsentation der verrückten Idee regte sich heftiger Widerstand: ,,Menschen sind in Paniksituationen verwirrt. Dann denkt man vielleicht, das ist ein Fluchtweg nur für Frauen - und ich muss woanders hinrennen", empört sich Franz Kaida, Vorsitzender des Verbandes Österreichischer Sicherheitsingenieure.

Bei der Frauenabteilung der Stadt gibt man sich trotz der Pleite kämpferisch. ,,Einige Piktogramme werden dennoch aufgehängt", sagt Marianne Lackner, Sprecherin der Frauenstadträtin Sonja Wehsely dem EXPRESS, ,,zum Beispiel Männer am Wickeltisch und Schilder mit blinden Frauen in den öffentlichen Verkehrsmitteln."

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