05.04.2007
Junge (11) geriet unter fahrenden Güterzug und überlebte fast unverletzt
Von MARCUS BÖTTCHER
Sendenhorst - Wie viele Schutzengel hat dieser kleine Junge? Ein Elfjähriger wurde in Sendenhorst mit seinem Fahrrad von einem Güterzug erfasst und zwischen die Schienen geschleudert. Lok und Waggons donnerten über ihn hinweg. Es grenzt an ein Wunder, dass er bis auf ein paar Schrammen und blaue Flecken unverletzt blieb.
Wir können uns nicht erklären, wie der Junge unter den Zug gekommen ist. Was noch unglaublicher ist: Er ist nur leicht verletzt", sagt Martin Schnafel von der Polizei Warendorf. ,,Er wird aber wohl nicht mehr lange im Krankenhaus bleiben müssen."
18.50 Uhr wollte der Elfjährige mit seinem Rad den unbeschrankten Bahnübergang in Sendenhorst (Kreis Warendorf) überqueren. Plötzlich wird er von einem tonnenschweren Güterzug der Westfälischen Landes-Eisenbahn mit 20 km/h überrollt, sein Fahrrad über 40 Meter mitgeschleift.
Der Junge hingegen hat unfassbares Glück. Er gerät unter den Zug, genau mittig zwischen die Schienen.
,,An der Lok war vorn ein Schienenräumer befestigt. Von dessen unterster Kante bis zu den Schwellen sind es nur 20 Zentimeter", erklärt Schnafel. Auch unter den Waggons hatte der Junge nur wenige Zentimeter mehr Platz (27,5 cm). War er zu unvorsichtig? Diese Strecke zwischen Münster und dem Sauerland ist wenig befahren, nur zweimal am Tag fährt ein Zug vorbei. Auch die Ampel am Bahnübergang funktionierte, der Lokführer (62) hatte sogar noch gehupt.
Er selbst hat von dem Unfall nichts mitbekommen. Erst in Münster-Gremmendorf wurde er informiert.
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