05.10.2006
Der Ex-Trainer kritisiert das Schalker Theater
Von MARCUS BÖTTCHER
Gelsenkirchen - Eigentlich dachte man bei Schalke 04, die Zeiten als Skandalnudel der Liga seien endlich vorbei. Sonnenkönige, Drei-Tages-Präsidenten und in Tumulten endende Mitgliederversammlungen wären böse Geister der Vergangenheit. Wie gesagt, eigentlich.
Doch jetzt herrscht wieder Chaos beim Revier-Club. Da steht der Trainer, obwohl punktgleich mit Tabellenführer Hertha BSC und in der zweiten Runde des DFB-Pokals, in der Kritik. Spieler beschimpfen die eigenen Fans (Bajramovic: ,,Ist mir scheißegal, was die brüllen"), und Mannschaftsinterna werden an die Öffentlichkeit gebracht.
,,Was da abläuft, ist eine absolut paradoxe Situation. Die Stimmung im Verein ist kaputt, Fans und Mannschaft bilden keine Einheit. Dazu kommt die Entlassung Rudi Assauers und die zu hohe Erwartungshaltung im Umfeld", zeigt sich Ex-Coach Jörg Berger kritisch. Der 56-Jährige war drei Jahre Trainer bei S04 und befürchtet: ,,Das ist ein Rückfall in alte Zeiten. Die positive Außendarstellung der letzten Jahre leidet gerade erheblich. Das muss man überdenken."
Königsblau sollte sich den nächsten Gegner HSV zum Vorbild nehmen. Die Hamburger haben in dieser Saison noch kein Pflichtspiel gewonnen, ,,trotzdem bleibt man dort ruhig".
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