28.06.2007
Lüneburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn - und könnte so den Jungen nach Hause holen
Von HAMDI GÖKBULUT und MARCUS BÖTTCHER
Antalya/Uelzen - Seit zehn Wochen sitzt Marco W. in türkischer U-Haft. Er bettelt, fleht, will endlich raus. Nicht mal Außenminister Steinmeier kann ihm helfen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Uelzen ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet. Und schafft so Hoffnung auf eine schnelle Heimkehr des 17-Jährigen.
Wir ermitteln gegen Marco W. wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch eines Kindes. Für diese Straftat kann man unabhängig vom Tatort, selbst wenn er im Ausland liegt, in Deutschland belangt werden", erklärt Staatsanwalt Manfred Warnecke aus Lüneburg.
Der Hintergedanke: Marco W. nach Deutschland zurückholen. Denn die türkischen Behörden könnten den Fall an die deutsche Justiz übergeben - im Rechtshilfeweg, ohne ihr Gesicht zu verlieren. ,,So wäre auch eine Anklage in Deutschland möglich", sagt Warnecke.
Ob die türkischen Ermittler das aber überhaupt wollen, steht in den Sternen. Warnecke: ,,Was die Justiz dort jetzt macht, entzieht sich unserem Einflussbereich. Die sind unabhängig. Schließlich ist die Türkei ein souveräner Staat. Ich weiß nicht, ob sie kooperieren." Marco W. muss also weiter in Antalya im Gefängnis bleiben. In seinem Heimatort Uelzen hofft man jetzt auf eine Zusammenarbeit mit den Türken.
Unterdessen hat die 13-jährige Charlotte Lee M. laut Marcos Anwalt Jürgen Schmidt ihre schweren Beschuldigen zurückgenommen. Ihre erste Aussage: ,,Ich legte mich schlafen. Als ich plötzlich zu mir kam, fühlte ich ihn auf mir. Ich schubste ihn weg. Dabei bemerkte ich aber eine Feuchtigkeit auf meinem Körper." Anwalt Schmidt: ,,Meines Wissens ist diese Aussage längst widerrufen." Dennoch: Nach EXPRESS-Informationen fand Frauenarzt Levent Hekim Marcos Sperma am Körper der 13-Jährigen - an drei Stellen.
Was sich wirklich in Zimmer 5052 im Hotel Voyage abspielte, muss jetzt die türkische Justiz herausfinden. Oder Manfred Warnecke und die Staatsanwaltschaft Lüneburg.
Dienstag, 14. Oktober 2008
Tödlicher Pfusch in Klinik?
27.06.2007
Chefarzt im Visier der Staatsanwaltschaft
Von MARCUS BÖTTCHER und JOHANNES GALERT (Fotos)
Wegberg - Es könnte der größte Krankenhaus-Skandal des Jahres werden. In Wegberg bei Mönchengladbach ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Dr. Arnold Pier, Chefarzt der St.-Antonius-Klinik - wegen schwerer Körperverletzung und fahrlässiger Tötung in 25 Fällen. Angesammelt in nur anderthalb Jahren. Anfang 2006 macht Pier aus dem städtischen Krankenhaus eine Privatklinik. Er kauft sie für 26 000 Euro. Seitdem häufen sich die ungeheuerlichen Vorwürfe: willkürliche Operationen, mittelalterliche Behandlungen und tödlicher Pfusch. Ende August sollen Gutachten und Untersuchungen der Staatsanwaltschaft abgeschlossen sein - dann könnte es zum Prozess gegen Dr. Pier kommen.
Ende Februar 2006 wird bei Liselotte Gerhardus (75, +) ein Geschwür im Dickdarm festgestellt. ,,Das sollte in einer Mini-OP entfernt werden. Meine Frau war Diabetikerin und herzkrank. Ich habe Chefarzt Dr. Pier extra gefragt, ob der Eingriff wirklich notwendig ist", erklärt Ehemann Richard Gerhardus (82). ,,Seine arrogante Antwort war: >>Damit das klar ist! Hier bestimmen wir<<."
Elf Tage nach der ,,kleinen" Operation stirbt Liselotte Gerhardus. Ihr Witwer: ,,Ist das normal, wegen einem kleinen Eingriff elf Tage auf der Intensivstation zu liegen? Sobald ein Gutachten vorliegt, klage ich gegen den Chefarzt."
Und immer mehr schwere Vorwürfe werden erhoben. Die Liste der Opfer scheint nach Informationen des Nachrichtenmagazins ,,Spiegel" lang. Während der Behandlung von Patientin Margarethe Wilms (80) verlangt Dr. Pier angeblich nach Zitronen. Ein Pfleger muss sie aus der Küche holen. Pier lässt sie auspressen. Den Saft habe er zur Desinfektion in eine riesige Wunde der Rentnerin gespritzt. Drei Tage später ist sie tot.
Weiteres vermeintliches Opfer: Christel Lenzen (67 +). Eine abgestorbene Niere habe Pier in ihrem Körper gelassen. Um aber die Lungenhaut zu entnehmen, soll er eine Rippe aus dem Brustkorb der Rentnerin gesägt haben - eine Methode von vor 1950.
Auch Georg S. (67, +) war in Wegberg in Behandlung. Laut Gutachten erlag er einer Blutvergiftung, weil Dr. Pier eine zweite notwendige Operation nicht habe durchführen wollen. Oder Roswitha K. Sie wurde mit akuter Blinddarmentzündung eingeliefert. In ihren letzten Tagen sei ihr Körper aufgequollen - Eiweißmangel. Sie soll keine Medikamente bekommen haben - tot.
Jetzt erstellt die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach ärztliche Gutachten. Sie ermittelt in 25 Fällen gegen Dr. Arnold Pier, davon 15 mit Todesfolge. Staatsanwalt Lothar Gathen: ,,Vier Gutachten sind schon fertig." Und die haben es in sich: ,,In zwei Fällen besteht ein kausaler Zusammenhang zwischen der Behandlung des Chefarztes und dem Tod der Patienten."
Inzwischen wurden Dr. Arnold Pier von der Bezirksregierung Köln medizinische Eingriffe vorläufig untersagt, seine ärztliche Approbation ruht. Der Chefarzt schweigt zu den Vorwürfen, lässt seinen Anwalt ausrichten: ,,Wir werden die gegen meinen Mandanten erhobenen Anschuldigungen entkräften können."
Doch viele Wegberger trauen sich nicht mehr in das einzige örtliche Krankenhaus. Stefan P. (Name geändert): ,,Ich weiß von vielen, dass sie lieber im Nachbarort Erkelenz in die Klinik gehen." Werner Pixken geht noch weiter. ,,Eigentlich müsste man ein Schild umgehängt haben: Bei Unfall nicht ins St.-Antonius-Krankenhaus. Ich und viele andere Wegberger wollen da auf keinen Fall hin", so der 54-Jährige.
Niemand kontrolliert Kliniken
Holger Mages von der Deutschen Krankenhausgesellschaft erklärt: ,,Prinzipiell braucht man keine spezielle Voraussetzung für die Leitung einer Privatklinik. Jeder kann Krankenhausträger sein. Es ist also kein Arzttitel nötig, um Chef oder Inhaber zu sein, man hat freie Hand. Allerdings nur solange man sich an Recht und Gesetz hält
und für eine ordentliche Personalstruktur gesorgt hat - also mit Chefarzt, Oberarzt usw. Einer Kontrolle unterliegt man nicht. Zumindest solange man sich keine Verfehlungen zuschuldekommen lässt."
Chefarzt im Visier der Staatsanwaltschaft
Von MARCUS BÖTTCHER und JOHANNES GALERT (Fotos)
Wegberg - Es könnte der größte Krankenhaus-Skandal des Jahres werden. In Wegberg bei Mönchengladbach ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Dr. Arnold Pier, Chefarzt der St.-Antonius-Klinik - wegen schwerer Körperverletzung und fahrlässiger Tötung in 25 Fällen. Angesammelt in nur anderthalb Jahren. Anfang 2006 macht Pier aus dem städtischen Krankenhaus eine Privatklinik. Er kauft sie für 26 000 Euro. Seitdem häufen sich die ungeheuerlichen Vorwürfe: willkürliche Operationen, mittelalterliche Behandlungen und tödlicher Pfusch. Ende August sollen Gutachten und Untersuchungen der Staatsanwaltschaft abgeschlossen sein - dann könnte es zum Prozess gegen Dr. Pier kommen.
Ende Februar 2006 wird bei Liselotte Gerhardus (75, +) ein Geschwür im Dickdarm festgestellt. ,,Das sollte in einer Mini-OP entfernt werden. Meine Frau war Diabetikerin und herzkrank. Ich habe Chefarzt Dr. Pier extra gefragt, ob der Eingriff wirklich notwendig ist", erklärt Ehemann Richard Gerhardus (82). ,,Seine arrogante Antwort war: >>Damit das klar ist! Hier bestimmen wir<<."
Elf Tage nach der ,,kleinen" Operation stirbt Liselotte Gerhardus. Ihr Witwer: ,,Ist das normal, wegen einem kleinen Eingriff elf Tage auf der Intensivstation zu liegen? Sobald ein Gutachten vorliegt, klage ich gegen den Chefarzt."
Und immer mehr schwere Vorwürfe werden erhoben. Die Liste der Opfer scheint nach Informationen des Nachrichtenmagazins ,,Spiegel" lang. Während der Behandlung von Patientin Margarethe Wilms (80) verlangt Dr. Pier angeblich nach Zitronen. Ein Pfleger muss sie aus der Küche holen. Pier lässt sie auspressen. Den Saft habe er zur Desinfektion in eine riesige Wunde der Rentnerin gespritzt. Drei Tage später ist sie tot.
Weiteres vermeintliches Opfer: Christel Lenzen (67 +). Eine abgestorbene Niere habe Pier in ihrem Körper gelassen. Um aber die Lungenhaut zu entnehmen, soll er eine Rippe aus dem Brustkorb der Rentnerin gesägt haben - eine Methode von vor 1950.
Auch Georg S. (67, +) war in Wegberg in Behandlung. Laut Gutachten erlag er einer Blutvergiftung, weil Dr. Pier eine zweite notwendige Operation nicht habe durchführen wollen. Oder Roswitha K. Sie wurde mit akuter Blinddarmentzündung eingeliefert. In ihren letzten Tagen sei ihr Körper aufgequollen - Eiweißmangel. Sie soll keine Medikamente bekommen haben - tot.
Jetzt erstellt die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach ärztliche Gutachten. Sie ermittelt in 25 Fällen gegen Dr. Arnold Pier, davon 15 mit Todesfolge. Staatsanwalt Lothar Gathen: ,,Vier Gutachten sind schon fertig." Und die haben es in sich: ,,In zwei Fällen besteht ein kausaler Zusammenhang zwischen der Behandlung des Chefarztes und dem Tod der Patienten."
Inzwischen wurden Dr. Arnold Pier von der Bezirksregierung Köln medizinische Eingriffe vorläufig untersagt, seine ärztliche Approbation ruht. Der Chefarzt schweigt zu den Vorwürfen, lässt seinen Anwalt ausrichten: ,,Wir werden die gegen meinen Mandanten erhobenen Anschuldigungen entkräften können."
Doch viele Wegberger trauen sich nicht mehr in das einzige örtliche Krankenhaus. Stefan P. (Name geändert): ,,Ich weiß von vielen, dass sie lieber im Nachbarort Erkelenz in die Klinik gehen." Werner Pixken geht noch weiter. ,,Eigentlich müsste man ein Schild umgehängt haben: Bei Unfall nicht ins St.-Antonius-Krankenhaus. Ich und viele andere Wegberger wollen da auf keinen Fall hin", so der 54-Jährige.
Niemand kontrolliert Kliniken
Holger Mages von der Deutschen Krankenhausgesellschaft erklärt: ,,Prinzipiell braucht man keine spezielle Voraussetzung für die Leitung einer Privatklinik. Jeder kann Krankenhausträger sein. Es ist also kein Arzttitel nötig, um Chef oder Inhaber zu sein, man hat freie Hand. Allerdings nur solange man sich an Recht und Gesetz hält
und für eine ordentliche Personalstruktur gesorgt hat - also mit Chefarzt, Oberarzt usw. Einer Kontrolle unterliegt man nicht. Zumindest solange man sich keine Verfehlungen zuschuldekommen lässt."
Raab im Visier der Medienwächter
23.06.2007
Von M. BÖTTCHER
Düsseldorf - Stefan Raab kommt nicht aus dem Visier der Medienwächter. Erst kritisierten die Landesmedienanstalten seine ,,Wok WM" wegen der Masse an Schleichwerbung (EXPRESS berichtete) - jetzt ist Raabs ,,TV Total Pokerstars.de Nacht" dran. ,,Das Logo eines Sponsors ist permanent zu sehen. Auf Spielerkleidung, Banden im Hintergrund, dem Tisch", erklärt Peter Widlok von der ,,Gemeinsame Stelle Programm, Werbung und Medienkompetenz der Landesmedienanstalten" (GSPWM). ,,Das Problem ist, dass die Werbung nicht als solche gekennzeichnet ist, sondern als Bestandteil der Sendung war genommen wird. Und das ist Schleichwerbung."
Die GSPWM hat der für TVtotal zuständigen Landesmedienanstalt Bayern empfohlen, den ausstrahlenden Sender ProSieben öffentlich zu rügen. ,,Wir erwarten, dass der Sender kurzfristig mit dem Veranstalter der Pokershow redet und etwas gegen die Schleichwerbung unternimmt", so Widlok.
Passiert das nicht, drohen Strafen: ,,Wir haben die Möglichkeit, Geldbußen zu verhängen." Hilft auch das nicht, ,,können wir die Ausstrahlung der jeweiligen Sendung auch verhindern."
Nicht nur Raabs Show ist in der Kritik. Auch die Pokerformate im DSF und dem Sender ,,Das Vierte" werden moniert.
Von M. BÖTTCHER
Düsseldorf - Stefan Raab kommt nicht aus dem Visier der Medienwächter. Erst kritisierten die Landesmedienanstalten seine ,,Wok WM" wegen der Masse an Schleichwerbung (EXPRESS berichtete) - jetzt ist Raabs ,,TV Total Pokerstars.de Nacht" dran. ,,Das Logo eines Sponsors ist permanent zu sehen. Auf Spielerkleidung, Banden im Hintergrund, dem Tisch", erklärt Peter Widlok von der ,,Gemeinsame Stelle Programm, Werbung und Medienkompetenz der Landesmedienanstalten" (GSPWM). ,,Das Problem ist, dass die Werbung nicht als solche gekennzeichnet ist, sondern als Bestandteil der Sendung war genommen wird. Und das ist Schleichwerbung."
Die GSPWM hat der für TVtotal zuständigen Landesmedienanstalt Bayern empfohlen, den ausstrahlenden Sender ProSieben öffentlich zu rügen. ,,Wir erwarten, dass der Sender kurzfristig mit dem Veranstalter der Pokershow redet und etwas gegen die Schleichwerbung unternimmt", so Widlok.
Passiert das nicht, drohen Strafen: ,,Wir haben die Möglichkeit, Geldbußen zu verhängen." Hilft auch das nicht, ,,können wir die Ausstrahlung der jeweiligen Sendung auch verhindern."
Nicht nur Raabs Show ist in der Kritik. Auch die Pokerformate im DSF und dem Sender ,,Das Vierte" werden moniert.
Jungen ließen Bahn entgleisen
23.06.2007
Schadenersatz müssten sie später selbst zahlen
Von M. BÖTTCHER
Solingen - Starten zwei 13-Jährige durch einen Dumme-Jungen-Streich mit Schulden ins Leben? Die beiden machten sich in Solingen einen Spaß, bauten kleine Steinhaufen auf Bahngleise. Die Folge: Die Achse einer Regionalbahn sprang aus den Schienen, der Zug rutschte hundert Meter durchs Gleisbett. 50 Zuggäste und der Lokführer kamen mit dem Schrecken davon. Schaden: circa 50 000 Euro.
,,Es war großes Glück, dass nur die erste Achse entgleist ist. Ich will mir nicht vorstellen, was da hätte passieren können", so Wolfgang Heimann von der Bundespolizei.
Ein Anwohner beobachtete die beiden bei der dummen Aktion, verständigte die Polizei. Die fand die beiden 13-jährigen Jungen zu Hause. Für die wirds jetzt happig. Bahnsprecher Jürgen Kugelmann: ,,Unsere Anwälte prüfen jetzt, ob eine Anzeige Erfolg hat." Heißt im Klartext: Die Bahn will Schadenersatz. Und das könnte sogar noch teurer werden als 50 000 Euro. ,,Es ist durchaus möglich, dass die Bahn mit einer Klage vor Gericht Erfolg hat. Dann müssten die Kinder zahlen, wenn sie sie selber Geld verdienen", erklärt Anwalt Dr. Ralf Höcker.
Wer muss haften?
Anwalt Dr. Ralf Höcker erklärt die Rechtslage: ,,Sind die Kinder über sieben Jahre alt, haften die Eltern niemals für sie. Das ist ein weit verbreiteter Rechtsirrtum. Sie haften nur, wenn sie selbst etwas falsch gemacht haben, also wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Eltern müssen aber nicht ständig daneben sitzen und aufpassen, dass die Kinder nichts anstellen."
Schadenersatz müssten sie später selbst zahlen
Von M. BÖTTCHER
Solingen - Starten zwei 13-Jährige durch einen Dumme-Jungen-Streich mit Schulden ins Leben? Die beiden machten sich in Solingen einen Spaß, bauten kleine Steinhaufen auf Bahngleise. Die Folge: Die Achse einer Regionalbahn sprang aus den Schienen, der Zug rutschte hundert Meter durchs Gleisbett. 50 Zuggäste und der Lokführer kamen mit dem Schrecken davon. Schaden: circa 50 000 Euro.
,,Es war großes Glück, dass nur die erste Achse entgleist ist. Ich will mir nicht vorstellen, was da hätte passieren können", so Wolfgang Heimann von der Bundespolizei.
Ein Anwohner beobachtete die beiden bei der dummen Aktion, verständigte die Polizei. Die fand die beiden 13-jährigen Jungen zu Hause. Für die wirds jetzt happig. Bahnsprecher Jürgen Kugelmann: ,,Unsere Anwälte prüfen jetzt, ob eine Anzeige Erfolg hat." Heißt im Klartext: Die Bahn will Schadenersatz. Und das könnte sogar noch teurer werden als 50 000 Euro. ,,Es ist durchaus möglich, dass die Bahn mit einer Klage vor Gericht Erfolg hat. Dann müssten die Kinder zahlen, wenn sie sie selber Geld verdienen", erklärt Anwalt Dr. Ralf Höcker.
Wer muss haften?
Anwalt Dr. Ralf Höcker erklärt die Rechtslage: ,,Sind die Kinder über sieben Jahre alt, haften die Eltern niemals für sie. Das ist ein weit verbreiteter Rechtsirrtum. Sie haften nur, wenn sie selbst etwas falsch gemacht haben, also wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Eltern müssen aber nicht ständig daneben sitzen und aufpassen, dass die Kinder nichts anstellen."
Schmuse-Papst Al-Deen: Im Juli komm ich unter die Haube
22.06.2007
Von MARCUS BÖTTCHER
Fast zwei Jahre war es still um Laith Al-Deen (,,Bilder von dir"). Jetzt meldet sich der Schmuse-Papst zurück - mit doppeltem Paukenschlag. Erst ein neues Album (,,Die Liebe zum Detail"), dann Hochzeit mit Freundin Melanie Moser. Stress pur für den 35-Jährigen.
Letzten Sommer brauchte ich einfach mal eine Pause. Da kam der Urlaub mit einem Kumpel in den USA genau richtig", erzählt der 35-Jährige. ,,Und dann kam sie." Sie? In Florida traf der gebürtige Mannheimer eine alte Bekannte wieder: Melanie Moser. Und Amors Pfeil traf beide genau ins Herz. ,,Ich kam wieder zurück und schrieb plötzlich nur noch Liebeslieder. Zum Glück sind die aber alle ganz schnell im Papierkorb gelandet."
Im Gegensatz zu seiner Liebe. Laith Al-Deen schwebt noch immer auf Wolke sieben. Auch wenn er vor der Hochzeit einige Bedenken hat: ,,Es gibt glücklichere Entscheidungen als Hochzeit und neues Album in einem Jahr. Das wird sicher stressig. Aber wenn die Liebe einen so erwischt wie mich, kann man nichts machen."
Die Glocken für den Mannheimer mit irakischen Wurzeln und der Halbamerikanerin läuten im Juli in der Pfalz. Multikulti pur: ,,Deutsche, Amerikaner, Araber bei einer Hochzeit. Das wird auf jeden Fall lustig."
Von MARCUS BÖTTCHER
Fast zwei Jahre war es still um Laith Al-Deen (,,Bilder von dir"). Jetzt meldet sich der Schmuse-Papst zurück - mit doppeltem Paukenschlag. Erst ein neues Album (,,Die Liebe zum Detail"), dann Hochzeit mit Freundin Melanie Moser. Stress pur für den 35-Jährigen.
Letzten Sommer brauchte ich einfach mal eine Pause. Da kam der Urlaub mit einem Kumpel in den USA genau richtig", erzählt der 35-Jährige. ,,Und dann kam sie." Sie? In Florida traf der gebürtige Mannheimer eine alte Bekannte wieder: Melanie Moser. Und Amors Pfeil traf beide genau ins Herz. ,,Ich kam wieder zurück und schrieb plötzlich nur noch Liebeslieder. Zum Glück sind die aber alle ganz schnell im Papierkorb gelandet."
Im Gegensatz zu seiner Liebe. Laith Al-Deen schwebt noch immer auf Wolke sieben. Auch wenn er vor der Hochzeit einige Bedenken hat: ,,Es gibt glücklichere Entscheidungen als Hochzeit und neues Album in einem Jahr. Das wird sicher stressig. Aber wenn die Liebe einen so erwischt wie mich, kann man nichts machen."
Die Glocken für den Mannheimer mit irakischen Wurzeln und der Halbamerikanerin läuten im Juli in der Pfalz. Multikulti pur: ,,Deutsche, Amerikaner, Araber bei einer Hochzeit. Das wird auf jeden Fall lustig."
Sturm: Sanitäter erschlagen
22.06.2007
Überschwemmungen im Sauerland, 170 Flüge abgesagt
Von MARCUS BÖTTCHER
Neuhausen ob Eck - Am Wochenende soll im schwäbischen Neuhausen ob Eck das Musikfestival ,,Southside" stattfinden. Er wollte als Sanitäter dabei sein. Retten. Menschen helfen. Jetzt ist der Johanniter tot. Erschlagen von einer vier Meter langen Stahlstrebe - ein Opfer der schweren Unwetter.
Starke Windböen fegten über das Gelände. Bis zu 120 km/h schnell. Ein kleines, wegfliegendes Zelt knallte gegen eine große Bühne, von der sich die Strebe löste", so Wolfgang Schoch von der Polizei Tuttlingen. ,,Sie wirbelte fast 30 Meter durch die Luft und durchbohrte den Rettungswagen". Der 28-jährige Johanniter hockte auf dem Beifahrersitz, als ihn das Geschoss traf - keine Chance auszuweichen. Der Sanitäter erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Sein 30-jähriger Kollege und ein Arbeiter werden noch auf der Intensivstation behandelt.
Gewitter und Unwetter sorgten fast in ganz Deutschland für Chaos und Tote. Bei Würzburg starb eine 25-jährige Frau in ihrem Auto. Sie geriet mit ihrem Wagen auf eine Pfütze, verlor bei Aquaplaning die Kontrolle und krachte in eine Leitplanke.
Am Frankfurter Flughafen mussten wegen schlechter Sicht und Wassermassen auf der Landebahn 140 Flüge gestrichen und umgeleitet werden. Zeitweise war der Flughafen sogar geschlossen. Allein bei Lufthansa saßen über 13 000 Passagiere fest.
Im Sieger- und Sauerland ließen Wolkenbrüche harmlose Bäche zu reißenden Flüssen werden. Feuerwehr und THW sind noch im Dauereinsatz.
Und auch die Tiere litten. In Bad Winsheim (Franken) stand nach einem Blitz eine Scheune in Flammen - 5500 Hühner gerieten in Panik, 500 verendeten qualvoll.
Aber nicht nur in Deutschland wüteten Gewitter. Teile der Schweiz wurden von einem der schwersten Unwetter seit Menschengedenken heimgesucht. Erdrutsche verschluckten Häuser, Brücken wurden weggerissen, Flüsse traten über die Ufer - allein die Hagelschäden betragen mehr als drei Millionen Euro.
Überschwemmungen im Sauerland, 170 Flüge abgesagt
Von MARCUS BÖTTCHER
Neuhausen ob Eck - Am Wochenende soll im schwäbischen Neuhausen ob Eck das Musikfestival ,,Southside" stattfinden. Er wollte als Sanitäter dabei sein. Retten. Menschen helfen. Jetzt ist der Johanniter tot. Erschlagen von einer vier Meter langen Stahlstrebe - ein Opfer der schweren Unwetter.
Starke Windböen fegten über das Gelände. Bis zu 120 km/h schnell. Ein kleines, wegfliegendes Zelt knallte gegen eine große Bühne, von der sich die Strebe löste", so Wolfgang Schoch von der Polizei Tuttlingen. ,,Sie wirbelte fast 30 Meter durch die Luft und durchbohrte den Rettungswagen". Der 28-jährige Johanniter hockte auf dem Beifahrersitz, als ihn das Geschoss traf - keine Chance auszuweichen. Der Sanitäter erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Sein 30-jähriger Kollege und ein Arbeiter werden noch auf der Intensivstation behandelt.
Gewitter und Unwetter sorgten fast in ganz Deutschland für Chaos und Tote. Bei Würzburg starb eine 25-jährige Frau in ihrem Auto. Sie geriet mit ihrem Wagen auf eine Pfütze, verlor bei Aquaplaning die Kontrolle und krachte in eine Leitplanke.
Am Frankfurter Flughafen mussten wegen schlechter Sicht und Wassermassen auf der Landebahn 140 Flüge gestrichen und umgeleitet werden. Zeitweise war der Flughafen sogar geschlossen. Allein bei Lufthansa saßen über 13 000 Passagiere fest.
Im Sieger- und Sauerland ließen Wolkenbrüche harmlose Bäche zu reißenden Flüssen werden. Feuerwehr und THW sind noch im Dauereinsatz.
Und auch die Tiere litten. In Bad Winsheim (Franken) stand nach einem Blitz eine Scheune in Flammen - 5500 Hühner gerieten in Panik, 500 verendeten qualvoll.
Aber nicht nur in Deutschland wüteten Gewitter. Teile der Schweiz wurden von einem der schwersten Unwetter seit Menschengedenken heimgesucht. Erdrutsche verschluckten Häuser, Brücken wurden weggerissen, Flüsse traten über die Ufer - allein die Hagelschäden betragen mehr als drei Millionen Euro.
Lehrer-Hetze im Internet
21.06.2007
Neuster Schüler-Sport
Von SIMONE DURCHHOLZ und MARCUS BÖTTCHER
Fiktive Kontaktanzeigen, zusammengeschnittene Pornobilder und Videos einer fiktiven Hinrichtung - Schüler finden immer abstoßendere Mittel, es ihren Lehrer heimzuzahlen. Gerade jetzt, kurz nach der Zeugnisvergabe, werden die Geschmacklosigkeiten zu Hauf ins Netz gestellt.
Peter Schmitz (Name geändert) lebt. Doch Millionen fremder Menschen können im Internet seine Hinrichtung verfolgen. Schüler des Lateinlehrers haben das Video zusammengeschnitten. ,,Wer so etwas sieht, muss denken, ich sei ein schrecklicher Mensch", beschreibt Schmitz seine Gefühle. Er ist schockiert über die Leichtfertigkeit, mit der seine Schüler ihn der Öffentlichkeit preisgegeben haben.
Video- und Fotofunktionen in Handys, Bildbearbeitungsprogramme und das Internet geben Schülern unbegrenzte Möglichkeiten, sich für schlechte Noten oder Langeweile im Unterricht zu rächen. Wer bei Videoportalen wie YouTube oder MyVideo den Suchbegriff Lehrer eingibt, wird mit Filmchen überflutet. In Großbritannien gibt es für das Phänomen bereits einen Namen. Das ,,Cyberbulling" hat auf der Insel sogar schon solche Ausmaße angenommen, dass zahlreiche Lehrer erkrankt sind oder den Beruf gewechselt haben.
,,Die psychische Gewalt gegen Lehrer ufert immer mehr aus. Mit Spaß hat das alles nichts mehr zu tun", schlägt Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbands NRW Alarm. Die Schüler wissen häufig gar nicht, was sie anrichten und welche Konsequenzen ihnen drohen. Nicht nur strafrechtliche, je nach Vorgehen der Schule kann ihnen ein Schulverweis drohen.
Ein solcher Verweis ist allerdings unwahrscheinlich. Viele Schulen haben Angst um ihren Ruf, übergehen solche Vorfälle oder spielen sie herunter. Die gemobbten Lehrer stehen alleine da. Einige suchen in einer psychotherapeutischen Behandlung Hilfe. So wie ein älterer, alleinstehender Pädagoge, den seine Schüler bei einer Internet-Partnerbörse anmeldeten, samt Foto und angeblicher sexueller Vorlieben.
Harmloser erscheinen dagegen Online-Portale wie Spickmich.de, bei denen Schüler ihren Lehrern Noten geben können. Allerdings nur, wenn sie weder Bilder noch Beschimpfungen veröffentlichen. ,,Wir haben nichts dagegen, wenn Lehrer bewertet werden", sagt Marianne Demmer von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. ,,Noch schöner wäre es allerdings, wenn diese Art von Austausch im Unterricht stattfände."
Das sagt der Rechtsexperte
Anwalt Tobias Strömer, Experte für Internetrecht, erklärt die Rechtslage: ,,Reine Meinungsäußerung ist absolut zulässig. Lehrer müssen sich die Bewertungen im Internet gefallen lassen, müssen damit leben. Also ist etwa ,,spickmich.de" prinzipiell zulässig. Dickes ABER: Sobald Lehrer beschimpft, verunglimpft oder falsche Aussagen über sie getroffen werden, wie auf Youtube.com teilweise zu sehen, muss der Betreiber der Seite eigenverantwortlich dafür sorgen, dass der jeweilige Beitrag von der Internet-Seite verschwindet. Macht er das, gibts kein Problem. Wenn nicht, kann er juristisch belangt werden. Bilder von Lehrern ohne Erlaubnis zu zeigen, verletzt in jedem Fall das Persönlichkeitsrecht.
Neuster Schüler-Sport
Von SIMONE DURCHHOLZ und MARCUS BÖTTCHER
Fiktive Kontaktanzeigen, zusammengeschnittene Pornobilder und Videos einer fiktiven Hinrichtung - Schüler finden immer abstoßendere Mittel, es ihren Lehrer heimzuzahlen. Gerade jetzt, kurz nach der Zeugnisvergabe, werden die Geschmacklosigkeiten zu Hauf ins Netz gestellt.
Peter Schmitz (Name geändert) lebt. Doch Millionen fremder Menschen können im Internet seine Hinrichtung verfolgen. Schüler des Lateinlehrers haben das Video zusammengeschnitten. ,,Wer so etwas sieht, muss denken, ich sei ein schrecklicher Mensch", beschreibt Schmitz seine Gefühle. Er ist schockiert über die Leichtfertigkeit, mit der seine Schüler ihn der Öffentlichkeit preisgegeben haben.
Video- und Fotofunktionen in Handys, Bildbearbeitungsprogramme und das Internet geben Schülern unbegrenzte Möglichkeiten, sich für schlechte Noten oder Langeweile im Unterricht zu rächen. Wer bei Videoportalen wie YouTube oder MyVideo den Suchbegriff Lehrer eingibt, wird mit Filmchen überflutet. In Großbritannien gibt es für das Phänomen bereits einen Namen. Das ,,Cyberbulling" hat auf der Insel sogar schon solche Ausmaße angenommen, dass zahlreiche Lehrer erkrankt sind oder den Beruf gewechselt haben.
,,Die psychische Gewalt gegen Lehrer ufert immer mehr aus. Mit Spaß hat das alles nichts mehr zu tun", schlägt Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbands NRW Alarm. Die Schüler wissen häufig gar nicht, was sie anrichten und welche Konsequenzen ihnen drohen. Nicht nur strafrechtliche, je nach Vorgehen der Schule kann ihnen ein Schulverweis drohen.
Ein solcher Verweis ist allerdings unwahrscheinlich. Viele Schulen haben Angst um ihren Ruf, übergehen solche Vorfälle oder spielen sie herunter. Die gemobbten Lehrer stehen alleine da. Einige suchen in einer psychotherapeutischen Behandlung Hilfe. So wie ein älterer, alleinstehender Pädagoge, den seine Schüler bei einer Internet-Partnerbörse anmeldeten, samt Foto und angeblicher sexueller Vorlieben.
Harmloser erscheinen dagegen Online-Portale wie Spickmich.de, bei denen Schüler ihren Lehrern Noten geben können. Allerdings nur, wenn sie weder Bilder noch Beschimpfungen veröffentlichen. ,,Wir haben nichts dagegen, wenn Lehrer bewertet werden", sagt Marianne Demmer von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. ,,Noch schöner wäre es allerdings, wenn diese Art von Austausch im Unterricht stattfände."
Das sagt der Rechtsexperte
Anwalt Tobias Strömer, Experte für Internetrecht, erklärt die Rechtslage: ,,Reine Meinungsäußerung ist absolut zulässig. Lehrer müssen sich die Bewertungen im Internet gefallen lassen, müssen damit leben. Also ist etwa ,,spickmich.de" prinzipiell zulässig. Dickes ABER: Sobald Lehrer beschimpft, verunglimpft oder falsche Aussagen über sie getroffen werden, wie auf Youtube.com teilweise zu sehen, muss der Betreiber der Seite eigenverantwortlich dafür sorgen, dass der jeweilige Beitrag von der Internet-Seite verschwindet. Macht er das, gibts kein Problem. Wenn nicht, kann er juristisch belangt werden. Bilder von Lehrern ohne Erlaubnis zu zeigen, verletzt in jedem Fall das Persönlichkeitsrecht.
2 Sekunden kosteten 13 Menschenlebe
20.06.2007
Das Bus-Unglück auf der A 14
Von J. PHILIPPI-GERLE, G. CLASSEN und M. BÖTTCHER
Dessau/Hopsten - Todesfalle Stauende. 13 Rentner aus Hopsten konnten ihr nicht entkommen. Sie spielen Karten, schmökern in Büchern, erzählen von früher. Dann ein fürchterlicher Knall. Hermann R. (46) ist mit seinem 40-Tonnen-Lkw fast ungebremst in ihren stehenden Bus gerast. Ein Albtraum. Welcher Autofahrer guckt nicht, wenn er auf der Autobahn plötzlich bremsen muss, voller Angst in den Rückspiegel: ,,Hoffentlich rast hinten kein Laster mit seiner Tonnen-Wucht drauf."
Mein Fahrer kann´s nicht erklären. Er hat nach rechts gegriffen, wollte eine Flasche nehmen", erklärt Werner Zöllner, Geschäftsführer von Protecta aus Krefeld dem TV-Sender RTL. Unglücksfahrer R. arbeitete für seine Straßenerhaltungs-Firma. ,,Er hat die Bremslichter des Busses gesehen, hat gebremst, ist nach links rübergegangen. Da hat es schon geknallt."
Der Bus ,,Scania Century" ist mit 48 Plätzen voll besetzt, tonnenschwer. Durch die Wucht des Aufpralls wird seine Lenkachse angehoben, der Bus 40 Meter über die Autobahn geschleift. Er dreht sich nach rechts, knallt über die Leitplanke, rutscht fast zehn Meter die Böschung hinunter - 48 Senioren sind in dem Wrack gefangen. Für sieben Männer und sechs Frauen zwischen 49 und 79 Jahren kommt jede Hilfe zu spät.
Hätte das Unglück verhindert werden können? Der fatale Griff nach der Flasche im Fußraum des Beifahrersitzes. Er dauerte etwa zwei Sekunden. Das macht doch jeder mal beim Fahren. Doch es ist sehr gefährlich: ,,Bei Tempo 60 km/h legt man in einer Sekunde 17 Meter Blindflug zurück. Bei Tempo 90, was das Reisetempo für Lkw ist, sind es 25,5 Meter pro Sekunde. Damit ist der Sicherheitsabstand schon weg. Zwei Sekunden, dann sind die 50 Meter schon erledigt", rechnet Johannes Hübner vom AvD vor.
In Brummis gibt es ohne Ende Ablenkung für die Fahrer. Fernseher, Fax, Zeitung, Kaffeekanne - die Schwergewichte werden zur tickenden Zeitbombe am Stauende. ,,Es müssen in diesen Nutzfahrzeugen ganz schnell Änderungen verordnet werden. Automatische Notbremssysteme und Spurhalte-Assistenten gehören in jeden Lkw", fordert Sicherheitsexperte Hubert Paulus vom ADAC-Technikzentrum in Landsberg.
Für 13 Mitglieder der Seniorengruppe aus Hopsten kommt die Forderung zu spät. Auch Busfahrer Heinz S. (65), der leicht verletzt wurde, konnte ihnen nicht helfen: ,,Du hörst Gebete und Hilferufe aus dem Bus und kannst nicht helfen".
Ein Sicherheitssystem hatte der verunglückte Bus seiner Firma doch: Gurte. Längst kein Standard in Reisebussen. Ob die Rentner angeschnallt waren, ermittelt die Polizei. Genau wie gegen Unfall-Fahrer Hermann R.: wegen fahrlässiger Tötung. Ein Mitarbeiter von Protecta: ,,Ich möchte nicht in der Haut dieses Mannes stecken. Die Stimmung hier in der Firma ist bedrückend."
Das Bus-Unglück auf der A 14
Von J. PHILIPPI-GERLE, G. CLASSEN und M. BÖTTCHER
Dessau/Hopsten - Todesfalle Stauende. 13 Rentner aus Hopsten konnten ihr nicht entkommen. Sie spielen Karten, schmökern in Büchern, erzählen von früher. Dann ein fürchterlicher Knall. Hermann R. (46) ist mit seinem 40-Tonnen-Lkw fast ungebremst in ihren stehenden Bus gerast. Ein Albtraum. Welcher Autofahrer guckt nicht, wenn er auf der Autobahn plötzlich bremsen muss, voller Angst in den Rückspiegel: ,,Hoffentlich rast hinten kein Laster mit seiner Tonnen-Wucht drauf."
Mein Fahrer kann´s nicht erklären. Er hat nach rechts gegriffen, wollte eine Flasche nehmen", erklärt Werner Zöllner, Geschäftsführer von Protecta aus Krefeld dem TV-Sender RTL. Unglücksfahrer R. arbeitete für seine Straßenerhaltungs-Firma. ,,Er hat die Bremslichter des Busses gesehen, hat gebremst, ist nach links rübergegangen. Da hat es schon geknallt."
Der Bus ,,Scania Century" ist mit 48 Plätzen voll besetzt, tonnenschwer. Durch die Wucht des Aufpralls wird seine Lenkachse angehoben, der Bus 40 Meter über die Autobahn geschleift. Er dreht sich nach rechts, knallt über die Leitplanke, rutscht fast zehn Meter die Böschung hinunter - 48 Senioren sind in dem Wrack gefangen. Für sieben Männer und sechs Frauen zwischen 49 und 79 Jahren kommt jede Hilfe zu spät.
Hätte das Unglück verhindert werden können? Der fatale Griff nach der Flasche im Fußraum des Beifahrersitzes. Er dauerte etwa zwei Sekunden. Das macht doch jeder mal beim Fahren. Doch es ist sehr gefährlich: ,,Bei Tempo 60 km/h legt man in einer Sekunde 17 Meter Blindflug zurück. Bei Tempo 90, was das Reisetempo für Lkw ist, sind es 25,5 Meter pro Sekunde. Damit ist der Sicherheitsabstand schon weg. Zwei Sekunden, dann sind die 50 Meter schon erledigt", rechnet Johannes Hübner vom AvD vor.
In Brummis gibt es ohne Ende Ablenkung für die Fahrer. Fernseher, Fax, Zeitung, Kaffeekanne - die Schwergewichte werden zur tickenden Zeitbombe am Stauende. ,,Es müssen in diesen Nutzfahrzeugen ganz schnell Änderungen verordnet werden. Automatische Notbremssysteme und Spurhalte-Assistenten gehören in jeden Lkw", fordert Sicherheitsexperte Hubert Paulus vom ADAC-Technikzentrum in Landsberg.
Für 13 Mitglieder der Seniorengruppe aus Hopsten kommt die Forderung zu spät. Auch Busfahrer Heinz S. (65), der leicht verletzt wurde, konnte ihnen nicht helfen: ,,Du hörst Gebete und Hilferufe aus dem Bus und kannst nicht helfen".
Ein Sicherheitssystem hatte der verunglückte Bus seiner Firma doch: Gurte. Längst kein Standard in Reisebussen. Ob die Rentner angeschnallt waren, ermittelt die Polizei. Genau wie gegen Unfall-Fahrer Hermann R.: wegen fahrlässiger Tötung. Ein Mitarbeiter von Protecta: ,,Ich möchte nicht in der Haut dieses Mannes stecken. Die Stimmung hier in der Firma ist bedrückend."
Schlau statt Stau
19.06.2007
Mit diesen ADAC-Tipps bleiben Sie nicht in der Blechlawine stecken
Von MARCUS BÖTTCHER
Sommerzeit gleich Ferienzeit. Am Mittwoch geht es in NRW für rund 2,9 Millionen Schüler und deren Eltern wieder in die heißgeliebte Sommerpause. Viele fahren in den Urlaub - mit dem Auto. Und viele stellen sich gleich am ersten Ferientag in eine Auto-Blechlawine. EXPRESS fragte bei ADAC-Sprecherin Jacqueline Grünewald nach, wie Sie dem Stau ein Schnippchen schlagen.
Richtiger Reisetag: ,,Viele nehmen sich schon am letzten Schultag (Mittwoch) frei. Die Kinder kommen früher aus der Schule, man kann mittags losfahren. Wenn man bis 17 Uhr arbeiten muss, ist losfahren die schlechtere Wahl. Der gesamte Donnerstag sollte staufrei bleiben. Richtig blöd wird es ab Freitag. Da ab mittags losfahren, ist die hundertprozentige Staugarantie. Samstags und sonntags sind keine größeren Staus zu erwarten", so Jacqueline Grünewald.
Staupunkte vermeiden: ,,In NRW gibt es viele Autobahnen, die für Staus wie geschaffen sind. Gerade nachmittags im Berufsverkehr. Auf der A2 Richtung Wuppertal und der A3 Richtung Norden wird gebaut, auf der A1 im Kölner Westen auch."
Fahrroute: ,,Ortskundige sollten die oben genannten Stellen möglichst meiden und eine alternative Fahrroute suchen. Landschaftlich reizvolle Routen sind was fürs Auge und schonen im Gegensatz zu Autobahnen die Nerven."
Radio an: ,,Im Radio während der ganzen Fahrt den Staufunk hören, im Voraus z.B. bei Vollsperrungen Ausweichrouten suchen. Auch die Bauarbeiten-Vorabrecherche im Internet ist sinnvoll."
Nachts losfahren? ,,Muss jeder für sich selbst entscheiden, je nach Biorhythmus. Stautechnisch ist das natürlich super, man ist fast allein unterwegs und gewinnt einen weiteren Urlaubstag. Man muss aber ausgeschlafen sein, die Gefahr heißt Sekundenschlaf. Kein falscher Ehrgeiz. Besser ist: in den Tag reinfahren. Bei einem Ziel von unter drei Stunden Entfernung kann man auch mal spätabends losfahren."
Fahrerwechsel: ,,Wer sich die Fahrt teilen kann, ist natürlich im Vorteil. So lassen sich sehr gut weite Strecken überbrücken."
Pausen machen: ,,Gerade mit Kindern oder Tieren sind Pausen extrem wichtig. Mindestens alle zwei Stunden für circa zehn Minuten anhalten, sich auf dem Rastplatz bewegen. Nach vier bis fünf Stunden auf jeden Fall eine längere Pause von einer Stunde einlegen. Es gilt: nach neun Stunden sollte ein Fahrtag vorbei sein."
Mit diesen ADAC-Tipps bleiben Sie nicht in der Blechlawine stecken
Von MARCUS BÖTTCHER
Sommerzeit gleich Ferienzeit. Am Mittwoch geht es in NRW für rund 2,9 Millionen Schüler und deren Eltern wieder in die heißgeliebte Sommerpause. Viele fahren in den Urlaub - mit dem Auto. Und viele stellen sich gleich am ersten Ferientag in eine Auto-Blechlawine. EXPRESS fragte bei ADAC-Sprecherin Jacqueline Grünewald nach, wie Sie dem Stau ein Schnippchen schlagen.
Richtiger Reisetag: ,,Viele nehmen sich schon am letzten Schultag (Mittwoch) frei. Die Kinder kommen früher aus der Schule, man kann mittags losfahren. Wenn man bis 17 Uhr arbeiten muss, ist losfahren die schlechtere Wahl. Der gesamte Donnerstag sollte staufrei bleiben. Richtig blöd wird es ab Freitag. Da ab mittags losfahren, ist die hundertprozentige Staugarantie. Samstags und sonntags sind keine größeren Staus zu erwarten", so Jacqueline Grünewald.
Staupunkte vermeiden: ,,In NRW gibt es viele Autobahnen, die für Staus wie geschaffen sind. Gerade nachmittags im Berufsverkehr. Auf der A2 Richtung Wuppertal und der A3 Richtung Norden wird gebaut, auf der A1 im Kölner Westen auch."
Fahrroute: ,,Ortskundige sollten die oben genannten Stellen möglichst meiden und eine alternative Fahrroute suchen. Landschaftlich reizvolle Routen sind was fürs Auge und schonen im Gegensatz zu Autobahnen die Nerven."
Radio an: ,,Im Radio während der ganzen Fahrt den Staufunk hören, im Voraus z.B. bei Vollsperrungen Ausweichrouten suchen. Auch die Bauarbeiten-Vorabrecherche im Internet ist sinnvoll."
Nachts losfahren? ,,Muss jeder für sich selbst entscheiden, je nach Biorhythmus. Stautechnisch ist das natürlich super, man ist fast allein unterwegs und gewinnt einen weiteren Urlaubstag. Man muss aber ausgeschlafen sein, die Gefahr heißt Sekundenschlaf. Kein falscher Ehrgeiz. Besser ist: in den Tag reinfahren. Bei einem Ziel von unter drei Stunden Entfernung kann man auch mal spätabends losfahren."
Fahrerwechsel: ,,Wer sich die Fahrt teilen kann, ist natürlich im Vorteil. So lassen sich sehr gut weite Strecken überbrücken."
Pausen machen: ,,Gerade mit Kindern oder Tieren sind Pausen extrem wichtig. Mindestens alle zwei Stunden für circa zehn Minuten anhalten, sich auf dem Rastplatz bewegen. Nach vier bis fünf Stunden auf jeden Fall eine längere Pause von einer Stunde einlegen. Es gilt: nach neun Stunden sollte ein Fahrtag vorbei sein."
DNA: 8 Punkte verraten die Mörderin
19.06.2007
Getötete Polizistin
Von MARCUS BÖTTCHER
Das Phantom bleibt unsichtbar. Eine Frau ohne Namen. Ohne Gesicht. Ohne Gestalt. Die mutmaßliche Mörderin der in Heilbronn erschossenen Polizistin Michelle Kiesewetter - scheinbar ein Geist. Und doch hat die Polizei ihre Spur. Denn die Beamten haben ihre DNA. EXPRESS zeigt, wie die Gene die Killerin verraten.
Die DNA-Spuren: Schon mehrmals hinterließ die unbekannte Frau ihre DNA (EXPRESS berichtete). Die Gene lassen sich aus allen Körperflüssigkeiten ermitteln. 2001 fand die Polizei Blutspuren an einer benutzten Heroinspritze 2001 in der Eifel. Zwei Wochen später: Speichelreste an Keksen, die gleiche DNA. 2003 wieder Blut, wieder ihre Gene. Die Unbekannte schnitt sich bei einem Einbruch an der Fensterscheibe. Und jetzt am Polizeiwagen von Michelle Kiesewetter - ihr Schweiß, ihre DNA.
Die DNA-Analyse: Wie ermittelten die Beamten die Erbinformationen der mysteriösen Serientäterin? Die Polizei-Wissenschaftler suchen an acht Punkten jedes DNA-Strangs nach der Geschlechts-Information ,,männlich" oder ,,weiblich". Diese Stellen - sie heißen SE33 - sind auf der DNA jedes Menschen an den gleichen Stellen. Und doch sind die Informationen, die dort gespeichert sind, bei jedem Menschen unterschiedlich, einzigartig.
,,Es wird nur das Geschlecht ermittelt. Mehr dürfen wir nicht, mehr interessiert aber auch gar nicht", erklärt Frank Scheulen von Landeskriminalamt NRW. ,,Wir können so nahezu zweifelsfrei, zu 99,99 Prozent nachweisen, zu wem welche DNA gehört. Und diese dann natürlich miteinander vergleichen", so Scheulen.
Die Beamten dürfen aber nicht anhand der DNA erforschen, wie ein Gesuchter aussieht, wie groß er ist, welche Haarfarbe oder welche Krankheiten er hat.
Der DNA-Abgleich: Die Unbekannte hat an mehr als 20 Tatorten ihre Gene hinterlassen. Für die Beamten war es ein Leichtes, die Spur der mutmaßlichen Polizisten-Mörderin nachzuzeichnen. Sie jagten die Analyse-Ergebnisse der acht DNA-Punkte vom Streifenwagen durch den Computer. Der vergleicht sie in Sekundenschnelle mit denen, die bereits gespeichert waren. Treffermeldung: Sie sind identisch.
Die DNA-Datei (DAD): Die DAD ist eine bundesweite Datei mit Gen-Informationen über Personen und Tatorte. Zugreifen können das Bundeskriminalamt (BKA), die einzelnen Landeskriminalämter und andere EU-Staaten. Die Ermittler kamen so der Frau auf die Spur, die scheinbar Verbrechen in Deutschland, Österreich und Frankreich auf dem Kerbholz hat. Erfasst sind in der Datei über 570 000 Datensätze.
Getötete Polizistin
Von MARCUS BÖTTCHER
Das Phantom bleibt unsichtbar. Eine Frau ohne Namen. Ohne Gesicht. Ohne Gestalt. Die mutmaßliche Mörderin der in Heilbronn erschossenen Polizistin Michelle Kiesewetter - scheinbar ein Geist. Und doch hat die Polizei ihre Spur. Denn die Beamten haben ihre DNA. EXPRESS zeigt, wie die Gene die Killerin verraten.
Die DNA-Spuren: Schon mehrmals hinterließ die unbekannte Frau ihre DNA (EXPRESS berichtete). Die Gene lassen sich aus allen Körperflüssigkeiten ermitteln. 2001 fand die Polizei Blutspuren an einer benutzten Heroinspritze 2001 in der Eifel. Zwei Wochen später: Speichelreste an Keksen, die gleiche DNA. 2003 wieder Blut, wieder ihre Gene. Die Unbekannte schnitt sich bei einem Einbruch an der Fensterscheibe. Und jetzt am Polizeiwagen von Michelle Kiesewetter - ihr Schweiß, ihre DNA.
Die DNA-Analyse: Wie ermittelten die Beamten die Erbinformationen der mysteriösen Serientäterin? Die Polizei-Wissenschaftler suchen an acht Punkten jedes DNA-Strangs nach der Geschlechts-Information ,,männlich" oder ,,weiblich". Diese Stellen - sie heißen SE33 - sind auf der DNA jedes Menschen an den gleichen Stellen. Und doch sind die Informationen, die dort gespeichert sind, bei jedem Menschen unterschiedlich, einzigartig.
,,Es wird nur das Geschlecht ermittelt. Mehr dürfen wir nicht, mehr interessiert aber auch gar nicht", erklärt Frank Scheulen von Landeskriminalamt NRW. ,,Wir können so nahezu zweifelsfrei, zu 99,99 Prozent nachweisen, zu wem welche DNA gehört. Und diese dann natürlich miteinander vergleichen", so Scheulen.
Die Beamten dürfen aber nicht anhand der DNA erforschen, wie ein Gesuchter aussieht, wie groß er ist, welche Haarfarbe oder welche Krankheiten er hat.
Der DNA-Abgleich: Die Unbekannte hat an mehr als 20 Tatorten ihre Gene hinterlassen. Für die Beamten war es ein Leichtes, die Spur der mutmaßlichen Polizisten-Mörderin nachzuzeichnen. Sie jagten die Analyse-Ergebnisse der acht DNA-Punkte vom Streifenwagen durch den Computer. Der vergleicht sie in Sekundenschnelle mit denen, die bereits gespeichert waren. Treffermeldung: Sie sind identisch.
Die DNA-Datei (DAD): Die DAD ist eine bundesweite Datei mit Gen-Informationen über Personen und Tatorte. Zugreifen können das Bundeskriminalamt (BKA), die einzelnen Landeskriminalämter und andere EU-Staaten. Die Ermittler kamen so der Frau auf die Spur, die scheinbar Verbrechen in Deutschland, Österreich und Frankreich auf dem Kerbholz hat. Erfasst sind in der Datei über 570 000 Datensätze.
Die DNA-Spur der Mörderin
18.06.2007
Polizei-Beamtin war nicht ihr erstes Opfer
Von MARCUS BÖTTCHER
Heilbronn - Sie ist skrupellos. Eiskalt. Und brutal. Diese Frau ist ein Phantom. Die Polizei weiß nicht, wie sie aussieht. Oder wie sie heißt. Aber die Fahnder haben ihre DNA. Seit 14 Jahren mordet und raubt sich eine Serienkillerin durch Europa. Ihr letztes Opfer: die Polizistin Michelle Kiesewetter (22).
Nachdem die Polizei vorgestern erste Ermittlungserfolge präsentierte (Sonntags-EXPRESS berichete), tauchen nun immer neue Spuren der unheimlichen Killerin auf. Der Code, der sie verrät: ihre eigene DNA. An über 20 Tatorten in Deutschland, Österreich und Frankreich fanden Beamte die Gene der mutmaßlichen dreifachen Mörderin. Von der Eifel über Hessen bis ins Inntal nach Österreich.
Morde, Autodiebstähle, Raubüberfälle, Einbrüche - die Liste der Verbrechen der offenbar Drogenabhängigen wird immer länger.
,,Eins ist auffallend: Es wurde immer alles gestohlen, was irgendwie vermarktbar ist", so der Leiter des oberösterreichischen Landeskriminalamts, Rudolf Keplinger. Das, und der Fund einer benutzten Heroin-Einwegspritze mit der DNA der Gesuchten (bei Gerolstein/Eifel) - alles deutet auf die Drogenszene hin.
Die beiden in Österreich inhaftierten Komplizen der Killerin schweigen weiter. Der Serbe (sitzt seit einem Jahr im Knast) und der Pole (seit eineinhalb Jahren) sind laut Keplinger ,,absolut unkooperativ". Ihr Erbgut war mit der DNA der gesuchten Frau an einigen Tatorten gefunden wurden.
Drogencocktail
Im Oktober 2001 wird auf einem Parkplatz in Gerolstein/Eifel eine Spritze mit einem Heroingemisch gefunden - mit der DNA der Killerin.
Mord an Rentnerin
Das erste Opfer der Serienmörderin. Mit einem Blumenbindedraht soll sie die Rentnerin Lieselotte Sch. erdrosselt haben. Die 62-Jährige aus Idar-Oberstein stirbt am 26. Mai 1993 zwischen 15 und 21 Uhr. Nach diesem Raubmord wurde die DNA der heute Gesuchten zum ersten Mal sichergestellt.
Büro-Einbruch
Die Killerin steigt durchs Fenster in ein Dietzenbacher (bei Offenbach) Bürogebäude ein. Bei dem Einbruch findet sie aber nur Kleingeld.
Keksreste
Ein Wohnwagen und eine Gartenhütte werden in Mainz-Budenheim geknackt. Die Polizei findet an Keksresten ihre DNA.
Mordversuch?
Auch im rheinland-pfälzischen Worms soll die Unbekannte versucht haben, einen Mann hinterhältig zu erdrosseln.
Autoklau und Mord
In Heilbronn ist die Killerin keine Unbekannte. Am 25.12.2003 klaut sie ein Auto, welches erst im Februar 2004 wieder auftaucht. Ihre DNA fand die Polizei am Tankdeckel. Und dann der Mord an der Polizistin: Sie soll am 25. April diesen Jahres am hellichten Tag die Beamte Michelle Kiesewetter erschossen haben, verletzte ihren Kollegen Martin Arnold schwer.
Schädel zertrümmert
Am 26. März 2001 wird in Freiburg dem 61-jährigen Josef W. erst den Schädel zertrümmert, dann wird derden Frührentner erdrosselt. Das Erbgut der gesuchten Frau wird gefunden. Im März 2004 das nächste Verbrechen im Badischen: Mit einer Flex knackt sie in Verwaltungsräumen einen Geldschrank.
Tatorte in Österreich
In Österreich gibt es (noch) keine Toten - dafür jede Menge Delikte. Entlang der Inntalstrecke hat die Gesuchte 12 Mal zugeschlagen. In Steinach/Brenner brach sie mit den bereits inhaftierten Komplizen in fünf Gartenhäuser ein, klaute Essen und Klamotten. In Hall/Tirol knackten sie vier Lauben. Im Oktober durchwühlte die Bande in Wörgl Schrebergärten. Im 50 Kilometer entfernten Innsbruck ließen sie eine Gitarre mitgehen. Und in Linz in Oberösterreich fand man ihre DNA nach einem Einbruch in ein Büro.
Polizei-Beamtin war nicht ihr erstes Opfer
Von MARCUS BÖTTCHER
Heilbronn - Sie ist skrupellos. Eiskalt. Und brutal. Diese Frau ist ein Phantom. Die Polizei weiß nicht, wie sie aussieht. Oder wie sie heißt. Aber die Fahnder haben ihre DNA. Seit 14 Jahren mordet und raubt sich eine Serienkillerin durch Europa. Ihr letztes Opfer: die Polizistin Michelle Kiesewetter (22).
Nachdem die Polizei vorgestern erste Ermittlungserfolge präsentierte (Sonntags-EXPRESS berichete), tauchen nun immer neue Spuren der unheimlichen Killerin auf. Der Code, der sie verrät: ihre eigene DNA. An über 20 Tatorten in Deutschland, Österreich und Frankreich fanden Beamte die Gene der mutmaßlichen dreifachen Mörderin. Von der Eifel über Hessen bis ins Inntal nach Österreich.
Morde, Autodiebstähle, Raubüberfälle, Einbrüche - die Liste der Verbrechen der offenbar Drogenabhängigen wird immer länger.
,,Eins ist auffallend: Es wurde immer alles gestohlen, was irgendwie vermarktbar ist", so der Leiter des oberösterreichischen Landeskriminalamts, Rudolf Keplinger. Das, und der Fund einer benutzten Heroin-Einwegspritze mit der DNA der Gesuchten (bei Gerolstein/Eifel) - alles deutet auf die Drogenszene hin.
Die beiden in Österreich inhaftierten Komplizen der Killerin schweigen weiter. Der Serbe (sitzt seit einem Jahr im Knast) und der Pole (seit eineinhalb Jahren) sind laut Keplinger ,,absolut unkooperativ". Ihr Erbgut war mit der DNA der gesuchten Frau an einigen Tatorten gefunden wurden.
Drogencocktail
Im Oktober 2001 wird auf einem Parkplatz in Gerolstein/Eifel eine Spritze mit einem Heroingemisch gefunden - mit der DNA der Killerin.
Mord an Rentnerin
Das erste Opfer der Serienmörderin. Mit einem Blumenbindedraht soll sie die Rentnerin Lieselotte Sch. erdrosselt haben. Die 62-Jährige aus Idar-Oberstein stirbt am 26. Mai 1993 zwischen 15 und 21 Uhr. Nach diesem Raubmord wurde die DNA der heute Gesuchten zum ersten Mal sichergestellt.
Büro-Einbruch
Die Killerin steigt durchs Fenster in ein Dietzenbacher (bei Offenbach) Bürogebäude ein. Bei dem Einbruch findet sie aber nur Kleingeld.
Keksreste
Ein Wohnwagen und eine Gartenhütte werden in Mainz-Budenheim geknackt. Die Polizei findet an Keksresten ihre DNA.
Mordversuch?
Auch im rheinland-pfälzischen Worms soll die Unbekannte versucht haben, einen Mann hinterhältig zu erdrosseln.
Autoklau und Mord
In Heilbronn ist die Killerin keine Unbekannte. Am 25.12.2003 klaut sie ein Auto, welches erst im Februar 2004 wieder auftaucht. Ihre DNA fand die Polizei am Tankdeckel. Und dann der Mord an der Polizistin: Sie soll am 25. April diesen Jahres am hellichten Tag die Beamte Michelle Kiesewetter erschossen haben, verletzte ihren Kollegen Martin Arnold schwer.
Schädel zertrümmert
Am 26. März 2001 wird in Freiburg dem 61-jährigen Josef W. erst den Schädel zertrümmert, dann wird derden Frührentner erdrosselt. Das Erbgut der gesuchten Frau wird gefunden. Im März 2004 das nächste Verbrechen im Badischen: Mit einer Flex knackt sie in Verwaltungsräumen einen Geldschrank.
Tatorte in Österreich
In Österreich gibt es (noch) keine Toten - dafür jede Menge Delikte. Entlang der Inntalstrecke hat die Gesuchte 12 Mal zugeschlagen. In Steinach/Brenner brach sie mit den bereits inhaftierten Komplizen in fünf Gartenhäuser ein, klaute Essen und Klamotten. In Hall/Tirol knackten sie vier Lauben. Im Oktober durchwühlte die Bande in Wörgl Schrebergärten. Im 50 Kilometer entfernten Innsbruck ließen sie eine Gitarre mitgehen. Und in Linz in Oberösterreich fand man ihre DNA nach einem Einbruch in ein Büro.
Schnäppchen-Segen für Spontan-Urlauber
16.06.2007
Last-Minute-Urlaube boomen. Noch nie gab es so viele Billigangebote wie jetzt
Von M.BÖTTCHER, N. BECKER und J. DOPPKE
Sommer, Sonne, Strand und Meer. Und das zum absoluten Schnäppchen-Preis. Noch nie gab es so viele, so billige Last-Minute-Reisen wie jetzt. Wer jetzt wegwill, wird zum Spar-König. Das Beste: Die Niedrig-Preise bleiben uns bis zum Herbst erhalten.
Mit dem Koffer zum Flughafen, Urlaub buchen - und abheben. Last-Minute-Reisen: Renner für Kurzentschlossene und sogar bei zusätzlichen Kurzreisen.
Die Frühbucher-Aktionen am Jahresanfang schlugen kaum ein. Deshalb stürmen die Sonnenanbeter jetzt die Reisebüros. Mit Erfolg: ,,So aggressive Angebote gab es noch nie. Viele Leute sagen, dass gibt´s doch nicht, das muss ein Witz sein", erklärt Rainer Stadtkowitz vom Cologne Travel Center. Sein Beispiel eines Spitzenangebots: Eine Woche Malta inklusive Flug für 134 Euro - das ist kein Tippfehler!
Auch am Düsseldorfer Flughafen unterbieten sich die Veranstalter gegenseitig. ,,Wer morgens mit seinen Koffern zu uns kommt, der kann am Nachmittag für kleines Geld schon im Flieger gen Süden sitzen", erklärt Burkhard Frielingsdorf, Airport & Touristik. Eine Woche türkische Riviera mit Flug, Hotel und Halbpension: schlappe 232 Euro. Atlas-Reisen bietet Goldstrand in Bulgarien: Samstag bis Dienstag für 99 Euro im Drei-Sterne-Hotel. Wer den Jahresurlaub eigentlich im Herbst gebucht hat, kann bei solchen Preisen im Sommer gleich nochmal schwach werden.
Den meisten ist es egal, wohin sie reisen - Hauptsache Strand, Sonne, Meer. Und billig muss es sein. Jede zehnte Reise wird in dieser Saison Last-Minute gebucht. Tendenz steigend. Sogar hochwertige Urlaubsziele sind erschwinglich. Das Angebot bei ProTours am Kölner Flughafen: ,,Zehn Tage in einem viereinhalb-Sterne-Hotel auf Ibiza gibt es für 671 Euro. Normal sind 1079 Euro", rechnet Geschäftsführer Thomas Böckel vor.
Klar gibt es auch Schnäppchenjäger-Probleme. Ein Beispiel gibt Thomas Schäfer, Deutscher Reiseverband: ,,Der Urlauber muss damit rechnen, nicht vom Wunschflughafen loszufliegen." Wenn es weiter nichts ist: Schönen Urlaub!
Last-Minute-Urlaube boomen. Noch nie gab es so viele Billigangebote wie jetzt
Von M.BÖTTCHER, N. BECKER und J. DOPPKE
Sommer, Sonne, Strand und Meer. Und das zum absoluten Schnäppchen-Preis. Noch nie gab es so viele, so billige Last-Minute-Reisen wie jetzt. Wer jetzt wegwill, wird zum Spar-König. Das Beste: Die Niedrig-Preise bleiben uns bis zum Herbst erhalten.
Mit dem Koffer zum Flughafen, Urlaub buchen - und abheben. Last-Minute-Reisen: Renner für Kurzentschlossene und sogar bei zusätzlichen Kurzreisen.
Die Frühbucher-Aktionen am Jahresanfang schlugen kaum ein. Deshalb stürmen die Sonnenanbeter jetzt die Reisebüros. Mit Erfolg: ,,So aggressive Angebote gab es noch nie. Viele Leute sagen, dass gibt´s doch nicht, das muss ein Witz sein", erklärt Rainer Stadtkowitz vom Cologne Travel Center. Sein Beispiel eines Spitzenangebots: Eine Woche Malta inklusive Flug für 134 Euro - das ist kein Tippfehler!
Auch am Düsseldorfer Flughafen unterbieten sich die Veranstalter gegenseitig. ,,Wer morgens mit seinen Koffern zu uns kommt, der kann am Nachmittag für kleines Geld schon im Flieger gen Süden sitzen", erklärt Burkhard Frielingsdorf, Airport & Touristik. Eine Woche türkische Riviera mit Flug, Hotel und Halbpension: schlappe 232 Euro. Atlas-Reisen bietet Goldstrand in Bulgarien: Samstag bis Dienstag für 99 Euro im Drei-Sterne-Hotel. Wer den Jahresurlaub eigentlich im Herbst gebucht hat, kann bei solchen Preisen im Sommer gleich nochmal schwach werden.
Den meisten ist es egal, wohin sie reisen - Hauptsache Strand, Sonne, Meer. Und billig muss es sein. Jede zehnte Reise wird in dieser Saison Last-Minute gebucht. Tendenz steigend. Sogar hochwertige Urlaubsziele sind erschwinglich. Das Angebot bei ProTours am Kölner Flughafen: ,,Zehn Tage in einem viereinhalb-Sterne-Hotel auf Ibiza gibt es für 671 Euro. Normal sind 1079 Euro", rechnet Geschäftsführer Thomas Böckel vor.
Klar gibt es auch Schnäppchenjäger-Probleme. Ein Beispiel gibt Thomas Schäfer, Deutscher Reiseverband: ,,Der Urlauber muss damit rechnen, nicht vom Wunschflughafen loszufliegen." Wenn es weiter nichts ist: Schönen Urlaub!
Gesund oder nicht?
15.06.2007
Ein Glas Wein am Tag
Von S. NEUMANN, H. W. JÜRGENSONN und M. BÖTTCHER
,,Ich habe keine Probleme mit dem Alkohol - nur ohne." Lustiger Spruch, denn Alkohol ist in unserer Gesellschaft ja völlig normal. Schließlich greift fast jeder mal zu Glas oder Flasche. Jetzt soll die bundesweite ,,Aktionswoche Alkohol" über Gefahren aufklären.
Nach geschaffter Arbeit ein kühles Feierabend-Bier. Auf der Couch einen guten Wein. Einen Schnaps nach dem Mittagessen. Und wer geht nicht gern mal feiern und trinkt in Party-Laune einen über den Durst? Abstinenz? Eher die Ausnahme.
Schließlich bestätigen sogar Wissenschaftler: Im Bier enthaltene Stoffe hemmen Krebstumore, Wein hat eine anregende und problemlindernde Wirkung auf Magen-Darm-Trakt und Kreislauf. Dass das Maß beim Trinken entscheidend ist, wird von vielen leichtfertrig in den Wind geschlagen.
Aber: Die Alltagsdroge Alkohol wird dramatisch unterschätzt! Jeder Deutsche ab 15 Jahre trinkt im Jahr rund 145,8 Liter alkoholische Getränke. Das sind pro Kopf 10,3 Liter reiner Alkohol! ,,Das ist zu viel. Wir haben das Problem, dass viele Menschen zu viel Alkohol trinken", so die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing.
Rolf Hüllinghorst, Geschäftsführer der Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) erklärt, ab welcher Menge es gefährlich wird: ,,Die risikoarme Dosis von Männern liegt bei 20 bis 24 Gramm reinem Alkohol pro Tag." Also einem halben Liter Bier, einem Viertel Glas Wein oder einem kleinen Schnaps. Frauen müssen sich noch mehr zurückhalten. Für sie sind zehn bis 12 Gramm gerade noch gesund.
Viele schaffen das nicht: Jedes Jahr sterben 74 000 Deutsche an alkoholbedingten Krankheiten. 1,7 Millionen gelten als alkoholkrank. Mehr als sechs Millionen trinken riskant viel. Die Folge: Körperliche Schäden (Leber, Bauchspeicheldrüse usw.) und soziale Probleme (Führerscheinverlust, Eheprobleme, Verlust des Arbeitsplatzes usw.).
Nicht nur für den Einzelnen sind die Folgen verheerend. Der volkswirtschaftliche Schaden durch Arbeitsausfälle, Unfälle und Produktionsschäden beträgt satte 22 Milliarden Euro.
Ein Glas Wein am Tag
Von S. NEUMANN, H. W. JÜRGENSONN und M. BÖTTCHER
,,Ich habe keine Probleme mit dem Alkohol - nur ohne." Lustiger Spruch, denn Alkohol ist in unserer Gesellschaft ja völlig normal. Schließlich greift fast jeder mal zu Glas oder Flasche. Jetzt soll die bundesweite ,,Aktionswoche Alkohol" über Gefahren aufklären.
Nach geschaffter Arbeit ein kühles Feierabend-Bier. Auf der Couch einen guten Wein. Einen Schnaps nach dem Mittagessen. Und wer geht nicht gern mal feiern und trinkt in Party-Laune einen über den Durst? Abstinenz? Eher die Ausnahme.
Schließlich bestätigen sogar Wissenschaftler: Im Bier enthaltene Stoffe hemmen Krebstumore, Wein hat eine anregende und problemlindernde Wirkung auf Magen-Darm-Trakt und Kreislauf. Dass das Maß beim Trinken entscheidend ist, wird von vielen leichtfertrig in den Wind geschlagen.
Aber: Die Alltagsdroge Alkohol wird dramatisch unterschätzt! Jeder Deutsche ab 15 Jahre trinkt im Jahr rund 145,8 Liter alkoholische Getränke. Das sind pro Kopf 10,3 Liter reiner Alkohol! ,,Das ist zu viel. Wir haben das Problem, dass viele Menschen zu viel Alkohol trinken", so die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing.
Rolf Hüllinghorst, Geschäftsführer der Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) erklärt, ab welcher Menge es gefährlich wird: ,,Die risikoarme Dosis von Männern liegt bei 20 bis 24 Gramm reinem Alkohol pro Tag." Also einem halben Liter Bier, einem Viertel Glas Wein oder einem kleinen Schnaps. Frauen müssen sich noch mehr zurückhalten. Für sie sind zehn bis 12 Gramm gerade noch gesund.
Viele schaffen das nicht: Jedes Jahr sterben 74 000 Deutsche an alkoholbedingten Krankheiten. 1,7 Millionen gelten als alkoholkrank. Mehr als sechs Millionen trinken riskant viel. Die Folge: Körperliche Schäden (Leber, Bauchspeicheldrüse usw.) und soziale Probleme (Führerscheinverlust, Eheprobleme, Verlust des Arbeitsplatzes usw.).
Nicht nur für den Einzelnen sind die Folgen verheerend. Der volkswirtschaftliche Schaden durch Arbeitsausfälle, Unfälle und Produktionsschäden beträgt satte 22 Milliarden Euro.
Über Politiker gelästert: Job weg
14.06.2007
Folgenschwerer Auftritt bei Günther Jauch
Von MARCUS BÖTTCHER und THOMAS GOLDAU
Köln/Berlin -Sein Gewinn von 8000 Euro ist da sicher nur ein schwacher Trost: Konrad Göckel (55), Chauffeur aus Berlin, zog als Kandidat in ,,Wer wird Millionär?" (RTL) über Politiker her: ,,Je höher Politiker steigen, desto arroganter werden sie." Jetzt ist er seinen Bundestags-Job los.
Der folgenschwere Satz fiel, als Showmaster Günther Jauch fragte, wie die Politiker so seien, die Göckel fährt.
Gestern gab es Konsequenzen. ,,Wir haben heute erfahren, dass der Mann von seiner Firma, die in unserem Auftrag fährt, nicht mehr eingesetzt wird", so Christian Hoose, Sprecher der Bundestagsverwaltung, zum EXPRESS. Darüber, ob der Mann von seinem Arbeitgeber, der Firma RocVin Dienste GmbH, gefeuert worden sei, wisse er nichts. Der Bundestag jedenfalls habe darum nicht gebeten.
,,Aber der Fahrer hat uns gebeten, nach seiner Aussage in der Show aus der Schusslinie genommen zu werden", so RocVin-Geschäftsführer Manfred Reuter zum EXPRESS. Gekündigt worden sei ihm nicht: ,,Wir haben uns in beiderseitigem Einvernehmen geeinigt. Und über diese Einigung bewahren wir Stillschweigen.
Enttäuschung auch für Jauch-Kandidatin Katharina Frank aus Offenbach. Sie hatte nach ihrem Scheitern an der 500 000-Euro-Frage im vergangenen Oktober auf eine zweite Chance gehofft, weil die Antwort auf eine Frage zu Grimms Märchen teilweise richtig war. Das bestätigte auch ein Experte. Der Sender lehnte ab.
Folgenschwerer Auftritt bei Günther Jauch
Von MARCUS BÖTTCHER und THOMAS GOLDAU
Köln/Berlin -Sein Gewinn von 8000 Euro ist da sicher nur ein schwacher Trost: Konrad Göckel (55), Chauffeur aus Berlin, zog als Kandidat in ,,Wer wird Millionär?" (RTL) über Politiker her: ,,Je höher Politiker steigen, desto arroganter werden sie." Jetzt ist er seinen Bundestags-Job los.
Der folgenschwere Satz fiel, als Showmaster Günther Jauch fragte, wie die Politiker so seien, die Göckel fährt.
Gestern gab es Konsequenzen. ,,Wir haben heute erfahren, dass der Mann von seiner Firma, die in unserem Auftrag fährt, nicht mehr eingesetzt wird", so Christian Hoose, Sprecher der Bundestagsverwaltung, zum EXPRESS. Darüber, ob der Mann von seinem Arbeitgeber, der Firma RocVin Dienste GmbH, gefeuert worden sei, wisse er nichts. Der Bundestag jedenfalls habe darum nicht gebeten.
,,Aber der Fahrer hat uns gebeten, nach seiner Aussage in der Show aus der Schusslinie genommen zu werden", so RocVin-Geschäftsführer Manfred Reuter zum EXPRESS. Gekündigt worden sei ihm nicht: ,,Wir haben uns in beiderseitigem Einvernehmen geeinigt. Und über diese Einigung bewahren wir Stillschweigen.
Enttäuschung auch für Jauch-Kandidatin Katharina Frank aus Offenbach. Sie hatte nach ihrem Scheitern an der 500 000-Euro-Frage im vergangenen Oktober auf eine zweite Chance gehofft, weil die Antwort auf eine Frage zu Grimms Märchen teilweise richtig war. Das bestätigte auch ein Experte. Der Sender lehnte ab.
Nur der Name bleibt originell
13.06.2007
Von MARCUS BÖTTCHER
Süß, schick, originell - alles gute Eigenschaften des alten Renault Twingo. So begeisterte er fast 15 Jahre Millionen Autofahrer, vor allem Frauen.
Jetzt kommt im September die neue Version. Den will Renault zum echten Männerauto machen. Weg sind die charmanten Kulleraugen, die Kotflügel breit wie nie, das Heck straff abfallend (in einigen Varianten sogar mit Spoilerchen) - der neue Twingo präsentiert sich burschikos statt damenhaft.
Das zeigt auch seine Größe: der Kleine ist um satte 20 Zentimeter gewachsen, misst jetzt 3,60 Meter. Die Rücksitze (auch als zwei Einzelsitze erhältlich) lassen sich um 23 Zentimeter verschieben. Praktisch: Mit umgeklapptem Beifahrersitz passen so Gegenstände bis zu zwei Meter Länge in den, wohlgemerkt, Kleinwagen.
Platz ist also im Franzosen-Flitzer genug. Auch die großzügigen Ablagen (extra fürs Schminkköfferchen), Bluetooth- und MP3-Schnittstellen und die neue ,,Grasmatte" (bewahrt Handys und anderen Kleinkram vorm Fliegen durchs Cockpit) sind nette Spielereien.
Kraft zieht der Franzosen-Flitzer erstmals auch aus einem Dieselmotor (64 PS). Der schluckt magere 4,3 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer, spuckt nur 113 Gramm CO2 wieder aus. Ein Manko gibt´s doch: Den Partikelfilter sucht man beim Diesel vergeblich.
Dafür stimmt der Preis. Die günstigste Variante kostet 9250 Euro. Billig, dafür ist an Extras aber auch wirklich gar nichts drin.
Für Klimaanlage, Regensensoren, elektrische Seitenspiegel usw. muss kräftig Aufpreis investiert werden. Auch in die Sicherheit: Nur zwei Airbags sind Serie, wer ESP vermisst, muss das mindestens bis 2008.
Fazit: Der Neue will weg vom Frauenauto-Image. Schick und süß ist er deswegen nicht, erst auf den zweiten Blick ein Twingo. Dafür ein günstig-geräumiger Kleinwagen. Der leider erst gegen Aufpreis seine wahren Stärken zeigt.
Von MARCUS BÖTTCHER
Süß, schick, originell - alles gute Eigenschaften des alten Renault Twingo. So begeisterte er fast 15 Jahre Millionen Autofahrer, vor allem Frauen.
Jetzt kommt im September die neue Version. Den will Renault zum echten Männerauto machen. Weg sind die charmanten Kulleraugen, die Kotflügel breit wie nie, das Heck straff abfallend (in einigen Varianten sogar mit Spoilerchen) - der neue Twingo präsentiert sich burschikos statt damenhaft.
Das zeigt auch seine Größe: der Kleine ist um satte 20 Zentimeter gewachsen, misst jetzt 3,60 Meter. Die Rücksitze (auch als zwei Einzelsitze erhältlich) lassen sich um 23 Zentimeter verschieben. Praktisch: Mit umgeklapptem Beifahrersitz passen so Gegenstände bis zu zwei Meter Länge in den, wohlgemerkt, Kleinwagen.
Platz ist also im Franzosen-Flitzer genug. Auch die großzügigen Ablagen (extra fürs Schminkköfferchen), Bluetooth- und MP3-Schnittstellen und die neue ,,Grasmatte" (bewahrt Handys und anderen Kleinkram vorm Fliegen durchs Cockpit) sind nette Spielereien.
Kraft zieht der Franzosen-Flitzer erstmals auch aus einem Dieselmotor (64 PS). Der schluckt magere 4,3 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer, spuckt nur 113 Gramm CO2 wieder aus. Ein Manko gibt´s doch: Den Partikelfilter sucht man beim Diesel vergeblich.
Dafür stimmt der Preis. Die günstigste Variante kostet 9250 Euro. Billig, dafür ist an Extras aber auch wirklich gar nichts drin.
Für Klimaanlage, Regensensoren, elektrische Seitenspiegel usw. muss kräftig Aufpreis investiert werden. Auch in die Sicherheit: Nur zwei Airbags sind Serie, wer ESP vermisst, muss das mindestens bis 2008.
Fazit: Der Neue will weg vom Frauenauto-Image. Schick und süß ist er deswegen nicht, erst auf den zweiten Blick ein Twingo. Dafür ein günstig-geräumiger Kleinwagen. Der leider erst gegen Aufpreis seine wahren Stärken zeigt.
Code Red: Wir sind der Sommer-Virus aus Bonn
08.06.2007
Von MARCUS BÖTTCHER
Bonn - Beide sind verdammt sexy, sehen gut aus und ihre Musik geht in Ohr und Tanzbein. Mauro Heller und Maria Baimler alias Code Red sind die perfekte Mischung für den Party-Sommerhit des Jahres. Im EXPRESS verkünden sie selbstbewusst: ,,Das wird unser Sommer."
Dass die beiden heute zusammen auf der Bühne stehen, ist Mauros Musikgeschmack zu verdanken. ,,Ich habe einen Kumpel in Hannover besucht, abends waren wir auf einer Veranstaltung", erzählt der 23-Jährige Surfer-Typ, ,,da habe ich Maria singen gehört und sofort gewusst: Die musst du kennenlernen, ihre Stimme war und ist fantastisch."
Auch Maria (23) war von der Idee gemeinsamer Musik begeistert, das Duo ,,Code Red" entstand. Ihr Name entstand nach dem gleichnamigen Computer-Virus. Der ging rasant schnell um die Welt - und Mauro hat ähnliche Pläne: ,,Das wird unser Sommer - ein Sommer mit Code Red."
Wie man Erfolg hat, können sich die zwei bei der Boygroup Part Six abgucken. Und zwar hautnah. Denn Code Red wohnen zusammen mit den vier Jungs in einer Villa in der Nähe von Bonn. ,,Das ist super, wir sind wie Freunde. Am schönsten ist immer das Frühstück in unserer gemeinsamen Küche", schwärmt die bildhübsche Maria (23).
Bei soviel Sex-Appeal schießen auch die Gerüchte in die Höhe, dass hinter dem Duo mehr steckt als die Musik. Doch beide wiegeln energisch ab: ,,Nee, nee. Wir sind nicht zusammen. Alles rein auf musikalischer Basis."
Für Partner haben Mauro und Maria im Moment eh keine Zeit, ein Termin jagt den nächsten. Bis zur Veröffentlichung ihrer ersten Single ,,Senor Pomedor" am 15. Juni - ab dann will ,,Code Red" rasant wie ein Computervirus die Welt erobern.
Von MARCUS BÖTTCHER
Bonn - Beide sind verdammt sexy, sehen gut aus und ihre Musik geht in Ohr und Tanzbein. Mauro Heller und Maria Baimler alias Code Red sind die perfekte Mischung für den Party-Sommerhit des Jahres. Im EXPRESS verkünden sie selbstbewusst: ,,Das wird unser Sommer."
Dass die beiden heute zusammen auf der Bühne stehen, ist Mauros Musikgeschmack zu verdanken. ,,Ich habe einen Kumpel in Hannover besucht, abends waren wir auf einer Veranstaltung", erzählt der 23-Jährige Surfer-Typ, ,,da habe ich Maria singen gehört und sofort gewusst: Die musst du kennenlernen, ihre Stimme war und ist fantastisch."
Auch Maria (23) war von der Idee gemeinsamer Musik begeistert, das Duo ,,Code Red" entstand. Ihr Name entstand nach dem gleichnamigen Computer-Virus. Der ging rasant schnell um die Welt - und Mauro hat ähnliche Pläne: ,,Das wird unser Sommer - ein Sommer mit Code Red."
Wie man Erfolg hat, können sich die zwei bei der Boygroup Part Six abgucken. Und zwar hautnah. Denn Code Red wohnen zusammen mit den vier Jungs in einer Villa in der Nähe von Bonn. ,,Das ist super, wir sind wie Freunde. Am schönsten ist immer das Frühstück in unserer gemeinsamen Küche", schwärmt die bildhübsche Maria (23).
Bei soviel Sex-Appeal schießen auch die Gerüchte in die Höhe, dass hinter dem Duo mehr steckt als die Musik. Doch beide wiegeln energisch ab: ,,Nee, nee. Wir sind nicht zusammen. Alles rein auf musikalischer Basis."
Für Partner haben Mauro und Maria im Moment eh keine Zeit, ein Termin jagt den nächsten. Bis zur Veröffentlichung ihrer ersten Single ,,Senor Pomedor" am 15. Juni - ab dann will ,,Code Red" rasant wie ein Computervirus die Welt erobern.
So schützen Sie sich gegen Spam-Mails
08.06.2007
Von MARCUS BÖTTCHER
Viagra-Sonderangebote, angebliche Nachrichten vom Anwalt, gefälschte Bank-Rechnungen. Nahezu pausenlos werden die E-Mail-Postfächer mit nervigen Spam-Mails bombardiert. Rund 70 Milliarden schwirren täglich durchs Netz! EXPRESS fragte bei Ralf Benzmüller, Leiter der Forschungsabteilung Sicherheit beim Software-Unternehmen G-Data nach, wie man sich vor Spams schützen kann.
l Genau überlegen, wo im Internet man seine Mail-Adresse hinterlässt. Am besten nirgendwo im Internet veröffentlichen, erst recht nicht in Foren oder Online-Glücksspielen. Diese Plattformen sind meistens nur Datensaugmaschinen, die Adressen werden dann an Spammer verkauft.
l Wegwerf-Adressen anlegen. Meldet man sich irgendwo in einem Forum oder Ähnlichem an, sollte man Einmal-Adressen verwenden. Im Forum anmelden und die Adresse danach nie mehr verwenden.
l Ganz wichtig: Das Betriebssystem und den Internet-Browser immer auf dem aktuellsten Stand halten. Automatische Updates aktivieren und immer herunterladen. Sonst öffnet man ein großes Einfallstor für Schädlinge.
l Auch Internetsoftware wie Chat-, Video- oder Musikprogramme immer wieder aktualisieren, damit der Rechner den größtmöglichen Widerstand leisten kann.
l Den Posteingang mit einem einstellbarem Spamschutz überwachen. Jeder Anwender sollte zudem eine ,,schwarze Liste" führen - wiederkehrende Spam werden so zusätzlich geblockt, genauso wie Texte mit pornografischen oder unsinnigen Inhalten.
l Auf keinen Fall auf Spam-Mails antworten. Damit gerät man nur noch mehr ins Visier der Spammer, und man erhält noch mehr unerwünschten Werbemüll.
l Angebote, die zu schön sind, um wahr zu sein - wie z. B. die Rolex für 100.- Euro - sind fast immer nur gefährliche Köder. Besser gleich die Mail löschen. Hinter den Angeboten stecken meist Betrüger.
l Dateianhänge auf keinen Fall öffnen und Links von derartigen Mails nicht anklicken - sonst können Trojaner oder Viren installiert werden!
l Auf keinen Fall ohne leistungsfähige Firewall ins Internet gehen. Es dauert im Durchschnitt 39 Sekunden, bis der eigene PC mit Viren, Trojanern oder anderen Schadprogrammen infiziert ist.
l Den Virenschutz immer auf dem neuesten Stand halten. Hier sollte der Anwender auf ein Programm setzen, das die Sicherheitssoftware stündlich aktualisiert.
l Damit man nicht Teil der Spamversendemafia wird, sollte man den Rechner wöchentlich auf Schadprogramme prüfen. Mit einer Boot-CD findet man auch versteckte Schädlinge.
l Offensichtliche Spam-Mails generell ungelesen löschen!
Sicherheits-Experte Ralf Benzmüller gibt den EXPRESS-Lesern Tipps.
Unerwünschte Werbeflut aus dem PC: Spam-Mails sind zur modernen Plage geworden. Bild: Archiv
30 Sicherheitspakete zu gewinnen
Die ,,Internet-Security" der Firma G Data bietet zuverlässigen Rundumschutz für den Computer und wurde im Februar Testsieger bei der Stiftung Warentest. Der EXPRESS verlost 30 Programme unter allen Anrufern, die diese Frage - heute, bis 24 Uhr - richtig beantworten:
Wie lange dauert es im Durchschnitt, bis sich ein PC ohne Firewall im Internet mit Viren oder Trojaner infiziert?
Von MARCUS BÖTTCHER
Viagra-Sonderangebote, angebliche Nachrichten vom Anwalt, gefälschte Bank-Rechnungen. Nahezu pausenlos werden die E-Mail-Postfächer mit nervigen Spam-Mails bombardiert. Rund 70 Milliarden schwirren täglich durchs Netz! EXPRESS fragte bei Ralf Benzmüller, Leiter der Forschungsabteilung Sicherheit beim Software-Unternehmen G-Data nach, wie man sich vor Spams schützen kann.
l Genau überlegen, wo im Internet man seine Mail-Adresse hinterlässt. Am besten nirgendwo im Internet veröffentlichen, erst recht nicht in Foren oder Online-Glücksspielen. Diese Plattformen sind meistens nur Datensaugmaschinen, die Adressen werden dann an Spammer verkauft.
l Wegwerf-Adressen anlegen. Meldet man sich irgendwo in einem Forum oder Ähnlichem an, sollte man Einmal-Adressen verwenden. Im Forum anmelden und die Adresse danach nie mehr verwenden.
l Ganz wichtig: Das Betriebssystem und den Internet-Browser immer auf dem aktuellsten Stand halten. Automatische Updates aktivieren und immer herunterladen. Sonst öffnet man ein großes Einfallstor für Schädlinge.
l Auch Internetsoftware wie Chat-, Video- oder Musikprogramme immer wieder aktualisieren, damit der Rechner den größtmöglichen Widerstand leisten kann.
l Den Posteingang mit einem einstellbarem Spamschutz überwachen. Jeder Anwender sollte zudem eine ,,schwarze Liste" führen - wiederkehrende Spam werden so zusätzlich geblockt, genauso wie Texte mit pornografischen oder unsinnigen Inhalten.
l Auf keinen Fall auf Spam-Mails antworten. Damit gerät man nur noch mehr ins Visier der Spammer, und man erhält noch mehr unerwünschten Werbemüll.
l Angebote, die zu schön sind, um wahr zu sein - wie z. B. die Rolex für 100.- Euro - sind fast immer nur gefährliche Köder. Besser gleich die Mail löschen. Hinter den Angeboten stecken meist Betrüger.
l Dateianhänge auf keinen Fall öffnen und Links von derartigen Mails nicht anklicken - sonst können Trojaner oder Viren installiert werden!
l Auf keinen Fall ohne leistungsfähige Firewall ins Internet gehen. Es dauert im Durchschnitt 39 Sekunden, bis der eigene PC mit Viren, Trojanern oder anderen Schadprogrammen infiziert ist.
l Den Virenschutz immer auf dem neuesten Stand halten. Hier sollte der Anwender auf ein Programm setzen, das die Sicherheitssoftware stündlich aktualisiert.
l Damit man nicht Teil der Spamversendemafia wird, sollte man den Rechner wöchentlich auf Schadprogramme prüfen. Mit einer Boot-CD findet man auch versteckte Schädlinge.
l Offensichtliche Spam-Mails generell ungelesen löschen!
Sicherheits-Experte Ralf Benzmüller gibt den EXPRESS-Lesern Tipps.
Unerwünschte Werbeflut aus dem PC: Spam-Mails sind zur modernen Plage geworden. Bild: Archiv
30 Sicherheitspakete zu gewinnen
Die ,,Internet-Security" der Firma G Data bietet zuverlässigen Rundumschutz für den Computer und wurde im Februar Testsieger bei der Stiftung Warentest. Der EXPRESS verlost 30 Programme unter allen Anrufern, die diese Frage - heute, bis 24 Uhr - richtig beantworten:
Wie lange dauert es im Durchschnitt, bis sich ein PC ohne Firewall im Internet mit Viren oder Trojaner infiziert?
Ist er noch Lehrers Liebling?
06.06.2007
Von MARCUS BÖTTCHER
Alle werden rund. Nur Volvo nicht. Die Kanten wurden zwar glattgeschliffen, von der Kastenform kommt der V70 trotzdem nicht weg. Kantig, eckig, praktisch. So schlossen ihn früher gerade Lehrer in ihr Herz? Der neue V70 kam deswegen auf der EXPRESS-Schulbank:
Platz für Ordner, Klausuren und Vorführ-Videos gibt´s allemal. Mit variabler (Verhältnis 40:20:40), dreiteilig umgeklappter Rückbank schafft man 1600 Liter Stauraum, der Kofferraum schluckt aber ,,nur" 540 Liter. Note 3, denn in die Konkurrenz passt mehr (Passat 603, E-Klasse 630 Liter).
Beim Thema Kinder kommt Volvo mit einer Weltneuheit. Aus den beiden äußeren Rücksitzen lassen sich in der Höhe verstellbare, integrierte Kindersitze klappen. Die Kleinen können besser aus dem Fenster schauen, durch neuen verlängerten Kopf-Schulter-Airbag gibt`s mehr Schutz. Einfach klasse: Note 1.
Unterm Blech warten wahlweise drei starke Benziner (200 PS, 238 PS und ein Turbomotor mit 285 PS) oder zwei Dieselaggregate mit 163 PS oder 185 PS Leistung. Punktabzüge gibt`s beim Verbrauch: Vor allem die Benziner schlucken kräftig, fast 13 Liter für 100 Kilometer sind einfach zu viel. Doch die 285 PS haben nicht nur Nachteile. Leichtfüßig sprintet der Kombi in 7,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei 245 km/h ist Schluss. Zusammengefasst Note 2-.
Lehrer und andere Dienstreisende haben manchmal ja Stress. Da ist Komfort nach der Arbeit besonders wichtig. Der V70 wirkt im Innenraum sachlich, nicht überspielt oder überfrachtet, trotzdem modern. Ob man die Anzeige der Himmelsrichtung im Rückspiegel wirklich mal braucht? Auf jeden Fall brauchen kann man aber die drei per Knopfdruck wählbaren Fahrwerks-Einstellungen (von komfortabel bis sportlich). Also, Note: 1-.
Das V70-Abschlusszeugnis: Groß, schick und komfortabe. Aber spritschluckend und teuer - Der V70 startet ab üppigen 37 550 Euro für den 200-PS-Benziner. Ob er so noch Lehrers Liebling bleiben kann, ist fraglich. Gesamtnote: 2-
XC70: Großer Offroad-Bruder
Der V70 kommt und bringt gleich seinen großen Bruder mit. Der spielt aber lieber im Dreck und heißt XC70. Der bullige Offroad-Kombi hat 21 Zentimeter Bodenfreiheit über der Grasnarbe, Allradantrieb und jede Menge unlackierte Anbauteile. Zur Auswahl stehen zwei Triebwerke: Ein Softturbo mit 210 PS und ein Turbodiesel mit 163 PS. Weitere Motoren, unter anderem mit Bioethanol, ergänzen ab dem kommenden Jahr die Flotte. Den ,,halben" Geländewagen gibt`s ab 37 700 Euro.
Von MARCUS BÖTTCHER
Alle werden rund. Nur Volvo nicht. Die Kanten wurden zwar glattgeschliffen, von der Kastenform kommt der V70 trotzdem nicht weg. Kantig, eckig, praktisch. So schlossen ihn früher gerade Lehrer in ihr Herz? Der neue V70 kam deswegen auf der EXPRESS-Schulbank:
Platz für Ordner, Klausuren und Vorführ-Videos gibt´s allemal. Mit variabler (Verhältnis 40:20:40), dreiteilig umgeklappter Rückbank schafft man 1600 Liter Stauraum, der Kofferraum schluckt aber ,,nur" 540 Liter. Note 3, denn in die Konkurrenz passt mehr (Passat 603, E-Klasse 630 Liter).
Beim Thema Kinder kommt Volvo mit einer Weltneuheit. Aus den beiden äußeren Rücksitzen lassen sich in der Höhe verstellbare, integrierte Kindersitze klappen. Die Kleinen können besser aus dem Fenster schauen, durch neuen verlängerten Kopf-Schulter-Airbag gibt`s mehr Schutz. Einfach klasse: Note 1.
Unterm Blech warten wahlweise drei starke Benziner (200 PS, 238 PS und ein Turbomotor mit 285 PS) oder zwei Dieselaggregate mit 163 PS oder 185 PS Leistung. Punktabzüge gibt`s beim Verbrauch: Vor allem die Benziner schlucken kräftig, fast 13 Liter für 100 Kilometer sind einfach zu viel. Doch die 285 PS haben nicht nur Nachteile. Leichtfüßig sprintet der Kombi in 7,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei 245 km/h ist Schluss. Zusammengefasst Note 2-.
Lehrer und andere Dienstreisende haben manchmal ja Stress. Da ist Komfort nach der Arbeit besonders wichtig. Der V70 wirkt im Innenraum sachlich, nicht überspielt oder überfrachtet, trotzdem modern. Ob man die Anzeige der Himmelsrichtung im Rückspiegel wirklich mal braucht? Auf jeden Fall brauchen kann man aber die drei per Knopfdruck wählbaren Fahrwerks-Einstellungen (von komfortabel bis sportlich). Also, Note: 1-.
Das V70-Abschlusszeugnis: Groß, schick und komfortabe. Aber spritschluckend und teuer - Der V70 startet ab üppigen 37 550 Euro für den 200-PS-Benziner. Ob er so noch Lehrers Liebling bleiben kann, ist fraglich. Gesamtnote: 2-
XC70: Großer Offroad-Bruder
Der V70 kommt und bringt gleich seinen großen Bruder mit. Der spielt aber lieber im Dreck und heißt XC70. Der bullige Offroad-Kombi hat 21 Zentimeter Bodenfreiheit über der Grasnarbe, Allradantrieb und jede Menge unlackierte Anbauteile. Zur Auswahl stehen zwei Triebwerke: Ein Softturbo mit 210 PS und ein Turbodiesel mit 163 PS. Weitere Motoren, unter anderem mit Bioethanol, ergänzen ab dem kommenden Jahr die Flotte. Den ,,halben" Geländewagen gibt`s ab 37 700 Euro.
Robertos Damenwahl zum 70. Geburtstag
06.06.2007
Erst Feier mit Freundin, dann mit Ehefrau, dann mit Ex-Geliebter
Von MARCUS BÖTTCHER
München - Roberto Blanco (noch 69) im Stress: Auftritte, TV-Shows, Interviews. Und dann noch dieser Geburtstagmarathon zum morgigen 70. Denn der fidele Schlagerstar (,,Ein bisschen Spaß muss sein") feiert sein rundes Jubiläumgleich drei Mal - mit drei verschiedenen Frauen.
Ich fühle mich wie 40. Und jetzt feier` ich schon meinen 70. Geburtstag", so Blanco, ,,mit 70 richtig guten Freunden in einem Restaurant in Hamburg. Anwälte, Leute aus der Industrie, die Bismarcks werden kommen. Nur Leute, die ich ich gern habe." An seiner Seite - Freundin Hermine Baumhackl (42), die er im letzten Jahr als seine neue Herzensdame vorstellte.
Aber auch seine getrennt von ihm lebende Ehefrau Mireille (67) muss nicht auf das Energiebündel verzichten. ,,Nach der Party in Hamburg habe ich noch einen TV-Auftritt. Danach fliege ich zu Mireille nach Zürich, feiere nochmal Geburtstag mit ihr und meiner Tochter Mercedes." Und wenn er schon Mal in der Gegend ist, besucht er gleich noch seine Ex-Geliebte Nicole Geyer (34) und den gemeinsamen Sohn Robin (6). ,,Er hat mir etwas gebastelt - was, dass ist eine große Überraschung".
Mensch Roberto, woher nimmst du diese Energie? ,,Da muss ich dem lieben Gott für meine guten Gene danken", lacht der gebürtige Tunesier, ,,aber ich tue auch was dafür. Ich spiele viel Tennis, gehe joggen, trainiere auf dem Hometrainer. Ich übertreibe es nicht mit dem Alkohol, esse gesund. Und natürlich hält mich meine Musik jung. Schließlich bin ich schon 51 Jahre im Show-Geschäft."
Und dem bleibt er auch weiter erhalten, zumindest solange ,,bis ich merke, das mein Publikum mich nicht mehr hören will."
Erst Feier mit Freundin, dann mit Ehefrau, dann mit Ex-Geliebter
Von MARCUS BÖTTCHER
München - Roberto Blanco (noch 69) im Stress: Auftritte, TV-Shows, Interviews. Und dann noch dieser Geburtstagmarathon zum morgigen 70. Denn der fidele Schlagerstar (,,Ein bisschen Spaß muss sein") feiert sein rundes Jubiläumgleich drei Mal - mit drei verschiedenen Frauen.
Ich fühle mich wie 40. Und jetzt feier` ich schon meinen 70. Geburtstag", so Blanco, ,,mit 70 richtig guten Freunden in einem Restaurant in Hamburg. Anwälte, Leute aus der Industrie, die Bismarcks werden kommen. Nur Leute, die ich ich gern habe." An seiner Seite - Freundin Hermine Baumhackl (42), die er im letzten Jahr als seine neue Herzensdame vorstellte.
Aber auch seine getrennt von ihm lebende Ehefrau Mireille (67) muss nicht auf das Energiebündel verzichten. ,,Nach der Party in Hamburg habe ich noch einen TV-Auftritt. Danach fliege ich zu Mireille nach Zürich, feiere nochmal Geburtstag mit ihr und meiner Tochter Mercedes." Und wenn er schon Mal in der Gegend ist, besucht er gleich noch seine Ex-Geliebte Nicole Geyer (34) und den gemeinsamen Sohn Robin (6). ,,Er hat mir etwas gebastelt - was, dass ist eine große Überraschung".
Mensch Roberto, woher nimmst du diese Energie? ,,Da muss ich dem lieben Gott für meine guten Gene danken", lacht der gebürtige Tunesier, ,,aber ich tue auch was dafür. Ich spiele viel Tennis, gehe joggen, trainiere auf dem Hometrainer. Ich übertreibe es nicht mit dem Alkohol, esse gesund. Und natürlich hält mich meine Musik jung. Schließlich bin ich schon 51 Jahre im Show-Geschäft."
Und dem bleibt er auch weiter erhalten, zumindest solange ,,bis ich merke, das mein Publikum mich nicht mehr hören will."
Sein langer Kampf zurück ins Leben
03.06.2007
Vom Junkie zum Ironman - Andreas Niedrig wird nach Heroinsucht zum Profi-Triathlet
Von MARCUS BÖTTCHER
Oer-Erkenschwick - Andreas Niedrig war ganz unten. Versunken in der Drogenhölle, ein heruntergekommener Junkie. Er ging für Heroin klauen, betrog, knackte Autos. Verlassen von Frau und Kind, wollte er sich umbringen. Zehn Jahre später zählt er zu den weltbesten Triathleten. Im EXPRESS erzählt Andreas Niedrig seine bewegende Lebensgeschichte.
Mit 13 Jahren beginnt der heute 39-Jährige seine ,,Drogenkarriere" - Haschisch, Speed, Koks. Er probiert alles.
Mit 20 heiratet er seine Frau Sabine, Tochter Jana kommt auf die Welt. Statt Glücksmomenten spürt Niedrig aber Unsicherheit, Panik vor der Verantwortung. Die schlimme Lösung: Heroin. ,,Ich war 24 Stunden für die Droge unterwegs, klaute Sachen und verscherbelte sie. Mit dem Geld besorgte ich mir den Stoff für den nächsten Schuss. Einmal fand mich meine Frau bewusstlos auf der Toilette. Mir steckte die Nadel noch im Arm." Niedrig merkt, dass er sein Leben nicht mehr im Griff hat, sieht Selbstmord als einzige Alternative. Mit seinem Ford Fiesta knallt er gegen einen Baum - der Aufprall ist zu schwach, er überlebt.
Sabine kann nicht mehr, verlässt ihn mit der kleinen Jana. ,,Auch die Staatsanwaltschaft drohte mir: Entweder Therapie oder Knast." Niedrig gibt nach, geht in eine Entziehungsanstalt. Er begreift: ,,Ich habe plötzlich wieder Zähne geputzt, mich angezogen. Ich kannte das gar nicht mehr."
In der Therapie-Klinik ,,Holthauser Mühle" kommt der gebürtige Recklinghausener von den Drogen weg. Von der Gesellschaft aber wird Niedrig verstoßen. Er kämpft: ,,Ich bin immer wieder zu ein und derselben Firma gegangen. Ich wollte `nen Job. Die haben bestimmt gedacht: Der Typ hat `ne Vollmeise. Irgendwann haben sie mir doch Arbeit gegeben. Ich durfte Steine sortieren, bekam so Regelmäßigkeit in mein Leben."
Seine Familie kehrt zu ihm zurück, er zieht wieder mit Sabine und Jana zusammen. Doch Niedrig will mehr: ,,Mein erster Lauf war mit meinem Vater ungefähr vier Jahre nach der Therapie. Nach zehn Minuten bin ich fast zusammengebrochen. Ich spürte den Puls, das Herzrasen. Endlich wieder Leben in mir." Drei Monate später läuft Niedrig seinen ersten Marathon in der Super-Zeit von 2 Stunden und 43 Minuten. Ihm dämmert, wie viel Talent er hat, er feiert erste Erfolge: 1997 wird er Vizeweltmeister mit der Deutschen Nationalmannschaft, nur drei Monate später bricht er den Weltrekord des schnellsten Ironman-Einsteigers in Roth. Er startet mehrmals beim legendären Ironman auf Hawaii. Als er 30 Jahre alt ist, wird sein Sohn Lorenz geboren.
Alles läuft nahezu perfekt, doch 2003 erschüttert ihn wieder ein Schicksalsschlag. Nach einer Scherbe im Fuß folgen mehrere Operationen. Die Ärzte fürchteten sogar eine Fuß-Amputation.
Heute hat der Ausnahme-Athlet seine Profikarriere an den Nagel gehängt. Nur für Filmaufnahmen startet er im Juni ein letztes Mal beim Triathlon in Roth. Niedrig gibt begeisternde Management-Seminare, in den Sälen herrscht nach seiner Geschichte Totenstille, Betroffenheit.
Persönlich will Niedrig nicht mehr auf seine Vergangenheit schauen, ,,nur noch nach vorn. Viele sagen, ich tausche eine Sucht mit der anderen, aber das wäre dann doch zu einfach dargestellt." Denn mit Sucht will er nie wieder etwas zu tun haben.
Seine schockierenden Drogen-Erlebnisse und sein Kampf zurück ins Leben hat Andreas Niedrig in seinem Buch ,,Vom Junkie zum Ironman" aufgeschrieben, ab heute im Handel.
Niedrigs Wege aus der Krise
l Nicht ziellos werden. Menschen verlaufen sich ohne Ziele. Im Sport ist es dabei wie im Leben: Es gibt einen Start und ein Ziel. Sport lässt sich in fast jeden Lebens- und Berufszweig übertragen.
l Nicht zu viele Ziele setzen, sonst sieht man bald den Wald vor lauter Bäumen nicht.
l Auf die kleinen Ziele freuen. l Den Leuten, bei denen man sich auf einen Job bewirbt, zeigen: Ich will diese Arbeit, ich will helfen. Wenn man den Arsch hebt, hat jeder eine Chance.
l Mit sich selbst einen Vertrag eingehen. Man ist sein eigener Anwalt. Wenn man sich selbst nicht ernst nimmt und den Vertrag bricht, nimmt einen keiner mehr ernst.
l Unterstützung einholen, zugeben, dass man Hilfe braucht. Diese dann aber auch annehmen. Jemand muss einem sagen, wie man von anderen gesehen wird.
l Nicht zu große Ziele setzen, in kleinen Etappen denken. Zum Beispiel beim Thema ,,Abnehmen". Nicht gleich 20 Kilo abnehmen wollen und nach einer Woche auf der Waage ärgern, dass erst 200 Gramm weg sind. Lieber von Kilo zu Kilo denken.
l Wenn man arbeitslos ist: Vergessen Sie´s, Bewerbungen zu schreiben. Hingehen, wenn es sein muss mehrmals. Mit Persönlichkeit und Willen überzeugen. Zur Not halt Hilfsarbeiterjobs.
1991 Niedrig ist ganz unten, von Drogen gezeichnet, abgemagert.
1998 Niedrig schwimmt und siegt beim Buschhüttener Triathlon
2006 180 Kilometer auf dem Rad beim Inferno- Triathlon in der Schweiz
Vom Junkie zum Ironman - Andreas Niedrig wird nach Heroinsucht zum Profi-Triathlet
Von MARCUS BÖTTCHER
Oer-Erkenschwick - Andreas Niedrig war ganz unten. Versunken in der Drogenhölle, ein heruntergekommener Junkie. Er ging für Heroin klauen, betrog, knackte Autos. Verlassen von Frau und Kind, wollte er sich umbringen. Zehn Jahre später zählt er zu den weltbesten Triathleten. Im EXPRESS erzählt Andreas Niedrig seine bewegende Lebensgeschichte.
Mit 13 Jahren beginnt der heute 39-Jährige seine ,,Drogenkarriere" - Haschisch, Speed, Koks. Er probiert alles.
Mit 20 heiratet er seine Frau Sabine, Tochter Jana kommt auf die Welt. Statt Glücksmomenten spürt Niedrig aber Unsicherheit, Panik vor der Verantwortung. Die schlimme Lösung: Heroin. ,,Ich war 24 Stunden für die Droge unterwegs, klaute Sachen und verscherbelte sie. Mit dem Geld besorgte ich mir den Stoff für den nächsten Schuss. Einmal fand mich meine Frau bewusstlos auf der Toilette. Mir steckte die Nadel noch im Arm." Niedrig merkt, dass er sein Leben nicht mehr im Griff hat, sieht Selbstmord als einzige Alternative. Mit seinem Ford Fiesta knallt er gegen einen Baum - der Aufprall ist zu schwach, er überlebt.
Sabine kann nicht mehr, verlässt ihn mit der kleinen Jana. ,,Auch die Staatsanwaltschaft drohte mir: Entweder Therapie oder Knast." Niedrig gibt nach, geht in eine Entziehungsanstalt. Er begreift: ,,Ich habe plötzlich wieder Zähne geputzt, mich angezogen. Ich kannte das gar nicht mehr."
In der Therapie-Klinik ,,Holthauser Mühle" kommt der gebürtige Recklinghausener von den Drogen weg. Von der Gesellschaft aber wird Niedrig verstoßen. Er kämpft: ,,Ich bin immer wieder zu ein und derselben Firma gegangen. Ich wollte `nen Job. Die haben bestimmt gedacht: Der Typ hat `ne Vollmeise. Irgendwann haben sie mir doch Arbeit gegeben. Ich durfte Steine sortieren, bekam so Regelmäßigkeit in mein Leben."
Seine Familie kehrt zu ihm zurück, er zieht wieder mit Sabine und Jana zusammen. Doch Niedrig will mehr: ,,Mein erster Lauf war mit meinem Vater ungefähr vier Jahre nach der Therapie. Nach zehn Minuten bin ich fast zusammengebrochen. Ich spürte den Puls, das Herzrasen. Endlich wieder Leben in mir." Drei Monate später läuft Niedrig seinen ersten Marathon in der Super-Zeit von 2 Stunden und 43 Minuten. Ihm dämmert, wie viel Talent er hat, er feiert erste Erfolge: 1997 wird er Vizeweltmeister mit der Deutschen Nationalmannschaft, nur drei Monate später bricht er den Weltrekord des schnellsten Ironman-Einsteigers in Roth. Er startet mehrmals beim legendären Ironman auf Hawaii. Als er 30 Jahre alt ist, wird sein Sohn Lorenz geboren.
Alles läuft nahezu perfekt, doch 2003 erschüttert ihn wieder ein Schicksalsschlag. Nach einer Scherbe im Fuß folgen mehrere Operationen. Die Ärzte fürchteten sogar eine Fuß-Amputation.
Heute hat der Ausnahme-Athlet seine Profikarriere an den Nagel gehängt. Nur für Filmaufnahmen startet er im Juni ein letztes Mal beim Triathlon in Roth. Niedrig gibt begeisternde Management-Seminare, in den Sälen herrscht nach seiner Geschichte Totenstille, Betroffenheit.
Persönlich will Niedrig nicht mehr auf seine Vergangenheit schauen, ,,nur noch nach vorn. Viele sagen, ich tausche eine Sucht mit der anderen, aber das wäre dann doch zu einfach dargestellt." Denn mit Sucht will er nie wieder etwas zu tun haben.
Seine schockierenden Drogen-Erlebnisse und sein Kampf zurück ins Leben hat Andreas Niedrig in seinem Buch ,,Vom Junkie zum Ironman" aufgeschrieben, ab heute im Handel.
Niedrigs Wege aus der Krise
l Nicht ziellos werden. Menschen verlaufen sich ohne Ziele. Im Sport ist es dabei wie im Leben: Es gibt einen Start und ein Ziel. Sport lässt sich in fast jeden Lebens- und Berufszweig übertragen.
l Nicht zu viele Ziele setzen, sonst sieht man bald den Wald vor lauter Bäumen nicht.
l Auf die kleinen Ziele freuen. l Den Leuten, bei denen man sich auf einen Job bewirbt, zeigen: Ich will diese Arbeit, ich will helfen. Wenn man den Arsch hebt, hat jeder eine Chance.
l Mit sich selbst einen Vertrag eingehen. Man ist sein eigener Anwalt. Wenn man sich selbst nicht ernst nimmt und den Vertrag bricht, nimmt einen keiner mehr ernst.
l Unterstützung einholen, zugeben, dass man Hilfe braucht. Diese dann aber auch annehmen. Jemand muss einem sagen, wie man von anderen gesehen wird.
l Nicht zu große Ziele setzen, in kleinen Etappen denken. Zum Beispiel beim Thema ,,Abnehmen". Nicht gleich 20 Kilo abnehmen wollen und nach einer Woche auf der Waage ärgern, dass erst 200 Gramm weg sind. Lieber von Kilo zu Kilo denken.
l Wenn man arbeitslos ist: Vergessen Sie´s, Bewerbungen zu schreiben. Hingehen, wenn es sein muss mehrmals. Mit Persönlichkeit und Willen überzeugen. Zur Not halt Hilfsarbeiterjobs.
1991 Niedrig ist ganz unten, von Drogen gezeichnet, abgemagert.
1998 Niedrig schwimmt und siegt beim Buschhüttener Triathlon
2006 180 Kilometer auf dem Rad beim Inferno- Triathlon in der Schweiz
TV-Chef rüttelt die ganze Welt wach
03.06.2007
Inszenierte Organspende-Show war ein Erfolg
Von MARCUS BÖTTCHER
Den Haag - Nach 72 Minuten platzte die ,,Große Spendenshow" wie eine Seifenblase. Alles von langer Hand geplant, perfekt inszeniert (EXPRESS berichtete). Mit der ,,Big Donor Show" rüttelt der Chef des holländischen Senders BNN die ganze Welt wach. Er macht Organspenden vom Tabuthema zum Quotenhit.
Wir wollten ein Zeichen setzen. In den letzten sieben Tagen ist international so viel über das Problem Organspende diskutiert worden, wie in den letzten sieben Jahren nicht", freut sich Laurens Drillich, Programmchef des Senders BNN.
Während seiner Sendung beantragen 12 000 Zuschauer einen Spenderausweis. Die Show ist ein Straßenfeger, hat 1,2 Millionen TV-Zuschauer (landesweit zweithöchste jemals erreichte Quote). Im kleinen Holland sind das ,,Wetten-Dass"-Dimensionen.
Auch Chel Martens, Direktor des Verbandes der niederländischen Nierenpatienten ist vom Ausgang der im Vorfeld so heftig diskutierten Show begeistert: ,,Wir sind zwar alle auf den Arm genommen worden. Aber das ist nicht wichtig. Wichtig ist, dass das Problem nun ein Gesicht hat."
Genau genommen drei: die Kandidaten der Show waren echte Patienten. Die ihre Rolle in der inszenierten Show tapfer spielten: die selbstbewusste Esther-Claire (36), den charmant lächelnden Vincent (19) und die lebenslustige Charlotte (29). Alle drei warten wie 1400 andere Holländer sehnsüchtig auf eine Spenderniere. Mit der Show steigt die Hoffnung. Sie machte aus anonymen Namen auf Organ-Wartelisten endlich Namen. Doch es gibt auch kritische Stimmen. ,,Es hätte dieses makaberen Spiels überhaupt nicht bedurft. Das Problem Organspenden kann man auch an die Öffentlichkeit bringen, ohne die Zuschauer reinzulegen", sagt Medienexperte Jo Groebel. Joop Atsma, Sprecher der holländischen Regierungspartei CDA geht noch weiter. Er kritisiert die Sendung als geschmacklosen Werbegag. Auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) kritisiert: ,,Wenn die Medien so viel Energie in seriöse Aufklärung und das Werben um Organspenden zur besten Sendezeit stecken würden, hätte man den selben positiven Effekt." BNN-Chef Drillich sieht das natürlich anders. Aber er reibt sich nicht die Hände über den gelungenen Coup, sondern ist erst zufrieden ,,wenn die Wartelisten kürzer sind".
,,Mir ist egal, ob die Show echt war oder nicht. Wichtig ist der Spende-Ausweis, ich habe meinen schon 21 Jahre." Jeroen Huijsmans aus Helmond/ Niederlande
,,Die Show war genau richtig, um die Menschen aufzurütteln. Auch wenn sie letzlich ein Fake war." Sofie Koxen (26) aus Helmond/ Niederlande
Weitere Medien-Märchen
In einer Rundfunksendung 1938 berichtet Orson Welles von der Landung der Marsmenschen bei New York. Die Sendung erschien so real, dass eine Massenpanik ausbrach.
Im Oktober 1970 flüchten im deutschen TV im ,,Millionenspiel" mit Didi Hallervorden (Foto) Freiwillige sieben Tage lang vor einem angeblich echten Mörder. Überleben sie, winkt eine Million Mark. Es gibt heftige Proteste aber auch Zuschauer, die den Killern helfen wollen.
Inszenierte Organspende-Show war ein Erfolg
Von MARCUS BÖTTCHER
Den Haag - Nach 72 Minuten platzte die ,,Große Spendenshow" wie eine Seifenblase. Alles von langer Hand geplant, perfekt inszeniert (EXPRESS berichtete). Mit der ,,Big Donor Show" rüttelt der Chef des holländischen Senders BNN die ganze Welt wach. Er macht Organspenden vom Tabuthema zum Quotenhit.
Wir wollten ein Zeichen setzen. In den letzten sieben Tagen ist international so viel über das Problem Organspende diskutiert worden, wie in den letzten sieben Jahren nicht", freut sich Laurens Drillich, Programmchef des Senders BNN.
Während seiner Sendung beantragen 12 000 Zuschauer einen Spenderausweis. Die Show ist ein Straßenfeger, hat 1,2 Millionen TV-Zuschauer (landesweit zweithöchste jemals erreichte Quote). Im kleinen Holland sind das ,,Wetten-Dass"-Dimensionen.
Auch Chel Martens, Direktor des Verbandes der niederländischen Nierenpatienten ist vom Ausgang der im Vorfeld so heftig diskutierten Show begeistert: ,,Wir sind zwar alle auf den Arm genommen worden. Aber das ist nicht wichtig. Wichtig ist, dass das Problem nun ein Gesicht hat."
Genau genommen drei: die Kandidaten der Show waren echte Patienten. Die ihre Rolle in der inszenierten Show tapfer spielten: die selbstbewusste Esther-Claire (36), den charmant lächelnden Vincent (19) und die lebenslustige Charlotte (29). Alle drei warten wie 1400 andere Holländer sehnsüchtig auf eine Spenderniere. Mit der Show steigt die Hoffnung. Sie machte aus anonymen Namen auf Organ-Wartelisten endlich Namen. Doch es gibt auch kritische Stimmen. ,,Es hätte dieses makaberen Spiels überhaupt nicht bedurft. Das Problem Organspenden kann man auch an die Öffentlichkeit bringen, ohne die Zuschauer reinzulegen", sagt Medienexperte Jo Groebel. Joop Atsma, Sprecher der holländischen Regierungspartei CDA geht noch weiter. Er kritisiert die Sendung als geschmacklosen Werbegag. Auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) kritisiert: ,,Wenn die Medien so viel Energie in seriöse Aufklärung und das Werben um Organspenden zur besten Sendezeit stecken würden, hätte man den selben positiven Effekt." BNN-Chef Drillich sieht das natürlich anders. Aber er reibt sich nicht die Hände über den gelungenen Coup, sondern ist erst zufrieden ,,wenn die Wartelisten kürzer sind".
,,Mir ist egal, ob die Show echt war oder nicht. Wichtig ist der Spende-Ausweis, ich habe meinen schon 21 Jahre." Jeroen Huijsmans aus Helmond/ Niederlande
,,Die Show war genau richtig, um die Menschen aufzurütteln. Auch wenn sie letzlich ein Fake war." Sofie Koxen (26) aus Helmond/ Niederlande
Weitere Medien-Märchen
In einer Rundfunksendung 1938 berichtet Orson Welles von der Landung der Marsmenschen bei New York. Die Sendung erschien so real, dass eine Massenpanik ausbrach.
Im Oktober 1970 flüchten im deutschen TV im ,,Millionenspiel" mit Didi Hallervorden (Foto) Freiwillige sieben Tage lang vor einem angeblich echten Mörder. Überleben sie, winkt eine Million Mark. Es gibt heftige Proteste aber auch Zuschauer, die den Killern helfen wollen.
Am Ende war alles nur Show
02.06.2007
Aufregung über Nierenspende-Show im TV: Doch was sagen die, die auf ein Organ warten?
Von MARCUS BÖTTCHER
Den Haag - Die Skandal-Show um eine Spenderniere im holländischen Fernsehen. Gestern Abend war es so weit: Lisa, eine hübsche, blonde Frau Mitte 30 zeigte sich im Sender BNN einem Millionenpublikum. Sie wollte ihre gesunde Niere spenden, hieß es. Die Zuschauer sollten per SMS darüber abstimmen, wer das Organ bekommt.
Im Studio saß Lisa drei Bewerbern gegenüber: Esther-Claire, Vincent, und Charlotte. Die drei schwerkranken Patienten wurden jeweils in einem kurzen Film vorgestellt, mussten dann Fragen des Moderators beantworten. Die Stimmung - eher gedrückt. Nur Lisa lächelte tapfer. Für die Zuschauer war Esther-Claire die Favoritin. 47% wollten, dass sie die Niere bekommt.
Am Ende der Sendung platzte dann die Bombe: Lisa sei nur eine Schauspielerin und werde keine Niere spenden, erklärte der Moderator dem verblüfften Publikum. Mit der Show habe man für mehr Organspenden werben wollen. Sender-Chef Laurens Drillich: In den letzten Tagen sei es schwer gewesen, die Sache geheim zu halten.
Bei Esther-Claire, Vincent und Charlotte handelt es sich aber wirklich um schwer kranke Patienten. Sie waren eingeweiht - und warten noch immer auf eine Niere.
Aufregung über Nierenspende-Show im TV: Doch was sagen die, die auf ein Organ warten?
Von MARCUS BÖTTCHER
Den Haag - Die Skandal-Show um eine Spenderniere im holländischen Fernsehen. Gestern Abend war es so weit: Lisa, eine hübsche, blonde Frau Mitte 30 zeigte sich im Sender BNN einem Millionenpublikum. Sie wollte ihre gesunde Niere spenden, hieß es. Die Zuschauer sollten per SMS darüber abstimmen, wer das Organ bekommt.
Im Studio saß Lisa drei Bewerbern gegenüber: Esther-Claire, Vincent, und Charlotte. Die drei schwerkranken Patienten wurden jeweils in einem kurzen Film vorgestellt, mussten dann Fragen des Moderators beantworten. Die Stimmung - eher gedrückt. Nur Lisa lächelte tapfer. Für die Zuschauer war Esther-Claire die Favoritin. 47% wollten, dass sie die Niere bekommt.
Am Ende der Sendung platzte dann die Bombe: Lisa sei nur eine Schauspielerin und werde keine Niere spenden, erklärte der Moderator dem verblüfften Publikum. Mit der Show habe man für mehr Organspenden werben wollen. Sender-Chef Laurens Drillich: In den letzten Tagen sei es schwer gewesen, die Sache geheim zu halten.
Bei Esther-Claire, Vincent und Charlotte handelt es sich aber wirklich um schwer kranke Patienten. Sie waren eingeweiht - und warten noch immer auf eine Niere.
,,Ich bin wiedergeboren"
01.06.2007
Aerosmith-Bassist Tom Hamilton nach seinem Krebs
Von MARCUS BÖTTCHER
Sie sind eine der größten Rock-Legenden aller Zeiten: Aerosmith. Seit über 35 Jahren im Showgeschäft, mehr als 100 Millionen verkaufte Platten. Eine Legende. Jetzt sind sie auf Welt-Tournee. EXPRESS sprach mit Bassist Tom Hamilton (55).
Tom, ihr kennt die ganze Welt. Am 28. 6. spielt Aerosmith in der
KölnArena. Gibt´s Erinnerungen ans Rheinland?
Nicht wirklich, aber ich habe da so ein Bild im Kopf. Der Rhein mit dem Dom im Hintergrund.
Ein schönes Bild.
Ja, wunderschön. Überhaupt ganz Deutschland. Die Kombination aus alter und neuer Architektur, die Schlösser. Fantastisch. Und natürlich eure Autos.
Was fährt denn ein Rockstar für Autos?
Ich habe drei deutsche. Einen BMW 530i und zwei Mercedes-AMG. Klasse Autos.
Kommt eigentlich die Familie mit auf Tour?
Nicht die ganze Zeit, die Kinder müssen ja zur Schule. Aber zwei, drei Wochen kommen sie dieses Jahr wohl nach Europa, schauen sich die großen Städte mit ihrer Geschichte an. Berlin zum Beispiel.
Da gibt´s in der Tat einiges an Geschichte zu sehen.
Das stimmt. Hast du den Film ,,Das Leben der Anderen" ( Anm. d. Red. der Oscar-prämierte Film über die Stasi-Zeit ) gesehen?
Ja. Hat immerhin einen Oscar bekommen.
Das war einer der erschreckensten Filme die ich je gesehen hab´. Einfach unglaublich, was sich in der DDR abgespielt hat. Gruselig.
Wie hat Aerosmith die Wendezeit erlebt?
Wir waren zu dieser Zeit sogar in Deutschland auf unserer Pump -Tour. Dann wurde die Grenze geöffnet. Ich saß mit den anderen vorm Fernseher, keiner hat ein Wort gesagt. Wir haben nur gestaunt.
Anfang 2006 wurde bei dir Kehlkopfkrebs diagnostiziert, wie geht´s dir heute?
Ich fühle mich großartig. Die Behandlung mit Chemotherapie hat nur acht Wochen gedauert. Das Schlimmste waren die Nachbehandlungen.
Warum?
Man muss immer wieder hin zum Arzt. Man fühlt sich gut, man spürt den Aufschwung. Die Gitarre steht in der Ecke und doch durfte ich sie nicht anfassen. Ich war noch zu schwach. Ich durfte bloß keine Hektik aufkommen lassen.
Wegen der Krankheit hast du ja auch die letzte Tour verpasst. Froh, wieder dabei zu sein?
Na klar. Ich bin wiedergeboren. Die anderen von Aerosmith haben auch immer angerufen und gefragt, wann ich zurückkomme.
Steven Tyler ist 59 Jahre alt, Gitarrist Joe Perry 56, du 55. Wie lange rockt ihr noch?
Ich will nichts prophezeien. Klar sind wir nicht mehr die Jüngsten, aber derzeit hat niemand das Interesse, aufzuhören.
Aerosmith-Bassist Tom Hamilton nach seinem Krebs
Von MARCUS BÖTTCHER
Sie sind eine der größten Rock-Legenden aller Zeiten: Aerosmith. Seit über 35 Jahren im Showgeschäft, mehr als 100 Millionen verkaufte Platten. Eine Legende. Jetzt sind sie auf Welt-Tournee. EXPRESS sprach mit Bassist Tom Hamilton (55).
Tom, ihr kennt die ganze Welt. Am 28. 6. spielt Aerosmith in der
KölnArena. Gibt´s Erinnerungen ans Rheinland?
Nicht wirklich, aber ich habe da so ein Bild im Kopf. Der Rhein mit dem Dom im Hintergrund.
Ein schönes Bild.
Ja, wunderschön. Überhaupt ganz Deutschland. Die Kombination aus alter und neuer Architektur, die Schlösser. Fantastisch. Und natürlich eure Autos.
Was fährt denn ein Rockstar für Autos?
Ich habe drei deutsche. Einen BMW 530i und zwei Mercedes-AMG. Klasse Autos.
Kommt eigentlich die Familie mit auf Tour?
Nicht die ganze Zeit, die Kinder müssen ja zur Schule. Aber zwei, drei Wochen kommen sie dieses Jahr wohl nach Europa, schauen sich die großen Städte mit ihrer Geschichte an. Berlin zum Beispiel.
Da gibt´s in der Tat einiges an Geschichte zu sehen.
Das stimmt. Hast du den Film ,,Das Leben der Anderen" ( Anm. d. Red. der Oscar-prämierte Film über die Stasi-Zeit ) gesehen?
Ja. Hat immerhin einen Oscar bekommen.
Das war einer der erschreckensten Filme die ich je gesehen hab´. Einfach unglaublich, was sich in der DDR abgespielt hat. Gruselig.
Wie hat Aerosmith die Wendezeit erlebt?
Wir waren zu dieser Zeit sogar in Deutschland auf unserer Pump -Tour. Dann wurde die Grenze geöffnet. Ich saß mit den anderen vorm Fernseher, keiner hat ein Wort gesagt. Wir haben nur gestaunt.
Anfang 2006 wurde bei dir Kehlkopfkrebs diagnostiziert, wie geht´s dir heute?
Ich fühle mich großartig. Die Behandlung mit Chemotherapie hat nur acht Wochen gedauert. Das Schlimmste waren die Nachbehandlungen.
Warum?
Man muss immer wieder hin zum Arzt. Man fühlt sich gut, man spürt den Aufschwung. Die Gitarre steht in der Ecke und doch durfte ich sie nicht anfassen. Ich war noch zu schwach. Ich durfte bloß keine Hektik aufkommen lassen.
Wegen der Krankheit hast du ja auch die letzte Tour verpasst. Froh, wieder dabei zu sein?
Na klar. Ich bin wiedergeboren. Die anderen von Aerosmith haben auch immer angerufen und gefragt, wann ich zurückkomme.
Steven Tyler ist 59 Jahre alt, Gitarrist Joe Perry 56, du 55. Wie lange rockt ihr noch?
Ich will nichts prophezeien. Klar sind wir nicht mehr die Jüngsten, aber derzeit hat niemand das Interesse, aufzuhören.
Wen himmeln unsere Kinder an?
31.05.2007
Idole der Jugend: Musiker und Sportler ganz oben. Politiker waren nicht gefragt
Von M. BÖTTCHER, J. GEROL, J. JUCKEL und R. NOLTE
Einmal so sein wie... Jedes Kind träumt sich irgendwann in ein Idol hinein. Doch heute haben die Vorbilder ganz andere Qualitäten als früher. Eine neue Studie verrät: Jugendidole von heute sind vor allem eins: jung!
Die Münchner Meinungsforscher von ,,Icon Kids & Youth" stellten 1400 jungen Menschen zwischen 6 und 19 Jahren die Frage: ,,Wen findest du gerade so richtig toll?" Bei den Jungs lagen die Sportler ganz vorne, Mädchen finden eher Musiker gut. Unterschied zu früher (s. Spalte r.): Die Idole werden jünger.
Spitze bei beiden Geschlechtern ist Deutschlands Fußballkäpt´n Michael Ballack (31): 11 Prozent aller Jugendlichen stimmten für ihn. Auf Platz 2 folgt der Bergheimer Super-Kicker Lukas Podolski (21, 11%), Platz 3 belegen die Rock-Kinder von Tokio Hotel (9%). Die weiteren Platzierungen: 4. Supermodel Heidi Klum (33); 5. Moderator Stefan Raab (40); 6. die Kick-Legenden Oliver Kahn (36) und David Beckham (32).
Warum finden sich keine Helden aus Politik, Wissenschaft und Kultur bei unserem Nachwuchs? Stephan Grünewald vom Kölner Marktforschungsinstitut ,,Rheingold": ,,Die Jugendlichen empfinden sich zwischen Versorgungsparadies und perspektivloser Zukunft, Superstar oder Hartz IV. Politiker reden zwar über, aber nicht mit der Jugend." Superstars machen da bessere Angebote. Grünewald: ,,Michael Ballack verkörpert bravouröse Souveränität. Das kommt an bei Kindern und Pubertierenden, die sich im Zustand permanenter, pickeliger Verstörung befinden.." Podolski sei durch seine Jungenhaftigkeit eine Identifikationsfigur. ,,Die Kinder lieben seine Verletzlichkeit, seine Makel - und dass er es geschafft hat", so Marktforscher Grünewald.
Noch 2006 tauchte Kanzlerin Angela Merkel (52) in der ,,Icon Kids"-Umfrage auf (Platz 3 bei den Jungen). Jetzt ist sie nicht mehr dabei. ,,Die Jugend fühlt sich von der Politik nicht gebraucht", so Grünewald, ,,das ist die Quittung."
Idole der Jugend: Musiker und Sportler ganz oben. Politiker waren nicht gefragt
Von M. BÖTTCHER, J. GEROL, J. JUCKEL und R. NOLTE
Einmal so sein wie... Jedes Kind träumt sich irgendwann in ein Idol hinein. Doch heute haben die Vorbilder ganz andere Qualitäten als früher. Eine neue Studie verrät: Jugendidole von heute sind vor allem eins: jung!
Die Münchner Meinungsforscher von ,,Icon Kids & Youth" stellten 1400 jungen Menschen zwischen 6 und 19 Jahren die Frage: ,,Wen findest du gerade so richtig toll?" Bei den Jungs lagen die Sportler ganz vorne, Mädchen finden eher Musiker gut. Unterschied zu früher (s. Spalte r.): Die Idole werden jünger.
Spitze bei beiden Geschlechtern ist Deutschlands Fußballkäpt´n Michael Ballack (31): 11 Prozent aller Jugendlichen stimmten für ihn. Auf Platz 2 folgt der Bergheimer Super-Kicker Lukas Podolski (21, 11%), Platz 3 belegen die Rock-Kinder von Tokio Hotel (9%). Die weiteren Platzierungen: 4. Supermodel Heidi Klum (33); 5. Moderator Stefan Raab (40); 6. die Kick-Legenden Oliver Kahn (36) und David Beckham (32).
Warum finden sich keine Helden aus Politik, Wissenschaft und Kultur bei unserem Nachwuchs? Stephan Grünewald vom Kölner Marktforschungsinstitut ,,Rheingold": ,,Die Jugendlichen empfinden sich zwischen Versorgungsparadies und perspektivloser Zukunft, Superstar oder Hartz IV. Politiker reden zwar über, aber nicht mit der Jugend." Superstars machen da bessere Angebote. Grünewald: ,,Michael Ballack verkörpert bravouröse Souveränität. Das kommt an bei Kindern und Pubertierenden, die sich im Zustand permanenter, pickeliger Verstörung befinden.." Podolski sei durch seine Jungenhaftigkeit eine Identifikationsfigur. ,,Die Kinder lieben seine Verletzlichkeit, seine Makel - und dass er es geschafft hat", so Marktforscher Grünewald.
Noch 2006 tauchte Kanzlerin Angela Merkel (52) in der ,,Icon Kids"-Umfrage auf (Platz 3 bei den Jungen). Jetzt ist sie nicht mehr dabei. ,,Die Jugend fühlt sich von der Politik nicht gebraucht", so Grünewald, ,,das ist die Quittung."
Singen bis um sechs Uhr morgens
25.05.2007
Max Mutzke meldet sich mit neuer Single zurück
Von MARCUS BÖTTCHER
Fast zwei Jahre hat man nicht von Max Mutzke gehört. Jetzt hat das Warten ein Ende. Der 26-Jährige meldet sich mit der Single ,,Mein Automobil" (wird heute veröffentlicht) zurück. Im EXPRESS erzählt er über nächtliche Aufnahmen und die Freundschaft mit Stefan Raab.
Max, viele Songs stammen aus deiner Feder..
Max Mutzke: ,,Ja, ich wollte mein Können mal ausprobieren, selber meine Ideen einbringen. Hat ja auch gut geklappt. Sieben Titel aus dem Album stammen von mir. Den Rest hat Stefan gemacht."
Wie war die Zusammenarbeit mit Raab? Behindert eure Freundschaft das Geschäft?
,,Nein, überhaupt nicht. Wir sind sehr gut befreundet, das stimmt. Das war sogar von Vorteil, weil wir uns teilweise die Nächte bis 5 oder 6 Uhr morgens bei ihm im Studio um die Ohren geschlagen haben."
Und dann?
,,Dann sind wir noch eine Runde spazieren gegangen, haben über die Zukunft diskutiert und dann habe ich bei ihm zu Hause im Gästezimmer geschlafen."
Hört sich stressig an..
,,War es teilweise auch. Aber Stefan ist extrem fleißig. Ich war ja in der Produktionszeit teilweise nur zwei, drei Tage am Stück in Köln zum Einsingen. Er hat sich dann nach seiner Sendung immer noch ins Studio verzogen und produziert."
Hat es deswegen so lang gedauert, bis das neue Album (,,Aus dem Bauch") fertig war?
,,Das war vielleicht gar nicht so schlecht. Im Vergleich zum ersten ist die musikalische Qualität höher, die Produktion ist noch hochwertiger und die Songs authentischer. Wir hatten einfach mehr Zeit, unsere Ideen umzusetzen."
Dein neues Lied heißt ,,Mein Automobil". Was fährst du eigentlich privat?
,,Ich bin ein totaler Geländefetischist. Ich hab ´ne Cross-Enduro, mit der ich mit meinen Kumpels durch die Wälder fahre. Mein Stolz ist aber mein Landrover Discovery. Damit bin ich viel im Gelände unterwegs. Neulich mussten wir den Wagen mit Seilen wieder aus dem Dreck ziehen. Ich hatte es wohl etwas übertrieben mit der Geländefahrerei."
,,Mein Automobil" ist eigentlich ein Liebeslied. Wie sieht´s privat mit der Liebe aus?
,,Ich bin nach wie vor mit meiner langjährigen Freundin zusammen. Und das soll auch so bleiben.."
Wenn´s mit der Musik nicht klappen sollte, was würdest du machen?
,,Zunächst gehe ich natürlich davon aus, dass ich in meinem Traumberuf bleibe und Musik machen kann. Vielleicht hätte ich als Alternative dann Lust, mit schwer erziehbaren Kindern zu arbeiten, zum Beispiel auf einem Bauernhof."
Max Mutzke meldet sich mit neuer Single zurück
Von MARCUS BÖTTCHER
Fast zwei Jahre hat man nicht von Max Mutzke gehört. Jetzt hat das Warten ein Ende. Der 26-Jährige meldet sich mit der Single ,,Mein Automobil" (wird heute veröffentlicht) zurück. Im EXPRESS erzählt er über nächtliche Aufnahmen und die Freundschaft mit Stefan Raab.
Max, viele Songs stammen aus deiner Feder..
Max Mutzke: ,,Ja, ich wollte mein Können mal ausprobieren, selber meine Ideen einbringen. Hat ja auch gut geklappt. Sieben Titel aus dem Album stammen von mir. Den Rest hat Stefan gemacht."
Wie war die Zusammenarbeit mit Raab? Behindert eure Freundschaft das Geschäft?
,,Nein, überhaupt nicht. Wir sind sehr gut befreundet, das stimmt. Das war sogar von Vorteil, weil wir uns teilweise die Nächte bis 5 oder 6 Uhr morgens bei ihm im Studio um die Ohren geschlagen haben."
Und dann?
,,Dann sind wir noch eine Runde spazieren gegangen, haben über die Zukunft diskutiert und dann habe ich bei ihm zu Hause im Gästezimmer geschlafen."
Hört sich stressig an..
,,War es teilweise auch. Aber Stefan ist extrem fleißig. Ich war ja in der Produktionszeit teilweise nur zwei, drei Tage am Stück in Köln zum Einsingen. Er hat sich dann nach seiner Sendung immer noch ins Studio verzogen und produziert."
Hat es deswegen so lang gedauert, bis das neue Album (,,Aus dem Bauch") fertig war?
,,Das war vielleicht gar nicht so schlecht. Im Vergleich zum ersten ist die musikalische Qualität höher, die Produktion ist noch hochwertiger und die Songs authentischer. Wir hatten einfach mehr Zeit, unsere Ideen umzusetzen."
Dein neues Lied heißt ,,Mein Automobil". Was fährst du eigentlich privat?
,,Ich bin ein totaler Geländefetischist. Ich hab ´ne Cross-Enduro, mit der ich mit meinen Kumpels durch die Wälder fahre. Mein Stolz ist aber mein Landrover Discovery. Damit bin ich viel im Gelände unterwegs. Neulich mussten wir den Wagen mit Seilen wieder aus dem Dreck ziehen. Ich hatte es wohl etwas übertrieben mit der Geländefahrerei."
,,Mein Automobil" ist eigentlich ein Liebeslied. Wie sieht´s privat mit der Liebe aus?
,,Ich bin nach wie vor mit meiner langjährigen Freundin zusammen. Und das soll auch so bleiben.."
Wenn´s mit der Musik nicht klappen sollte, was würdest du machen?
,,Zunächst gehe ich natürlich davon aus, dass ich in meinem Traumberuf bleibe und Musik machen kann. Vielleicht hätte ich als Alternative dann Lust, mit schwer erziehbaren Kindern zu arbeiten, zum Beispiel auf einem Bauernhof."
8 Jahre Knast für Cola-Verräterin
25.05.2007
Sie wollte Rezept an Konkurrent verkaufen
Von M. BÖTTCHER
Atlanta - Da hat sie sich verspekuliert. Joya Williams, Ex-Sekretärin beim Getränke-Riesen Coca-Cola, klaute ihrem Arbeitgeber geheime Rezepte und Produktproben, wollte sie an Pepsi verkaufen. Doch der große Konkurrent lehnte ab, gab den Fall an die Polizei. Für den versuchten Verrat muss Williams jetzt für acht Jahre hinter Gitter.
Die Coca-Cola-Rezepte gehören zu den bestgehüteten Firmen-Geheimnissen der Welt. Eine wollte das jetzt ändern: Joya Williams (42). Sie nutzte ihren Job als Sekretärin bei Coca-Cola in Atlanta/USA, durchwühlte Akten, klaute Rezepte. Zusammen mit Ibrahim Dimson und Edmund Duhaney wollte sie die wertvollen Dokumente an Pepsi verkaufen. Für umgerechnet satte 1,1 Millionen Euro. Doch der Limo-Konkurrent lehnte ab, informierte Coca-Cola und die US-Bundespolizei FBI über die untreue Mitarbeiterin.
Jetzt verurteilte Richter Owen Forrester Joya Williams zu acht Jahren Gefängnis, ihr Komplizen Dimson bekam fünf.
,,Das waren zum Glück nur Dokumente und Rezepte über neue, innovative Produkte. Die Originalrezeptur liegt sicher in einem Tresor der Bank von Atlanta", erklärt Coca-Cola Sprecherin Claudia Fasse. Und solange sie dort liegt, kann auch niemand die originale Coca-Cola nachmachen. ,,Die Zutaten des Getränks kennen viele, die sind für Chemiker relativ einfach zu erforschen. Aber zum Beispiel der zeitliche Ablauf und die chemischen Prozesse des Vermischens, Erhitzens und Lagerns sind niemandem bekannt."
Coca-Cola hütet seine weltberühmte Geheim-Rezeptur mit allen Mitteln. Sprecherin Fasse: ,,Auf der ganzen Welt gibt es nur ganz wenige Konzentratfabriken, deren Standorte geheim sind. Die Abfüllanlagen geben dann nur noch Wasser, Kohlensäure und Zucker dazu." Sollte doch jemand an das Original-Rezept kommen, hätte Coca-Cola ein Riesenproblem. ,,Schließlich begründet sich darauf unser Unternehmen." Und das ist derzeit fast 70 Milliarden Euro wert..
Sie wollte Rezept an Konkurrent verkaufen
Von M. BÖTTCHER
Atlanta - Da hat sie sich verspekuliert. Joya Williams, Ex-Sekretärin beim Getränke-Riesen Coca-Cola, klaute ihrem Arbeitgeber geheime Rezepte und Produktproben, wollte sie an Pepsi verkaufen. Doch der große Konkurrent lehnte ab, gab den Fall an die Polizei. Für den versuchten Verrat muss Williams jetzt für acht Jahre hinter Gitter.
Die Coca-Cola-Rezepte gehören zu den bestgehüteten Firmen-Geheimnissen der Welt. Eine wollte das jetzt ändern: Joya Williams (42). Sie nutzte ihren Job als Sekretärin bei Coca-Cola in Atlanta/USA, durchwühlte Akten, klaute Rezepte. Zusammen mit Ibrahim Dimson und Edmund Duhaney wollte sie die wertvollen Dokumente an Pepsi verkaufen. Für umgerechnet satte 1,1 Millionen Euro. Doch der Limo-Konkurrent lehnte ab, informierte Coca-Cola und die US-Bundespolizei FBI über die untreue Mitarbeiterin.
Jetzt verurteilte Richter Owen Forrester Joya Williams zu acht Jahren Gefängnis, ihr Komplizen Dimson bekam fünf.
,,Das waren zum Glück nur Dokumente und Rezepte über neue, innovative Produkte. Die Originalrezeptur liegt sicher in einem Tresor der Bank von Atlanta", erklärt Coca-Cola Sprecherin Claudia Fasse. Und solange sie dort liegt, kann auch niemand die originale Coca-Cola nachmachen. ,,Die Zutaten des Getränks kennen viele, die sind für Chemiker relativ einfach zu erforschen. Aber zum Beispiel der zeitliche Ablauf und die chemischen Prozesse des Vermischens, Erhitzens und Lagerns sind niemandem bekannt."
Coca-Cola hütet seine weltberühmte Geheim-Rezeptur mit allen Mitteln. Sprecherin Fasse: ,,Auf der ganzen Welt gibt es nur ganz wenige Konzentratfabriken, deren Standorte geheim sind. Die Abfüllanlagen geben dann nur noch Wasser, Kohlensäure und Zucker dazu." Sollte doch jemand an das Original-Rezept kommen, hätte Coca-Cola ein Riesenproblem. ,,Schließlich begründet sich darauf unser Unternehmen." Und das ist derzeit fast 70 Milliarden Euro wert..
Zwillinge streiten um Vaterschaft
24.05.2007
Was für ein Debakel!
Von MARCUS BÖTTCHER
Sikeston - Wer ist der wahre Vater, wer der Onkel? Die kleine Tochter von Holly Marie Adams wird es wohl nie erfahren. Denn ihre Mutter hatte in einer Nacht Sex mit zwei eineiigen Zwillingen. Beide kommen nun als Papa in Frage, aber keiner will`s gewesen sein. Jetzt streiten die beiden vor einem US-Gericht, wer der Vater sein ,,muss".
Es fing alles so harmlos an. Holly Marie Adams geht mit Freundinnen zum Rodeo in Missouri, feiert und trinkt den ganzen Abend. In der feuchtfröhlichen Nacht landet sie mit Richard im Bett. ,,Danach bin ich zu Raymon gegangen und hatte auch mit ihm Sex."
Ergebnis der wilden Liebelei: Holly wird schwanger, bekommt eine Tochter. Sie gibt Raymon auf der Geburtsurkunde an.
Doch bei ihm ist die Freude, vorsichtig ausgedrückt, nicht allzu groß. Er will für die unerwünschte Tochter keine Alimente löhnen, zieht gegen seinen Bruder Richard vor Gericht. ,,Wenn ein Zweiter mit gleich großer Wahrscheinlichkeit als Vater in Frage kommt, warum soll ich dann zahlen". Das Dilemma: Der vom Gericht verordnete Vaterschaftstest erweist sich von vornherein als nutzlos. Denn eineiigen Zwillinge sind genetisch identisch. Beide Männer kommen mit 99,9-prozentiger Sicherheit als Papa in Frage. ,,Es gibt in diesem Fall definitiv keine Möglichkeit herauszufinden, wer der Vater ist. So etwas hat es in Deutschland meines Wissens noch nie gegeben", erklärt der Kölner Forensiker Dr. Mark Benecke.
Richter Fred Copeland urteilt trotzdem gegen Raymon, erklärt ihn zum Vater. Denn wer als solcher auf der Geburtsurkunde auftaucht, kann in Missouri laut Gesetz die Vaterschaft nicht anfechten, wenn ein DNA-Test diese bestätigt hat. Und basta! Doch der Streit geht trotzdem weiter. Raymon kündigt an, dass er vors Verfassungsgericht zieht.
Neben der heute dreijährigen Tochter von Holly Marie Adams, die nie erfahren wird, wer ihr Vater und wer ihr Onkel ist, hat der Fall noch einen Verlierer: Jean Miller, die Mutter der Zwillinge. ,,Ich habe ein Enkelkind bekommen und meine Söhne verloren. Sie sind sich spinnefeind."
Was für ein Debakel!
Von MARCUS BÖTTCHER
Sikeston - Wer ist der wahre Vater, wer der Onkel? Die kleine Tochter von Holly Marie Adams wird es wohl nie erfahren. Denn ihre Mutter hatte in einer Nacht Sex mit zwei eineiigen Zwillingen. Beide kommen nun als Papa in Frage, aber keiner will`s gewesen sein. Jetzt streiten die beiden vor einem US-Gericht, wer der Vater sein ,,muss".
Es fing alles so harmlos an. Holly Marie Adams geht mit Freundinnen zum Rodeo in Missouri, feiert und trinkt den ganzen Abend. In der feuchtfröhlichen Nacht landet sie mit Richard im Bett. ,,Danach bin ich zu Raymon gegangen und hatte auch mit ihm Sex."
Ergebnis der wilden Liebelei: Holly wird schwanger, bekommt eine Tochter. Sie gibt Raymon auf der Geburtsurkunde an.
Doch bei ihm ist die Freude, vorsichtig ausgedrückt, nicht allzu groß. Er will für die unerwünschte Tochter keine Alimente löhnen, zieht gegen seinen Bruder Richard vor Gericht. ,,Wenn ein Zweiter mit gleich großer Wahrscheinlichkeit als Vater in Frage kommt, warum soll ich dann zahlen". Das Dilemma: Der vom Gericht verordnete Vaterschaftstest erweist sich von vornherein als nutzlos. Denn eineiigen Zwillinge sind genetisch identisch. Beide Männer kommen mit 99,9-prozentiger Sicherheit als Papa in Frage. ,,Es gibt in diesem Fall definitiv keine Möglichkeit herauszufinden, wer der Vater ist. So etwas hat es in Deutschland meines Wissens noch nie gegeben", erklärt der Kölner Forensiker Dr. Mark Benecke.
Richter Fred Copeland urteilt trotzdem gegen Raymon, erklärt ihn zum Vater. Denn wer als solcher auf der Geburtsurkunde auftaucht, kann in Missouri laut Gesetz die Vaterschaft nicht anfechten, wenn ein DNA-Test diese bestätigt hat. Und basta! Doch der Streit geht trotzdem weiter. Raymon kündigt an, dass er vors Verfassungsgericht zieht.
Neben der heute dreijährigen Tochter von Holly Marie Adams, die nie erfahren wird, wer ihr Vater und wer ihr Onkel ist, hat der Fall noch einen Verlierer: Jean Miller, die Mutter der Zwillinge. ,,Ich habe ein Enkelkind bekommen und meine Söhne verloren. Sie sind sich spinnefeind."
Zwei Silberpfeile zum Träumen
23.05.2007
Über-Mercedes von AMG: EXPRESS durfte mal einsteigen
Von MARCUS BÖTTCHER
Wahr gewordene Auto-Träume - die neuen von Werkstuner AMG aufgemotzten Mercedes CL 65 und CLK 63 Black Series. Edles Design zum Dahinschmelzen, Motorkraft ohne Ende, den einzigartigen Nachbar-Neidfaktor - und einen Preis für den gaaanz dicken Geldbeutel.
Zu seinem 40. Geburtstag beschenkt sich der Mercedes-Tuner AMG selber. Die Schwaben zaubern gleich zwei neue Hingucker auf die Straße. EXPRESS testete beide. Zum Ersten: ein Traum-Coupé der Extraklasse, den Mercedes CL 65 AMG.
Unter der Haube schlummert ein V12-Biturbomotor mit sagenhaften 612 PS. Ein kurzer Tritt aufs Gaspedal, und das Biest erwacht. Es röhrt und dröhnt, als hätte man die Ohrmuschel direkt am Auspuff. In 4,4 Sekunden ist der CL auf Tempo 100, in 13,3 Sekunden auf 200 km/h. Ampelrennen gewinnt man wahrscheinlich im Rückwärtsgang!
Auch von außen ist Luxus der Oberklasse erkennbar: Die kratzbeständigere Lackierung (,,Alubeam") lässt die Außenhaut schimmern wie flüssigen Lack in den ,,Terminator"-Filmen. Dazu 20-Zoll-Felgen, die allein schon so viel kosten wie ein Kleinwagen. Will man den gesamten CL kaufen, klafft plötzlich ein tiefes Loch in der prall gefüllten Geldbörse: 219 555 Euro würden für die (allerdings sensationelle) Unvernunft fällig. Heißt: Auf deutschen Straßen wird der ultra-selten!
Der Scheck für die zweite Höllenmaschine CLK 63 Black Series - schon der Namen geht runter wie Öl - fällt ,,kleiner" aus: Es müssen aber immer noch stolze 141610 Euro draufstehen. Für Rennsportler mit Freude an der politischen Unkorrektheit (Co 2-Wert: 369 g/km, ein Golf IV braucht ca. 190 g/km) aber gut angelegtes Geld. Der Verbrauch des V8-Coupé beschert ein schlechtes Öko-Gewissen (ca. 16 Liter auf 100 Kilometer), die 250 km/h-Geschwindigkeitsbegrenzung steht nur in der Bedienungs-Anleitung, und der kreischende Motorsound nimmt es locker mit hämmernden Presslufthämmern auf.
Zum Gesamtkunstwerk gehören dicke Sportschlappen (vorn 265er-, hinten 285er-Reifen). Auf gerader Strecke sind 300 km/h mit den zerrenden 507 PS überhaupt kein Thema. Allerdings ist der Zweisitzer nix für Bodybuilder: Die engen Sportschalensitze vermitteln alles andere als Couch-Gefühl im Auto.
Sonst ist im CLK (natürlich) alles drin, was einen von AMG veredelten Luxus-Mercedes ausmacht. Plus das einzigartige Gefühl, in einem Auto zu sitzen, das sich anhört, riecht, anfühlt und fährt wie ein Silberpfeil zum Träumen.
Über-Mercedes von AMG: EXPRESS durfte mal einsteigen
Von MARCUS BÖTTCHER
Wahr gewordene Auto-Träume - die neuen von Werkstuner AMG aufgemotzten Mercedes CL 65 und CLK 63 Black Series. Edles Design zum Dahinschmelzen, Motorkraft ohne Ende, den einzigartigen Nachbar-Neidfaktor - und einen Preis für den gaaanz dicken Geldbeutel.
Zu seinem 40. Geburtstag beschenkt sich der Mercedes-Tuner AMG selber. Die Schwaben zaubern gleich zwei neue Hingucker auf die Straße. EXPRESS testete beide. Zum Ersten: ein Traum-Coupé der Extraklasse, den Mercedes CL 65 AMG.
Unter der Haube schlummert ein V12-Biturbomotor mit sagenhaften 612 PS. Ein kurzer Tritt aufs Gaspedal, und das Biest erwacht. Es röhrt und dröhnt, als hätte man die Ohrmuschel direkt am Auspuff. In 4,4 Sekunden ist der CL auf Tempo 100, in 13,3 Sekunden auf 200 km/h. Ampelrennen gewinnt man wahrscheinlich im Rückwärtsgang!
Auch von außen ist Luxus der Oberklasse erkennbar: Die kratzbeständigere Lackierung (,,Alubeam") lässt die Außenhaut schimmern wie flüssigen Lack in den ,,Terminator"-Filmen. Dazu 20-Zoll-Felgen, die allein schon so viel kosten wie ein Kleinwagen. Will man den gesamten CL kaufen, klafft plötzlich ein tiefes Loch in der prall gefüllten Geldbörse: 219 555 Euro würden für die (allerdings sensationelle) Unvernunft fällig. Heißt: Auf deutschen Straßen wird der ultra-selten!
Der Scheck für die zweite Höllenmaschine CLK 63 Black Series - schon der Namen geht runter wie Öl - fällt ,,kleiner" aus: Es müssen aber immer noch stolze 141610 Euro draufstehen. Für Rennsportler mit Freude an der politischen Unkorrektheit (Co 2-Wert: 369 g/km, ein Golf IV braucht ca. 190 g/km) aber gut angelegtes Geld. Der Verbrauch des V8-Coupé beschert ein schlechtes Öko-Gewissen (ca. 16 Liter auf 100 Kilometer), die 250 km/h-Geschwindigkeitsbegrenzung steht nur in der Bedienungs-Anleitung, und der kreischende Motorsound nimmt es locker mit hämmernden Presslufthämmern auf.
Zum Gesamtkunstwerk gehören dicke Sportschlappen (vorn 265er-, hinten 285er-Reifen). Auf gerader Strecke sind 300 km/h mit den zerrenden 507 PS überhaupt kein Thema. Allerdings ist der Zweisitzer nix für Bodybuilder: Die engen Sportschalensitze vermitteln alles andere als Couch-Gefühl im Auto.
Sonst ist im CLK (natürlich) alles drin, was einen von AMG veredelten Luxus-Mercedes ausmacht. Plus das einzigartige Gefühl, in einem Auto zu sitzen, das sich anhört, riecht, anfühlt und fährt wie ein Silberpfeil zum Träumen.
Stunt-Oscar für Action-Helden aus Hürth
22.05.2007
Von MARCUS BÖTTCHER
Los Angeles/Hürth - Riesenehre für das Film-Stuntteam ,,ActionConcept". In Hollywood eroberten die Hürther bereits zum vierten Mal in der Kategorie ,,Beste Action in einem internationalen Film einen ,,Taurus World Stunt Award" - den Oscar der Stuntmänner.
Die Siegerszene: Polizist Chris Ritter von ,,Cobra 11" (RTL) hängt mit den Kniekehlen an Hubschrauber- Kufen. Kopfüber zieht er seinen Kollegen mit bloßen Händen von einem brennenden Schiff, Sekunden später explodiert es.
,,Der Preis ist eine Riesensache für uns. Wir haben uns gegen dreißig internationale Produktionen durchgesetzt. Ich bin stolz auf unser Team", freut sich Hermann Joha (47). Und der Chef von ActionConcept will mehr: ,,Wir haben jetzt den vierten Award. Michael Schumacher hat sieben WM-Titel. Wir wollen mindestens so gut werden wie er, drei Mal haben wir also noch vor uns. Ich denke, dass wir das auch schaffen werden."
Von MARCUS BÖTTCHER
Los Angeles/Hürth - Riesenehre für das Film-Stuntteam ,,ActionConcept". In Hollywood eroberten die Hürther bereits zum vierten Mal in der Kategorie ,,Beste Action in einem internationalen Film einen ,,Taurus World Stunt Award" - den Oscar der Stuntmänner.
Die Siegerszene: Polizist Chris Ritter von ,,Cobra 11" (RTL) hängt mit den Kniekehlen an Hubschrauber- Kufen. Kopfüber zieht er seinen Kollegen mit bloßen Händen von einem brennenden Schiff, Sekunden später explodiert es.
,,Der Preis ist eine Riesensache für uns. Wir haben uns gegen dreißig internationale Produktionen durchgesetzt. Ich bin stolz auf unser Team", freut sich Hermann Joha (47). Und der Chef von ActionConcept will mehr: ,,Wir haben jetzt den vierten Award. Michael Schumacher hat sieben WM-Titel. Wir wollen mindestens so gut werden wie er, drei Mal haben wir also noch vor uns. Ich denke, dass wir das auch schaffen werden."
Cometen-Regen auf Silbermond
04.05.2007
Tokio Hotel räumte den Super-Comet der Fans ab
Von MARCUS BÖTTCHER und CHRISTIAN WIERMER
Galaktisch! Der Comet glüht wieder am Rhein - und Silber mond steigt vom Pop-Himmel ins Musik-Universum auf. Völlig losgelöst, was die 1700 Gäste im Kölner Musical Dome und Millionen Zuschauer gestern Abend live im TV erlebten: Silbermond, der Pop-Comet. Gleich drei Preise sahnte die Rock-Band aus Sachsen ab: ,,Bester Song", ,,Erfolgreichster Download-Song" und zum zweiten Mal in Folge ,,Bester Live-Act".
Riesenfreude bei der Band - doch Frontfrau Stefanie Kloß (22) blieb bescheiden. ,,Es geht uns wirklich nicht um Preise. Das was uns ausmacht, ist die Musik. Und unser Lohn ist der Moment, in dem die Menschen in die Hände klatschen. Die anderen Bands hätten den Comet genauso verdient gehabt."
Jubel auch bei Tokio Hotel. Auch an Tom (18) und Co. gingen drei Preise, weil die Fans ihnen am Abend bei der Wahl des Super-Cometen die meisten Stimmen gaben: ,,Es kann sich keiner vorstellen, was für eine Freude das für uns ist", lachte Bill (17) glücklich. Sarah Connor (,,Beste Künstlerin") weinte sogar vor Rührung. Bushido (28) dagegen steckte den Titel ,,Bester Künstler" wie selbstverständlich ein. Und zollte dem auch nominierten Herbert Grönemeyer (51) seinen Respekt: ,,Es ist mir eine Ehre mit ihnen nominiert zu sein."
Die Überraschung des Abends: Der DSDS-Viertplatzierte Nevio Passaro (26) bekam den Titel ,,Bester Newcomer". Nevio konnte seine Glück kaum in Worte fassen. ,,Ich bin Musiker und kein Redner", sagte er lachend: ,,Tausend, tausend Dank". Ein gigantisches und spektakuläres Stelldichein der Stars. Xavier Naidoo (35), Die Fantastischen Vier, LaFee (16), Monrose, Rosenstolz - eine scheinbar unendliche Liste Top-Stars, die nachmittags über den Roten Teppich vorm Musical Dome stolzierte. Lustig: Die Ankunft der frechen Nachwuchssängerin Liza Li (19) aus Düsseldorf. Während sich fast alle mit einer dicken Limousine vorfahren ließen, kam Liza mit ihrem Fahrrad. ,,Cool, oder?"
Ob Tokio Hotel auch nach der After-Show-Party so cool wie Liza Li bleiben? Schon bei ihrer Ankunft in Köln hatten Fans vor dem Hotel Interconti ihr Lager aufgeschlagen, campierten in der Nacht vor dem Musical Dome. Dort gab es dann am Roten Teppich eindeutige Angebote: ,,Bill, ich will dein Piercing spüren".
Die Comet-Gewinner 2007
Als ,,beste Künstlerin" wurde zum zweiten Mal Sarah Connor (26) von den VIVA-Zuschauern ausgezeichnet - brach überglücklich in Tränen aus. Danach wurde es ohrenbetäubend laut: Unter dem Gekreische der Fans nahmen Tokio Hotel den Preis in der Königs-Kategorie ,,Beste Band" entgegen. Für ihr Video zu ,,Der letzte Tag" gab`s für die Vier den zweiten Comet, anschließend auch noch den Super-Comet. Der gebürtige Bonner Rapper Bushido (28) schnappte sich den Preis für den ,,besten Künstler". Silbermond `s Nummer-1-Hit ,,Das Beste" machte seinem Namen alle Ehre, wurde zum ,,Besten Song" und zum ,,Erfolgreichsten Download-Song" gekürt. ,,Bester Newcomer" wurde Nevio (26), ,,bester Liveact" wieder Silbermond .
Tokio Hotel räumte den Super-Comet der Fans ab
Von MARCUS BÖTTCHER und CHRISTIAN WIERMER
Galaktisch! Der Comet glüht wieder am Rhein - und Silber mond steigt vom Pop-Himmel ins Musik-Universum auf. Völlig losgelöst, was die 1700 Gäste im Kölner Musical Dome und Millionen Zuschauer gestern Abend live im TV erlebten: Silbermond, der Pop-Comet. Gleich drei Preise sahnte die Rock-Band aus Sachsen ab: ,,Bester Song", ,,Erfolgreichster Download-Song" und zum zweiten Mal in Folge ,,Bester Live-Act".
Riesenfreude bei der Band - doch Frontfrau Stefanie Kloß (22) blieb bescheiden. ,,Es geht uns wirklich nicht um Preise. Das was uns ausmacht, ist die Musik. Und unser Lohn ist der Moment, in dem die Menschen in die Hände klatschen. Die anderen Bands hätten den Comet genauso verdient gehabt."
Jubel auch bei Tokio Hotel. Auch an Tom (18) und Co. gingen drei Preise, weil die Fans ihnen am Abend bei der Wahl des Super-Cometen die meisten Stimmen gaben: ,,Es kann sich keiner vorstellen, was für eine Freude das für uns ist", lachte Bill (17) glücklich. Sarah Connor (,,Beste Künstlerin") weinte sogar vor Rührung. Bushido (28) dagegen steckte den Titel ,,Bester Künstler" wie selbstverständlich ein. Und zollte dem auch nominierten Herbert Grönemeyer (51) seinen Respekt: ,,Es ist mir eine Ehre mit ihnen nominiert zu sein."
Die Überraschung des Abends: Der DSDS-Viertplatzierte Nevio Passaro (26) bekam den Titel ,,Bester Newcomer". Nevio konnte seine Glück kaum in Worte fassen. ,,Ich bin Musiker und kein Redner", sagte er lachend: ,,Tausend, tausend Dank". Ein gigantisches und spektakuläres Stelldichein der Stars. Xavier Naidoo (35), Die Fantastischen Vier, LaFee (16), Monrose, Rosenstolz - eine scheinbar unendliche Liste Top-Stars, die nachmittags über den Roten Teppich vorm Musical Dome stolzierte. Lustig: Die Ankunft der frechen Nachwuchssängerin Liza Li (19) aus Düsseldorf. Während sich fast alle mit einer dicken Limousine vorfahren ließen, kam Liza mit ihrem Fahrrad. ,,Cool, oder?"
Ob Tokio Hotel auch nach der After-Show-Party so cool wie Liza Li bleiben? Schon bei ihrer Ankunft in Köln hatten Fans vor dem Hotel Interconti ihr Lager aufgeschlagen, campierten in der Nacht vor dem Musical Dome. Dort gab es dann am Roten Teppich eindeutige Angebote: ,,Bill, ich will dein Piercing spüren".
Die Comet-Gewinner 2007
Als ,,beste Künstlerin" wurde zum zweiten Mal Sarah Connor (26) von den VIVA-Zuschauern ausgezeichnet - brach überglücklich in Tränen aus. Danach wurde es ohrenbetäubend laut: Unter dem Gekreische der Fans nahmen Tokio Hotel den Preis in der Königs-Kategorie ,,Beste Band" entgegen. Für ihr Video zu ,,Der letzte Tag" gab`s für die Vier den zweiten Comet, anschließend auch noch den Super-Comet. Der gebürtige Bonner Rapper Bushido (28) schnappte sich den Preis für den ,,besten Künstler". Silbermond `s Nummer-1-Hit ,,Das Beste" machte seinem Namen alle Ehre, wurde zum ,,Besten Song" und zum ,,Erfolgreichsten Download-Song" gekürt. ,,Bester Newcomer" wurde Nevio (26), ,,bester Liveact" wieder Silbermond .
Welchen Faulpelz haben Sie als Kollegen?
03.05.2007
Von MARCUS BÖTTCHER
Im EXPRESS stellt Michael Busch von der TU Ilmenau die acht Typen der Arbeits-Faulenzer vor. Schauen Sie mal: Welcher Kollege ist welcher Faulenzer-Typ?
Der einfache Zu-Spät-Kommer und Zu-Früh-Geher
,,Er kommt morgens gern mal fünf Minuten später. Er sieht das aber nicht so eng. Abends hat er dann plötzlich doch noch was vor, muss dringend weg. Eine vergleichsweise harmlose Variante des Faulenzens", erklärt Michael Busch.
Der joviale Müßiggänger
,,Auch er ist eigentlich harmlos. Man kann ihm durch seine meist sympathische Natur nicht böse sein. Er ist sehr gesprächig, neigt zur Redseligkeit. Eine Kaffeepause kann schon mal eine Stunde dauern, die Arbeit bleibt natürlich liegen."
Der phlegmatische Bremser
,,Er geht Arbeits-Aufgaben mit viel Ruhe an, übertreibt dabei aber. Dieser Kollegen-Typ möchte das Arbeitstempo gern auf seine Geschwindigkeit gedrosselt sehen. Kann sehr nervig sein."
Der Schnorrer
,,Erschleicht sich zum Glück nur gelegentlich die Hilfe der Kollegen. So nach dem Motto: Kannst du mir dies und das mal eben machen. Wenn die Bitten nicht zu oft vorkommen, ist es gerade noch in Ordnung."
Der notorische Nassauer
,,Ein richtiger Schmarotzer und Parasit. Er ist einer, der sprichwörtlich immer von fremden Tellern isst. Quasi die permanente Version des Schnorrers, der andere Kollegen immer seine Arbeit machen lässt."
Das Alphatier
,,Meist ältere, charismatische Typen, die nach außen auf dicke Hose machen. Haben einen kleinen Hofstaat um sich versammelt, den sie für sich arbeiten lassen. Jüngere Kollegen merken meist gar nicht, dass sie für diesen Faulenzer-Typ die Arbeit erledigen."
Der missliebige Abstauber
,,Drängt sich gern in den Vordergrund. Auch wenn er nur einen Bruchteil zu einer Problemlösung beigetragen hat, spielt er sich beim Chef als Anführer auf. Schmückt sich mit den Federn anderer."
Der böswillige Blutsauger
,,Das schwarze Schaf im Kollegenkreis. Dieser Faulenzer-Typ benutzt Kollegen bewusst und aus reinem Egoismus aus, wälzt seine Arbeit auf andere ab, delegiert. Er ist der gewiefteste, erfahrenste Typ. Ein Chameleon, dass sich sehr gut verstellen kann und nie um eine Ausrede verlegen ist."
Von MARCUS BÖTTCHER
Im EXPRESS stellt Michael Busch von der TU Ilmenau die acht Typen der Arbeits-Faulenzer vor. Schauen Sie mal: Welcher Kollege ist welcher Faulenzer-Typ?
Der einfache Zu-Spät-Kommer und Zu-Früh-Geher
,,Er kommt morgens gern mal fünf Minuten später. Er sieht das aber nicht so eng. Abends hat er dann plötzlich doch noch was vor, muss dringend weg. Eine vergleichsweise harmlose Variante des Faulenzens", erklärt Michael Busch.
Der joviale Müßiggänger
,,Auch er ist eigentlich harmlos. Man kann ihm durch seine meist sympathische Natur nicht böse sein. Er ist sehr gesprächig, neigt zur Redseligkeit. Eine Kaffeepause kann schon mal eine Stunde dauern, die Arbeit bleibt natürlich liegen."
Der phlegmatische Bremser
,,Er geht Arbeits-Aufgaben mit viel Ruhe an, übertreibt dabei aber. Dieser Kollegen-Typ möchte das Arbeitstempo gern auf seine Geschwindigkeit gedrosselt sehen. Kann sehr nervig sein."
Der Schnorrer
,,Erschleicht sich zum Glück nur gelegentlich die Hilfe der Kollegen. So nach dem Motto: Kannst du mir dies und das mal eben machen. Wenn die Bitten nicht zu oft vorkommen, ist es gerade noch in Ordnung."
Der notorische Nassauer
,,Ein richtiger Schmarotzer und Parasit. Er ist einer, der sprichwörtlich immer von fremden Tellern isst. Quasi die permanente Version des Schnorrers, der andere Kollegen immer seine Arbeit machen lässt."
Das Alphatier
,,Meist ältere, charismatische Typen, die nach außen auf dicke Hose machen. Haben einen kleinen Hofstaat um sich versammelt, den sie für sich arbeiten lassen. Jüngere Kollegen merken meist gar nicht, dass sie für diesen Faulenzer-Typ die Arbeit erledigen."
Der missliebige Abstauber
,,Drängt sich gern in den Vordergrund. Auch wenn er nur einen Bruchteil zu einer Problemlösung beigetragen hat, spielt er sich beim Chef als Anführer auf. Schmückt sich mit den Federn anderer."
Der böswillige Blutsauger
,,Das schwarze Schaf im Kollegenkreis. Dieser Faulenzer-Typ benutzt Kollegen bewusst und aus reinem Egoismus aus, wälzt seine Arbeit auf andere ab, delegiert. Er ist der gewiefteste, erfahrenste Typ. Ein Chameleon, dass sich sehr gut verstellen kann und nie um eine Ausrede verlegen ist."
C-Max: Willkommen in der Max-Familie
02.05.2007
Von MARCUS BÖTTCHER
Ford hat nach dem Mondeo weiteren Famillienzuwachs bekommen. Mit dem Kompaktvan C-Max (der frühere Focus C-Max) bekommt der S-Max einen kleinen Bruder.
Vor allem von vorn ist die Ähnlichkeit verblüffend: Eine dicke Chromleiste an der Motorhaube, zwei Kühlergrille in Trapezform und moderne Schweinwerfer - dank Fords neuem ,,Kinetic Design" wirkt der C-Max jung und dynamisch. Sogar hinten, wo neue LED-Dioden leuchten. Auch der Innenraum des Erfolgsmodells wurde aufgewertet. Wer schöne Aussichten mag, kann für 785 Euro Aufpreis ein Panorama-Schiebedach ordern.
Das Motorenprogramm bleibt unverändert: drei Benziner (100-145 PS), drei Diesel-Aggregate (90-136 PS), dazu die FlexiFuel-Variante (125), die auch Bioethanol schluckt. Unverändert, dass auch der Preis stimmt. Schon ab 18 450 Euro ist der C-Max zu haben.
Von MARCUS BÖTTCHER
Ford hat nach dem Mondeo weiteren Famillienzuwachs bekommen. Mit dem Kompaktvan C-Max (der frühere Focus C-Max) bekommt der S-Max einen kleinen Bruder.
Vor allem von vorn ist die Ähnlichkeit verblüffend: Eine dicke Chromleiste an der Motorhaube, zwei Kühlergrille in Trapezform und moderne Schweinwerfer - dank Fords neuem ,,Kinetic Design" wirkt der C-Max jung und dynamisch. Sogar hinten, wo neue LED-Dioden leuchten. Auch der Innenraum des Erfolgsmodells wurde aufgewertet. Wer schöne Aussichten mag, kann für 785 Euro Aufpreis ein Panorama-Schiebedach ordern.
Das Motorenprogramm bleibt unverändert: drei Benziner (100-145 PS), drei Diesel-Aggregate (90-136 PS), dazu die FlexiFuel-Variante (125), die auch Bioethanol schluckt. Unverändert, dass auch der Preis stimmt. Schon ab 18 450 Euro ist der C-Max zu haben.
Reich und rücksichtslos
01.05.2007
Illegale Autorennen: Polizei stoppt rasende Millionäre
Von IRIS KLINGEHÖFER und MARCUS BÖTTCHER
Koblenz - Tempolimit? Na und? - Gefährliche Raserei? Was soll`s? Es ist die Party der Bleifüße, ein Adrenalinkick für Superreiche, Rock `n` Roll auf vier Rädern: Das illegale Straßenrennen ,,Gumball 3000". Millionen-Erben, Top-Manager, Promis - seit Sonntag fegen die rücksichtlosen Raser durch Europa. Gestern preschten sie durch Deutschland. Und dort wartete schon die Autobahnpolizei auf die Irren in ihren Mega-Sportwagen: ,,Wir haben allein an der Raststätte Brohltal-West bei Koblenz über 50 Autos angehalten. Andere wurden schon hinter der holländischen Grenze gestoppt. Die Fahrer mussten 420 Euro Sicherheitsleistung hinterlegen, weil so ein Rennen in Deutschland verboten ist. Sechs Deutsche erhielten ein Bußgeld von 150 Euro, vier Punkte in Flensburg und Fahrverbote", erklärt Helmut Zirfas von der Polizei Koblenz. ,,Danach haben wir sie in einem Konvoi zum Flughafen Frankfurt Haan geschafft". Dort wurden die Fahrzeuge in Flugzeuge geladen und in die Türkei geflogen - wo das irrsinnige Rennen weitergeht.
Die Autos
Das Wichtigste am ganzen Rennen: die Autos. Hier berühren sich Wahn und Wirklichkeit. Keines der Geschosse auf vier Rädern kostet weniger als 150 000 Euro. Getunte Mercedes oder aufgemotzte Porsche fallen gar nicht mehr auf. Besser fürs Ego: Lamborghini, Ferrari oder Maserati. Absolutes Highlight dieses Jahres ist ein Bugatti Veyron: Schlappe 1001 PS, 400 km/h schnell und 1,2 Millionen Euro teuer.
Die Strecke
Der Start war in London. Gestern ging´s von Amsterdam nach Frankfurt. Die meisten rasten über die A61, viele wurden entlang der Strecke gestoppt. Von Frankfurt-Haan flogen Autos und Fahrer nach Istanbul. Das Rennen gaht dann über Athen, Tirana, Bratislava bis in die Lausitz und nach Berlin. Am 5. Mai endet die Rallye in London.
Das Gesetz
In England wird das Rennen als Werbe-Kampagne eingestuft, ist dort erlaubt. Bei uns fällt es unter Paragraph 29 (,,Rennen mit Kraftfahrzeugen sind verboten") und wird von der Autobahn-Polizei verfolgt. Auch in Belgien, Holland oder Frankreich ist das Gumball-Rennen nicht erlaubt. Allerdings wird dort nur lax kontrolliert.
Die Regeln
Wer 28 000 Pfund (rund 41 000 Euro) und einen schnellen Sportwagen übrig hat, darf teilnehmen. Bei 120 Anmeldungen ist Schluss. Niemand verpflichtet sich, die Verkehrsregeln zu beachten. Besonders die Männer sind vom Ehrgeiz zerfressen - rücksichtloses Rasen über die Autobahn ist für viele ganz normal.
Die Fahrer
Nicht nur der Geldadel hat das Rennen vom Briten Maximillion Cooper (fährt selbstverständlich auch mit) für sich entdeckt. Immer mehr Promis mischen mit. Jamiroquai-Sänger Jay Kay (gr. Foto) rast mit seinem Maserati genauso über die Autobahnen wie Star-Wars-Star Hayden Christensen. MTV-Moderator Xzibit (,,Pimp my ride") ist seit gestern Beifahrer. In Holland wurde er erwischt, als er 60 km/H zuviel auf dem Tacho hatte. Auch Frauen suchen den Adrenalin-Kick: Supermodel Caprice Bourret tritt in einem Range Rover auf`s Gaspedal.
Illegale Autorennen: Polizei stoppt rasende Millionäre
Von IRIS KLINGEHÖFER und MARCUS BÖTTCHER
Koblenz - Tempolimit? Na und? - Gefährliche Raserei? Was soll`s? Es ist die Party der Bleifüße, ein Adrenalinkick für Superreiche, Rock `n` Roll auf vier Rädern: Das illegale Straßenrennen ,,Gumball 3000". Millionen-Erben, Top-Manager, Promis - seit Sonntag fegen die rücksichtlosen Raser durch Europa. Gestern preschten sie durch Deutschland. Und dort wartete schon die Autobahnpolizei auf die Irren in ihren Mega-Sportwagen: ,,Wir haben allein an der Raststätte Brohltal-West bei Koblenz über 50 Autos angehalten. Andere wurden schon hinter der holländischen Grenze gestoppt. Die Fahrer mussten 420 Euro Sicherheitsleistung hinterlegen, weil so ein Rennen in Deutschland verboten ist. Sechs Deutsche erhielten ein Bußgeld von 150 Euro, vier Punkte in Flensburg und Fahrverbote", erklärt Helmut Zirfas von der Polizei Koblenz. ,,Danach haben wir sie in einem Konvoi zum Flughafen Frankfurt Haan geschafft". Dort wurden die Fahrzeuge in Flugzeuge geladen und in die Türkei geflogen - wo das irrsinnige Rennen weitergeht.
Die Autos
Das Wichtigste am ganzen Rennen: die Autos. Hier berühren sich Wahn und Wirklichkeit. Keines der Geschosse auf vier Rädern kostet weniger als 150 000 Euro. Getunte Mercedes oder aufgemotzte Porsche fallen gar nicht mehr auf. Besser fürs Ego: Lamborghini, Ferrari oder Maserati. Absolutes Highlight dieses Jahres ist ein Bugatti Veyron: Schlappe 1001 PS, 400 km/h schnell und 1,2 Millionen Euro teuer.
Die Strecke
Der Start war in London. Gestern ging´s von Amsterdam nach Frankfurt. Die meisten rasten über die A61, viele wurden entlang der Strecke gestoppt. Von Frankfurt-Haan flogen Autos und Fahrer nach Istanbul. Das Rennen gaht dann über Athen, Tirana, Bratislava bis in die Lausitz und nach Berlin. Am 5. Mai endet die Rallye in London.
Das Gesetz
In England wird das Rennen als Werbe-Kampagne eingestuft, ist dort erlaubt. Bei uns fällt es unter Paragraph 29 (,,Rennen mit Kraftfahrzeugen sind verboten") und wird von der Autobahn-Polizei verfolgt. Auch in Belgien, Holland oder Frankreich ist das Gumball-Rennen nicht erlaubt. Allerdings wird dort nur lax kontrolliert.
Die Regeln
Wer 28 000 Pfund (rund 41 000 Euro) und einen schnellen Sportwagen übrig hat, darf teilnehmen. Bei 120 Anmeldungen ist Schluss. Niemand verpflichtet sich, die Verkehrsregeln zu beachten. Besonders die Männer sind vom Ehrgeiz zerfressen - rücksichtloses Rasen über die Autobahn ist für viele ganz normal.
Die Fahrer
Nicht nur der Geldadel hat das Rennen vom Briten Maximillion Cooper (fährt selbstverständlich auch mit) für sich entdeckt. Immer mehr Promis mischen mit. Jamiroquai-Sänger Jay Kay (gr. Foto) rast mit seinem Maserati genauso über die Autobahnen wie Star-Wars-Star Hayden Christensen. MTV-Moderator Xzibit (,,Pimp my ride") ist seit gestern Beifahrer. In Holland wurde er erwischt, als er 60 km/H zuviel auf dem Tacho hatte. Auch Frauen suchen den Adrenalin-Kick: Supermodel Caprice Bourret tritt in einem Range Rover auf`s Gaspedal.
Montag, 13. Oktober 2008
Mondeo, der neue Super-Ford
25.04.2007
Von M. BÖTTCHER und J. PHILIPPI-GERLE
Zum Fahren war er immer schon prima. Jetzt strahlt er auch auf dem Parkplatz Dynamik pur aus. Fords neuer Mondeo kommt. Ein scharfes Teil, in dem sich jeder Kunde ab dem 16. Juni (dem offiziellen Verkaufsstart) fühlen darf wie ein berühmter britischer Geheimagent, der den Wagen schon in ,,Casino Royale" bewegen durfte.
Sportlich wie Bond: Die bullige, schnittige Frontansicht (dank neuem ,,Kynetic Design") mit zwei Trapez-Kühlergrillen dürfte nicht nur russischen Spionen, sondern auch anderen Verkehrsteilnehmern sagen: Vorsicht, hier komme ich! Dazu das sportlich-dynamische Fahrwerk und die fantastische Kurvenlage - die Familienkutsche wird verfolgungsjagd-tauglich. Highlights: Zackiges Beschleunigen und leises Abrollen in Kurven.
Gesellig wie Bond: Wenn Sie ein paar Kollegen oder besser Kolleginnen mitnehmen wollen: nur zu! Der Radstand hat 10 Zentimeter zugelegt. Kniefreiheit und Komfort sind gerade für die Fondpassagiere gewachsen. Der Kofferraum schluckt mehr, beim Turnier etwa plus 45 Liter und maximal 1745 Liter. Anschleichen leicht gemacht: Den neuen Mondeo hört man nicht. Motor-, Reifen- und Windgeräusche wurden drastisch reduziert.
Vorsichtig wie Bond: Unnötiges Risiko? Nichts für Top-Agenten. Und nichts für Ford-Piloten. Immer drin ist jetzt ein Knieairbag, dazu Kopf-Schulter-Airbags, ESP. Die ultrasteife Karosserie gehört zum Besten, was der Markt zu bieten hat. Ob Bond den serienmäßigen Berganfahr-Assistenten und das Auffahrwarnsystem gebraucht hätte, ist fraglich.
Multitaskingfähig wie Bond: Der telefoniert, ballert dabei herum und hält eine schöne Frau im Arm. Ähnliche Herausforderungen bietet das Mondeo-Cockpit. Das bietet alle Annehmlichkeiten der Oberklasse, etwa ein neues Zentraldisplay direkt im Blickfeld des Fahrers. In der Mittelkonsole finden sich gleich zwei Getränkehalter. Leider mit allerlei Schnickschnack überfrachtet.
Charmant wie Bond: Mit der kuscheligwarmen rot-orangenen Ambientebeleuchtung kommt man sich abends vor wie im Raumschiff, für einen kleinen Aufpreis gibt´s edlen Klavierlack. Auch das Einsteigen wird per ,,Keyless Entry" (schlüssellosem Einsteigen) erleichtert - dafür ist das Zuklappen des Kofferraums schwieriger. Wer nicht mindestens 1,65 Meter groß ist, hat Schwierigkeiten an die offene Klappe zu kommen.
Von 100 bis 220 PS
Den neuen Mondeo wird es in vier Varianten (,,Ambiente", ,,Trend", ,,Ghia" und ,,Titanium") mit acht Motoren (drei Diesel, fünf Benziner) geben. Die kleinste Motorisierung (ein Diesel) mit 100 PS und Fünfgang-Schaltgetriebe kostet 23 975 Euro. Es geht aber billiger (dennoch 540 Euro teurer als der Vorgänger): Der 1,6l Ti-VCT (110 PS) ist schon für 21 990 Euro zu haben.
Von M. BÖTTCHER und J. PHILIPPI-GERLE
Zum Fahren war er immer schon prima. Jetzt strahlt er auch auf dem Parkplatz Dynamik pur aus. Fords neuer Mondeo kommt. Ein scharfes Teil, in dem sich jeder Kunde ab dem 16. Juni (dem offiziellen Verkaufsstart) fühlen darf wie ein berühmter britischer Geheimagent, der den Wagen schon in ,,Casino Royale" bewegen durfte.
Sportlich wie Bond: Die bullige, schnittige Frontansicht (dank neuem ,,Kynetic Design") mit zwei Trapez-Kühlergrillen dürfte nicht nur russischen Spionen, sondern auch anderen Verkehrsteilnehmern sagen: Vorsicht, hier komme ich! Dazu das sportlich-dynamische Fahrwerk und die fantastische Kurvenlage - die Familienkutsche wird verfolgungsjagd-tauglich. Highlights: Zackiges Beschleunigen und leises Abrollen in Kurven.
Gesellig wie Bond: Wenn Sie ein paar Kollegen oder besser Kolleginnen mitnehmen wollen: nur zu! Der Radstand hat 10 Zentimeter zugelegt. Kniefreiheit und Komfort sind gerade für die Fondpassagiere gewachsen. Der Kofferraum schluckt mehr, beim Turnier etwa plus 45 Liter und maximal 1745 Liter. Anschleichen leicht gemacht: Den neuen Mondeo hört man nicht. Motor-, Reifen- und Windgeräusche wurden drastisch reduziert.
Vorsichtig wie Bond: Unnötiges Risiko? Nichts für Top-Agenten. Und nichts für Ford-Piloten. Immer drin ist jetzt ein Knieairbag, dazu Kopf-Schulter-Airbags, ESP. Die ultrasteife Karosserie gehört zum Besten, was der Markt zu bieten hat. Ob Bond den serienmäßigen Berganfahr-Assistenten und das Auffahrwarnsystem gebraucht hätte, ist fraglich.
Multitaskingfähig wie Bond: Der telefoniert, ballert dabei herum und hält eine schöne Frau im Arm. Ähnliche Herausforderungen bietet das Mondeo-Cockpit. Das bietet alle Annehmlichkeiten der Oberklasse, etwa ein neues Zentraldisplay direkt im Blickfeld des Fahrers. In der Mittelkonsole finden sich gleich zwei Getränkehalter. Leider mit allerlei Schnickschnack überfrachtet.
Charmant wie Bond: Mit der kuscheligwarmen rot-orangenen Ambientebeleuchtung kommt man sich abends vor wie im Raumschiff, für einen kleinen Aufpreis gibt´s edlen Klavierlack. Auch das Einsteigen wird per ,,Keyless Entry" (schlüssellosem Einsteigen) erleichtert - dafür ist das Zuklappen des Kofferraums schwieriger. Wer nicht mindestens 1,65 Meter groß ist, hat Schwierigkeiten an die offene Klappe zu kommen.
Von 100 bis 220 PS
Den neuen Mondeo wird es in vier Varianten (,,Ambiente", ,,Trend", ,,Ghia" und ,,Titanium") mit acht Motoren (drei Diesel, fünf Benziner) geben. Die kleinste Motorisierung (ein Diesel) mit 100 PS und Fünfgang-Schaltgetriebe kostet 23 975 Euro. Es geht aber billiger (dennoch 540 Euro teurer als der Vorgänger): Der 1,6l Ti-VCT (110 PS) ist schon für 21 990 Euro zu haben.
Vollgas in der Muckibude
22.04.2007
Fitness-Messe FIBO: EXPRESS testete die neuesten Geräte
Von M. BÖTTCHER und U. WEISER (Fotos)
Essen - Fitnesscenter boomen. Rund sieben Millionen holen sich am Wochenende oder nach Feierabend an den Trainingsgeräten ihre Portion Sport. In Essen ist gerade die FIBO, die größte Fitnessmesse Europas: Auf über 71 000 Quadratmetern zeigen heute noch (bis 18 Uhr/ Eintrittspreis: 16 Euro) 430 Aussteller aus 35 Ländern die neuesten Trends.
EXPRESS testete auf der Messe schon mal die Trainingsgeräte, die bald schon im Fitnessstudio stehen.
Fahrrad-Tour durchs Rheinland - in der Halle!
Im Sattel des Ergometers starre ich auf den Monitor vor mir. Der zeigt mir meine zu fahrende Strecke an. Geht es bergauf, muss ich feste in die Pedale treten. Bergab kann ich dann richtig Gas geben. Der Clou: Die Routen sind alle original, ähnlich einem Auto-Navigationssystem radelt der Fahrradfahrer z. B. durchs Rheinland. Leider ist die Grafik noch nicht ganz ausgereift.
Mein Test für die Tour de France 2007. Ob das Training durch das virtuelle Rheinland reicht, ist fraglich.
Im Fitness-Studio auf den Mount Everest
Hoch auf dem ,,Summit Trainer" von Life Fitness kommen mir meine Beine vor wie bei einer Wanderung durch die Alpen. Nur sehr beschwerlich komme ich vorwärts. Das Gerät kann durch Schrittlängen-Einstellung und verschiedenste Armpositionen die Schwierigkeit verändern. Super: Mit dem ,,Summit Trainer" wird fast jede Muskelgruppe trainiert.
Kalorien-Vernichter mit zwei Laufflächen
Die zwei (!) Laufflächen verheißen beim Nautilus TreadClimber TC 916 doppelten Erfolg: Beide Flächen bewegen sich einzeln wie bei einem Stepper, die Füße jedoch wie beim normalen Laufband von vorn nach hinten. So lassen sich bei gleicher Geschwindigkeit doppelt so viele Kalorien wie beim Gehen auf einem Laufband verbrennen. Fazit: Super dank doppeltem Abnehmerfolg!
Medizinball-Zielwurf
Gleich zwei Übungen in einem Gerät: Ich mache einen Sit-up, darf als Belohnung einen Medizinball in den Korb schmeißen - in der Rückwärtsbewegung schnappe ich mir den nächsten Ball, die Übung beginnt von vorn. Für ballbegeistere Fitness-Fans genau das Richtige. Das absolute Spaß-Gerät der Fibo - der ,,Absolo Core" zur Stärkung der Unterbauch-, Schräg- und unteren Rückenmuskulatur.
Foltergerät für Pilates- Spezialisten
Das ich ungelenkig bin, war mir klar. Doch der Pilates-Sessel MVe von PEAK zeigt mir trotz Hilfestellung einer Trainerin meine Grenzen auf. Mit gespreizten Beinen versuche ich eine Arm-Stütz-Figur auf dem Sitz - keine Chance, es bleibt beim Versuch. Meine schlappe Bauchmuskulatur will einfach nicht mitmachen. Sieht bestimmt gut aus, wenn man´s kann. Aber nix für Untrainierte.
Granatapfel für die Fitness
Auf der FIBO gibt´s außer Trainingsgeräten reichlich weitere Neuheiten.
Etwa das Armband, das bis zu zwei Wochen 24 Stunden täglich den laufenden Energieverbrauch misst: ,,SenseWear" von SMT ist z. B. das erste Gerät, das so etwas kann.
Oder der Nahrungsmittelzusatz aus Rotwein-, Grüntee- und Granatapfel-Extrakten: VASO NO-X soll die leis-tungsstarken Gefäße des Sportlers versorgen.
Im Muskelaufbau-Snack ,,Tonic" sind zwar keine ,,echten" Kohlenhydrate, dafür aber 65 Prozent Proteine enthalten.
Fitness-Messe FIBO: EXPRESS testete die neuesten Geräte
Von M. BÖTTCHER und U. WEISER (Fotos)
Essen - Fitnesscenter boomen. Rund sieben Millionen holen sich am Wochenende oder nach Feierabend an den Trainingsgeräten ihre Portion Sport. In Essen ist gerade die FIBO, die größte Fitnessmesse Europas: Auf über 71 000 Quadratmetern zeigen heute noch (bis 18 Uhr/ Eintrittspreis: 16 Euro) 430 Aussteller aus 35 Ländern die neuesten Trends.
EXPRESS testete auf der Messe schon mal die Trainingsgeräte, die bald schon im Fitnessstudio stehen.
Fahrrad-Tour durchs Rheinland - in der Halle!
Im Sattel des Ergometers starre ich auf den Monitor vor mir. Der zeigt mir meine zu fahrende Strecke an. Geht es bergauf, muss ich feste in die Pedale treten. Bergab kann ich dann richtig Gas geben. Der Clou: Die Routen sind alle original, ähnlich einem Auto-Navigationssystem radelt der Fahrradfahrer z. B. durchs Rheinland. Leider ist die Grafik noch nicht ganz ausgereift.
Mein Test für die Tour de France 2007. Ob das Training durch das virtuelle Rheinland reicht, ist fraglich.
Im Fitness-Studio auf den Mount Everest
Hoch auf dem ,,Summit Trainer" von Life Fitness kommen mir meine Beine vor wie bei einer Wanderung durch die Alpen. Nur sehr beschwerlich komme ich vorwärts. Das Gerät kann durch Schrittlängen-Einstellung und verschiedenste Armpositionen die Schwierigkeit verändern. Super: Mit dem ,,Summit Trainer" wird fast jede Muskelgruppe trainiert.
Kalorien-Vernichter mit zwei Laufflächen
Die zwei (!) Laufflächen verheißen beim Nautilus TreadClimber TC 916 doppelten Erfolg: Beide Flächen bewegen sich einzeln wie bei einem Stepper, die Füße jedoch wie beim normalen Laufband von vorn nach hinten. So lassen sich bei gleicher Geschwindigkeit doppelt so viele Kalorien wie beim Gehen auf einem Laufband verbrennen. Fazit: Super dank doppeltem Abnehmerfolg!
Medizinball-Zielwurf
Gleich zwei Übungen in einem Gerät: Ich mache einen Sit-up, darf als Belohnung einen Medizinball in den Korb schmeißen - in der Rückwärtsbewegung schnappe ich mir den nächsten Ball, die Übung beginnt von vorn. Für ballbegeistere Fitness-Fans genau das Richtige. Das absolute Spaß-Gerät der Fibo - der ,,Absolo Core" zur Stärkung der Unterbauch-, Schräg- und unteren Rückenmuskulatur.
Foltergerät für Pilates- Spezialisten
Das ich ungelenkig bin, war mir klar. Doch der Pilates-Sessel MVe von PEAK zeigt mir trotz Hilfestellung einer Trainerin meine Grenzen auf. Mit gespreizten Beinen versuche ich eine Arm-Stütz-Figur auf dem Sitz - keine Chance, es bleibt beim Versuch. Meine schlappe Bauchmuskulatur will einfach nicht mitmachen. Sieht bestimmt gut aus, wenn man´s kann. Aber nix für Untrainierte.
Granatapfel für die Fitness
Auf der FIBO gibt´s außer Trainingsgeräten reichlich weitere Neuheiten.
Etwa das Armband, das bis zu zwei Wochen 24 Stunden täglich den laufenden Energieverbrauch misst: ,,SenseWear" von SMT ist z. B. das erste Gerät, das so etwas kann.
Oder der Nahrungsmittelzusatz aus Rotwein-, Grüntee- und Granatapfel-Extrakten: VASO NO-X soll die leis-tungsstarken Gefäße des Sportlers versorgen.
Im Muskelaufbau-Snack ,,Tonic" sind zwar keine ,,echten" Kohlenhydrate, dafür aber 65 Prozent Proteine enthalten.
Mitarbeiterin ergaunert von Versicherung 500 000 Euro
20.04.2007
Von MARCUS BÖTTCHER
Saarbrücken - Sie hatte sich alles so schön ausgerechnet: Edith H. soll als Sachbearbeiterin bei der Versicherung Huk-Coburg in Saarbrücken mehr als 200 Autounfälle erfunden oder tatsächliche Schäden überhöht abgerechnet haben.
,,Zwischen 2001 und 2005 hat sie Schadensfälle fingiert oder vorgetäuscht, ergaunerte sich so eine Menge Geld", erklärt Oberstaatsanwalt Weyand dem EXPRESS. Rund 500 000 Euro sollen der 53-Jährigen die Tricksereien gebracht haben. Geld, das sie mit Hilfe von 15 Strohmännern beiseitegeschafft haben soll. ,,Wie es dann aufgeteilt wurde, ist noch unklar", erklärt Weyand.
Gestern wurden im Rahmen der Ermittlungen 14 Wohnungen durchsucht und ,,umfangreiches Beweismaterial sichergestellt."
Edith H. bleibt gegenüber EXPRESS kommentarlos: ,,Ich werde mich nicht dazu äußern", schluchzt sie mit tränenerstickter Stimme.
Schon öfter nutzen Angestellte ihre Position aus. Derzeit steht ein Bonner Finanzbeamter vor Gericht, der sich aus Steuerfällen 370 000 Euro in die eigene Tasche schusterte. 2005 bezahlte eine Steuerfach-Angestellte ihrem Karnevalsverein Rechnungen über 20 000 Euro - aus der Kasse der Firma.
Von MARCUS BÖTTCHER
Saarbrücken - Sie hatte sich alles so schön ausgerechnet: Edith H. soll als Sachbearbeiterin bei der Versicherung Huk-Coburg in Saarbrücken mehr als 200 Autounfälle erfunden oder tatsächliche Schäden überhöht abgerechnet haben.
,,Zwischen 2001 und 2005 hat sie Schadensfälle fingiert oder vorgetäuscht, ergaunerte sich so eine Menge Geld", erklärt Oberstaatsanwalt Weyand dem EXPRESS. Rund 500 000 Euro sollen der 53-Jährigen die Tricksereien gebracht haben. Geld, das sie mit Hilfe von 15 Strohmännern beiseitegeschafft haben soll. ,,Wie es dann aufgeteilt wurde, ist noch unklar", erklärt Weyand.
Gestern wurden im Rahmen der Ermittlungen 14 Wohnungen durchsucht und ,,umfangreiches Beweismaterial sichergestellt."
Edith H. bleibt gegenüber EXPRESS kommentarlos: ,,Ich werde mich nicht dazu äußern", schluchzt sie mit tränenerstickter Stimme.
Schon öfter nutzen Angestellte ihre Position aus. Derzeit steht ein Bonner Finanzbeamter vor Gericht, der sich aus Steuerfällen 370 000 Euro in die eigene Tasche schusterte. 2005 bezahlte eine Steuerfach-Angestellte ihrem Karnevalsverein Rechnungen über 20 000 Euro - aus der Kasse der Firma.
Was heißt eigentlich ,,Mittellage"?
18.04.2007
Rennfahrer Manuel Reuter erklärt Fachchinesisch der Motorpresse
Von MARCUS BÖTTCHER
Untersteuern? Übersteuern? Das Heck zeigt Eindrehtendenzen? Kaum jemand versteht die Fachbegriffe der Auto-Experten. Für EXPRESS erklärt Manuel Reuter (45), langjähriger DTM-Pilot und Sieger des legendären 24-Stunden-Rennens von LeMans die wichtigsten Begriffe der Geheimsprache von Autoverkäufern, Motor-Journalisten und Rennfahrern.
Übersteuern: ,,Fährtman zu schnell in eine Kurve, drängt das Heck zum Kurvenäußeren. Das Fahrzeug dreht in die Kurve, man landet auf der anderen Straßenseite oder der gegenüberliegenden Leitplanke. Besonders Autos mit Heckantrieb sind gefährdet", erklärt Manuel Reuter.
Untersteuern: ,,Auch hier ist man zu schnell in der Kurve. Das Auto rutscht über die Vorderachse ins Kurveninnere, der Rest des Wagens kann nicht folgen. Übertreibt man das Untersteuern, fliegt man rechts in den Straßengraben oder knallt mit der Beifahrerseite in die Leitplanke."
Mittellage: ,,Die Mittellage bezieht sich auf die Einstellung der Lenkung. Also welchen Spielraum hat ein Lenkrad, bis das Fahrzeug auf Lenkbewegungen reagiert. Befindet es sich in der Mittellage, sollte der Wagen im optimalsten Fall ohne Abweichungen nur geradeaus fahren. Spricht das Fahrzeug ganz schnell, bei der kleinsten Lenkbewegung an, fühlt man sich wie in einem Rennwagen."
Neutrales Verhalten in der Kurve: ,,So etwas wünscht sich jeder Autofahrer. Bei sportlich-schneller Kurvendurchfahrt bricht das Heck nicht aus, sondern man rollt wie auf Schienen und ohne Schlingern durch eine Kurve. Nur wenn der Fahrer es übertreibt und wirklich zu schnell ist, spürt man Über- und Untersteuern. Für ein neutrales Verhalten in der Kurve ist das ESP (Elektronisches Stabilitäts-Programm) verantwortlich. Droht das Fahrzeug auszubrechen, bremst das System einzelne Räder gezielt ab."
Schwammiger Druckpunkt der Bremse: ,,Der Punkt, an dem die Bremse anfängt zu reagieren, ist der Druckpunkt. Ist dieser nicht genau definiert und ich weiß nicht wo er ist, fühlt es sich an als tritt man auf einen Schwamm."
Eindrehtendenzen des Hecks: ,,Sie werden in schnellen links-rechts-links-Kurven, sogenannten Wechselkurven, deutlich. Das Heck drängt in jeder Einlenkbewegung zum Kurvenäußeren. Man sagt, das Heck ist lose, es schnappt weg. Der Fahrer hat das Gefühl, sein eigenes Heck würde überholen. Gute Fahrzeuge haben in Wechselkurven aber ein stabiles Heck."
Lastwechselreaktion: ,,Damit ist gemeint, wie das Auto beim Gasgeben oder Gaswegnehmen reagiert. Nimmt der Fahrer Gas weg, wird die Hinterachse entlastet. Beim Fahren im Grenzbereich können starke Lastwechselreaktionen die Stabilität des Fahrzeugs gefährden. In Kurven kann bei Fahrzeugen mit schlechter Lastwechselreaktion das Heck ausbrechen, der Wagen beginnt zu schlingern. Das Auto reagiert also auf den Lastwechsel."
Rennfahrer Manuel Reuter erklärt Fachchinesisch der Motorpresse
Von MARCUS BÖTTCHER
Untersteuern? Übersteuern? Das Heck zeigt Eindrehtendenzen? Kaum jemand versteht die Fachbegriffe der Auto-Experten. Für EXPRESS erklärt Manuel Reuter (45), langjähriger DTM-Pilot und Sieger des legendären 24-Stunden-Rennens von LeMans die wichtigsten Begriffe der Geheimsprache von Autoverkäufern, Motor-Journalisten und Rennfahrern.
Übersteuern: ,,Fährtman zu schnell in eine Kurve, drängt das Heck zum Kurvenäußeren. Das Fahrzeug dreht in die Kurve, man landet auf der anderen Straßenseite oder der gegenüberliegenden Leitplanke. Besonders Autos mit Heckantrieb sind gefährdet", erklärt Manuel Reuter.
Untersteuern: ,,Auch hier ist man zu schnell in der Kurve. Das Auto rutscht über die Vorderachse ins Kurveninnere, der Rest des Wagens kann nicht folgen. Übertreibt man das Untersteuern, fliegt man rechts in den Straßengraben oder knallt mit der Beifahrerseite in die Leitplanke."
Mittellage: ,,Die Mittellage bezieht sich auf die Einstellung der Lenkung. Also welchen Spielraum hat ein Lenkrad, bis das Fahrzeug auf Lenkbewegungen reagiert. Befindet es sich in der Mittellage, sollte der Wagen im optimalsten Fall ohne Abweichungen nur geradeaus fahren. Spricht das Fahrzeug ganz schnell, bei der kleinsten Lenkbewegung an, fühlt man sich wie in einem Rennwagen."
Neutrales Verhalten in der Kurve: ,,So etwas wünscht sich jeder Autofahrer. Bei sportlich-schneller Kurvendurchfahrt bricht das Heck nicht aus, sondern man rollt wie auf Schienen und ohne Schlingern durch eine Kurve. Nur wenn der Fahrer es übertreibt und wirklich zu schnell ist, spürt man Über- und Untersteuern. Für ein neutrales Verhalten in der Kurve ist das ESP (Elektronisches Stabilitäts-Programm) verantwortlich. Droht das Fahrzeug auszubrechen, bremst das System einzelne Räder gezielt ab."
Schwammiger Druckpunkt der Bremse: ,,Der Punkt, an dem die Bremse anfängt zu reagieren, ist der Druckpunkt. Ist dieser nicht genau definiert und ich weiß nicht wo er ist, fühlt es sich an als tritt man auf einen Schwamm."
Eindrehtendenzen des Hecks: ,,Sie werden in schnellen links-rechts-links-Kurven, sogenannten Wechselkurven, deutlich. Das Heck drängt in jeder Einlenkbewegung zum Kurvenäußeren. Man sagt, das Heck ist lose, es schnappt weg. Der Fahrer hat das Gefühl, sein eigenes Heck würde überholen. Gute Fahrzeuge haben in Wechselkurven aber ein stabiles Heck."
Lastwechselreaktion: ,,Damit ist gemeint, wie das Auto beim Gasgeben oder Gaswegnehmen reagiert. Nimmt der Fahrer Gas weg, wird die Hinterachse entlastet. Beim Fahren im Grenzbereich können starke Lastwechselreaktionen die Stabilität des Fahrzeugs gefährden. In Kurven kann bei Fahrzeugen mit schlechter Lastwechselreaktion das Heck ausbrechen, der Wagen beginnt zu schlingern. Das Auto reagiert also auf den Lastwechsel."
Super-Sommer mitten im April
13.04.2007
Von S. KROHN, M. VAN OFFERN, M. GOYERT und M. BÖTTCHER
Ein Hoch auf Hoch ,,Peggy". Schöner als dieser April kann selbst der Sommer nicht mehr werden. Bis zu 27 Grad, wärmend-prickelnder Sonnenschein und blauer Himmel locken das ganze Rheinland raus ins Freie.
Unser Super-Frühling toppt sogar ganz Europa! Im sonnigen Deutschland haben wir zehn Grad mehr als auf Mallorca! ,,Auf den Balearen werden es nur 18 Grad und Regen", sagt Meteorologe Thomas Ruppert. Auch in Rom und Athen ist es ungemütlich bewölkt bei nur 18 Grad.
Und das Beste ist: Die Wetter-Festtage sollen das komplette Wochenende anhalten. EXPRESS schaute sich um, wie das Rheinland in die herrlichsten Tage des Jahres startet.
Endlich Minirock-Zeit
Wir waren bis um 6 Uhr feiern und wollten eigentlich schon nach Hause fahren und schlafen. Aber bei so schönem Wetter kann man ja nicht im Bett liegen. Da muss man doch im Minirock raus und die Sonne genießen". Genossen haben sicher auch einige Jungs die sexy Outfits von Hannah (18) und Katerina (17) aus Hürth.
Endlich wieder Cabrio-Fahren
Wir sind aus Aachen und genießen unseren letzten Urlaubstag. Bei dem schönen Wetter sind wir natürlich auch auf der Autobahn mit offenem Verdeck gefahren", erzählen Gabi und Mustafa aus ihrem sportlich-schicken Flitzer.
Endlich sonnen im Bikini
Juli (26) und Toralf (42) sind Darsteller in der Operette ,,Die Dubarry", die derzeit in der Kölner Philharmonie läuft. ,,Zum Glück haben wir gerade Pause und können die Sonne am Rhein genießen. Es ist einfach wundervoll auszuspannen und ganz relaxt rumzuliegen. Da ist der Bikini schon fast Pflicht."
Endlich wieder Skating-Zeit
Yvan (38) und Lotti (41) genießen die letzten Oster-Ferientage mit den Kindern Lindsay (7) und Jennifer (10). ,,Super, dass zum Ferienende so tolles Wetter ist. Da macht das Skaten gleich doppelt so viel Spaß. Hoffentlich brechen wir uns nicht die Haxen."
Endlich wieder Grillen
Das ist heute unser Angrillen. Endlich geht die Saison für leckere Steaks und knusprige Würstchen wieder los." Ivana (22) und Sportstudent Christopher Henry (25) holten mit den ersten Sonnenstrahlen Kohle und Grill aus dem Keller und brutzelten sich am Kölner Aachener Weiher ein herzhaftes Abendessen.
Endlich wieder Boot fahren
Ich teste schon mal die Boote auf dem Unterbacher See. Bei dem angesagten herrlichen Wetter werde ich meine Freundin am Wochenende zu einem romantischen Ausflug hierher einladen", freut sich der Düsseldorfer Student Christian Kill (23).
Endlich Biergarten-Zeit
Christian (26) und Lars (25): ,,Endlich können wir unser erstes Weizenbier in diesem Jahr im Freien genießen. Auf einer Wiese im Sonnenschein schmeckt so ein kühles Hefe gleich doppelt so gut."
Endlich wieder an den Lieblingsplatz
Das Studenten-Pärchen Elena (20) und Maxim (23) verbringt die wunderschönen Frühlingstage in der Bonner Rheinaue. ,,Ich wohne nur fünf Minuten Fußweg von hier entfernt. Da ist es doch ganz logisch, dass hier unser Lieblingsplatz ist. Den werden wir bei dem schönen Wetter sicher nicht so schnell verlassen", freut sich Maxim.
Wann öffnen die Freibäder?
In Köln sind die temperierten Außenbecken im Höhenbergbad und Zündorfbad schon auf (in der Woche von 6.30 und 20 Uhr, Wochenende 9 bis 20 Uhr). Draußen liegen ist aber noch nicht möglich. Gleiches gilt fürs Zollstockbad - das Außenbecken ist am Wochenende von 8 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet. Richtiger Freibadspaß ist erst ab Muttertag, 13. Mai, im Stadionbad und Eis- und Schwimmstadion an der Lentstraße möglich. Das Naturfreibad Vingst soll ab 21. Juni öffnen, der ,,km 689 - Cologne Beach Club" an den Rheinterrassen am 1. Mai .
In Bonn öffnen die Freibäder (Römerbad, Melbbad, Friesdorf, Ennertbad, Hardtbergbad) Pfingstsamstag, 26. Mai. Ausnahme: In Rüngsdorf geht`s am 17. Mai los, der ,,Bon(n)di Beach" in Oberkassel öffnet am 5. Mai.
In Düsseldorf sind die Freibäder Anfang Mai betriebsbereit.
Von S. KROHN, M. VAN OFFERN, M. GOYERT und M. BÖTTCHER
Ein Hoch auf Hoch ,,Peggy". Schöner als dieser April kann selbst der Sommer nicht mehr werden. Bis zu 27 Grad, wärmend-prickelnder Sonnenschein und blauer Himmel locken das ganze Rheinland raus ins Freie.
Unser Super-Frühling toppt sogar ganz Europa! Im sonnigen Deutschland haben wir zehn Grad mehr als auf Mallorca! ,,Auf den Balearen werden es nur 18 Grad und Regen", sagt Meteorologe Thomas Ruppert. Auch in Rom und Athen ist es ungemütlich bewölkt bei nur 18 Grad.
Und das Beste ist: Die Wetter-Festtage sollen das komplette Wochenende anhalten. EXPRESS schaute sich um, wie das Rheinland in die herrlichsten Tage des Jahres startet.
Endlich Minirock-Zeit
Wir waren bis um 6 Uhr feiern und wollten eigentlich schon nach Hause fahren und schlafen. Aber bei so schönem Wetter kann man ja nicht im Bett liegen. Da muss man doch im Minirock raus und die Sonne genießen". Genossen haben sicher auch einige Jungs die sexy Outfits von Hannah (18) und Katerina (17) aus Hürth.
Endlich wieder Cabrio-Fahren
Wir sind aus Aachen und genießen unseren letzten Urlaubstag. Bei dem schönen Wetter sind wir natürlich auch auf der Autobahn mit offenem Verdeck gefahren", erzählen Gabi und Mustafa aus ihrem sportlich-schicken Flitzer.
Endlich sonnen im Bikini
Juli (26) und Toralf (42) sind Darsteller in der Operette ,,Die Dubarry", die derzeit in der Kölner Philharmonie läuft. ,,Zum Glück haben wir gerade Pause und können die Sonne am Rhein genießen. Es ist einfach wundervoll auszuspannen und ganz relaxt rumzuliegen. Da ist der Bikini schon fast Pflicht."
Endlich wieder Skating-Zeit
Yvan (38) und Lotti (41) genießen die letzten Oster-Ferientage mit den Kindern Lindsay (7) und Jennifer (10). ,,Super, dass zum Ferienende so tolles Wetter ist. Da macht das Skaten gleich doppelt so viel Spaß. Hoffentlich brechen wir uns nicht die Haxen."
Endlich wieder Grillen
Das ist heute unser Angrillen. Endlich geht die Saison für leckere Steaks und knusprige Würstchen wieder los." Ivana (22) und Sportstudent Christopher Henry (25) holten mit den ersten Sonnenstrahlen Kohle und Grill aus dem Keller und brutzelten sich am Kölner Aachener Weiher ein herzhaftes Abendessen.
Endlich wieder Boot fahren
Ich teste schon mal die Boote auf dem Unterbacher See. Bei dem angesagten herrlichen Wetter werde ich meine Freundin am Wochenende zu einem romantischen Ausflug hierher einladen", freut sich der Düsseldorfer Student Christian Kill (23).
Endlich Biergarten-Zeit
Christian (26) und Lars (25): ,,Endlich können wir unser erstes Weizenbier in diesem Jahr im Freien genießen. Auf einer Wiese im Sonnenschein schmeckt so ein kühles Hefe gleich doppelt so gut."
Endlich wieder an den Lieblingsplatz
Das Studenten-Pärchen Elena (20) und Maxim (23) verbringt die wunderschönen Frühlingstage in der Bonner Rheinaue. ,,Ich wohne nur fünf Minuten Fußweg von hier entfernt. Da ist es doch ganz logisch, dass hier unser Lieblingsplatz ist. Den werden wir bei dem schönen Wetter sicher nicht so schnell verlassen", freut sich Maxim.
Wann öffnen die Freibäder?
In Köln sind die temperierten Außenbecken im Höhenbergbad und Zündorfbad schon auf (in der Woche von 6.30 und 20 Uhr, Wochenende 9 bis 20 Uhr). Draußen liegen ist aber noch nicht möglich. Gleiches gilt fürs Zollstockbad - das Außenbecken ist am Wochenende von 8 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet. Richtiger Freibadspaß ist erst ab Muttertag, 13. Mai, im Stadionbad und Eis- und Schwimmstadion an der Lentstraße möglich. Das Naturfreibad Vingst soll ab 21. Juni öffnen, der ,,km 689 - Cologne Beach Club" an den Rheinterrassen am 1. Mai .
In Bonn öffnen die Freibäder (Römerbad, Melbbad, Friesdorf, Ennertbad, Hardtbergbad) Pfingstsamstag, 26. Mai. Ausnahme: In Rüngsdorf geht`s am 17. Mai los, der ,,Bon(n)di Beach" in Oberkassel öffnet am 5. Mai.
In Düsseldorf sind die Freibäder Anfang Mai betriebsbereit.
Werbespot: Baumarkt soll Strafe zahlen
11.04.2007
Von MARCUS BÖTTCHER
Köln - Jetzt könnte es teuer für den ,,Praktiker"-Baumarkt werden. Wenn es nach Konkurrent ,,OBI" geht, soll der große Konkurrent bis zu 250 000 Euro Ordnungsgeld zahlen.
Grund für die Forderung: Am 3.4. erwirkte OBI wegen einer unlauteren Werbekampagne eine einstweilige Verfügung gegen Praktiker. Die sollten aufhören, laut OBI ,,unlautere und irreführende" TV- und Radio-Spots zu senden, in denen die Leistungen des einen mit dem anderen Baumarkt verglichen werden.
Doch die liefen weiter. Jetzt die Quittung: OBI stellte beim Landgericht Köln einen Bestrafungsantrag. ,,Eigentlich haben wir alle Spots zurückgezogen. Wegen der komplexen bundesweiten Schaltung hat dass scheinbar nicht überall geklappt. Deshalb kommt jetzt vermutlich der Antrag von OBI", sagte Praktiker-Sprecher Harald Günter.
Von MARCUS BÖTTCHER
Köln - Jetzt könnte es teuer für den ,,Praktiker"-Baumarkt werden. Wenn es nach Konkurrent ,,OBI" geht, soll der große Konkurrent bis zu 250 000 Euro Ordnungsgeld zahlen.
Grund für die Forderung: Am 3.4. erwirkte OBI wegen einer unlauteren Werbekampagne eine einstweilige Verfügung gegen Praktiker. Die sollten aufhören, laut OBI ,,unlautere und irreführende" TV- und Radio-Spots zu senden, in denen die Leistungen des einen mit dem anderen Baumarkt verglichen werden.
Doch die liefen weiter. Jetzt die Quittung: OBI stellte beim Landgericht Köln einen Bestrafungsantrag. ,,Eigentlich haben wir alle Spots zurückgezogen. Wegen der komplexen bundesweiten Schaltung hat dass scheinbar nicht überall geklappt. Deshalb kommt jetzt vermutlich der Antrag von OBI", sagte Praktiker-Sprecher Harald Günter.
Amis zensieren Klimabericht
07.04.2007
Ausgerechnet die größten Umweltsünder...George W. Bush lässt ganze Passagen aus dem Papier der UN streichen
Von MARCUS BÖTTCHER
Brüssel - Hickhack vor der Veröffentlichung des zweiten Teils des UN-Welt-Klimaberichtes. Die ganze Nacht stritten sich in Brüssel die UN-Diplomaten um den Inhalt. Bis sich die Amis nach 26 Stunden schließlich durchsetzten: Ausgerechnet die USA zensieren den 1500 Seiten starken Bericht der Vereinten Nationen!
Rund ein Fünftel des weltweiten CO2-Ausstoßes pusten die US-Amerikaner jedes Jahr in die Luft, verbrauchen mit Abstand die meiste Energie - die USA sind der größte Umweltsünder der Welt. Doch das scheint Präsident George W. Bush und seine Regierung wenig zu stören: Wirbelstürme, Trockenheit, Überflutungen und Brände als Folge der Erderwärmung - all das sollte im zweiten Teil des Klimaberichtes stehen. Auf Druck der USA wurde die kritische Passage mit den schlimmen Klima-Auswirkungen auf Nordamerika aber einfach gestrichen.
,,Trotz weltweiten Klima-schutzes haben die Amerikaner scheinbar kein Problem damit, größter Energieverbraucher zu sein", befürchtet Martin Hiller vom Klimaprogramm des WWF, ,,dabei müssten sie sich endlich am Riemen reißen."
Tun sie aber nicht: So erschien den USA eine Weltkarte zum vorhergesagten Temperaturanstieg zu ,,rot" - einige Regionen mussten in die weniger alarmierende Farbe ,,Gelb" geändert werden.
,,Ich denke, nach Bushs Präsidentschaft werden sich auch die USA endlich stärker im Klimaschutz engagieren. Viele US-Bundesstaaten gehen ja jetzt schon nicht mehr mit der Haltung ihrer Regierung konform", hofft Regine Günther, Leiterin des deutschen WWF-Klimaschutzes.
Doch nicht nur die Amerikaner, auch China, Russland und Saudi-Arabien hatten an dem UN-Bericht zu mäkeln. Es wurde über Formulierungen verhandelt, ob Umwelt-Horror-Szenarien mit ,,sehr großer" oder nur mit ,,großer Wahrscheinlichkeit" eintreten werden.
Weitere Streitpunkte: das Ausmaß der zu erwartenden Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten und ob die finanziellen Kosten der Klima-Katastrophe überhaupt in den Report aufgenommen werden sollen.
Das steht im UN-Klimabericht
Gestern wurde der zweite Teil des UN-Klimaberichtes veröffentlicht. Er sagt gravierende Folgen der Erderwärmung voraus. Die Kernaussagen: 30 % aller Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Millionen Menschen sind bis 2080 durch den steigenden Meeresspiegel in Gefahr. Am stärksten betroffen werden Asien und Afrika sein. Das Risiko von Hungersnöten steigt vor allem in den jahreszeitlich trockenen Tropen. Dürregebiete dehnen sich aus. Zugleich nehmen Überschwemmungen durch extreme Niederschläge zu. Landwirtschaftliche Erträge werden zunächst zu-, auf Dauer aber vermutlich abnehmen. Wetterextreme häufen sich, führen zu steigenden ökonomischen und sozialen Kosten. Mangelernährung, Durchfallerkrankungen, Herz- und Lungenleiden durch Ozon, Infektionskrankheiten und Wetterextreme bedrohen die Gesundheit von Millionen von Menschen.
Am 2. Februar veröffentlichte der Klimaausschuss der Vereinten Nationen (IPCC) den ersten Teil des UN-Klimaberichtes. Anfang Mai kommt der dritte Teil. Darin wollen Wissenschaftler Lösungsvorschläge anbieten, um die Folgen des Klimawandels abzumildern.
Ausgerechnet die größten Umweltsünder...George W. Bush lässt ganze Passagen aus dem Papier der UN streichen
Von MARCUS BÖTTCHER
Brüssel - Hickhack vor der Veröffentlichung des zweiten Teils des UN-Welt-Klimaberichtes. Die ganze Nacht stritten sich in Brüssel die UN-Diplomaten um den Inhalt. Bis sich die Amis nach 26 Stunden schließlich durchsetzten: Ausgerechnet die USA zensieren den 1500 Seiten starken Bericht der Vereinten Nationen!
Rund ein Fünftel des weltweiten CO2-Ausstoßes pusten die US-Amerikaner jedes Jahr in die Luft, verbrauchen mit Abstand die meiste Energie - die USA sind der größte Umweltsünder der Welt. Doch das scheint Präsident George W. Bush und seine Regierung wenig zu stören: Wirbelstürme, Trockenheit, Überflutungen und Brände als Folge der Erderwärmung - all das sollte im zweiten Teil des Klimaberichtes stehen. Auf Druck der USA wurde die kritische Passage mit den schlimmen Klima-Auswirkungen auf Nordamerika aber einfach gestrichen.
,,Trotz weltweiten Klima-schutzes haben die Amerikaner scheinbar kein Problem damit, größter Energieverbraucher zu sein", befürchtet Martin Hiller vom Klimaprogramm des WWF, ,,dabei müssten sie sich endlich am Riemen reißen."
Tun sie aber nicht: So erschien den USA eine Weltkarte zum vorhergesagten Temperaturanstieg zu ,,rot" - einige Regionen mussten in die weniger alarmierende Farbe ,,Gelb" geändert werden.
,,Ich denke, nach Bushs Präsidentschaft werden sich auch die USA endlich stärker im Klimaschutz engagieren. Viele US-Bundesstaaten gehen ja jetzt schon nicht mehr mit der Haltung ihrer Regierung konform", hofft Regine Günther, Leiterin des deutschen WWF-Klimaschutzes.
Doch nicht nur die Amerikaner, auch China, Russland und Saudi-Arabien hatten an dem UN-Bericht zu mäkeln. Es wurde über Formulierungen verhandelt, ob Umwelt-Horror-Szenarien mit ,,sehr großer" oder nur mit ,,großer Wahrscheinlichkeit" eintreten werden.
Weitere Streitpunkte: das Ausmaß der zu erwartenden Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten und ob die finanziellen Kosten der Klima-Katastrophe überhaupt in den Report aufgenommen werden sollen.
Das steht im UN-Klimabericht
Gestern wurde der zweite Teil des UN-Klimaberichtes veröffentlicht. Er sagt gravierende Folgen der Erderwärmung voraus. Die Kernaussagen: 30 % aller Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Millionen Menschen sind bis 2080 durch den steigenden Meeresspiegel in Gefahr. Am stärksten betroffen werden Asien und Afrika sein. Das Risiko von Hungersnöten steigt vor allem in den jahreszeitlich trockenen Tropen. Dürregebiete dehnen sich aus. Zugleich nehmen Überschwemmungen durch extreme Niederschläge zu. Landwirtschaftliche Erträge werden zunächst zu-, auf Dauer aber vermutlich abnehmen. Wetterextreme häufen sich, führen zu steigenden ökonomischen und sozialen Kosten. Mangelernährung, Durchfallerkrankungen, Herz- und Lungenleiden durch Ozon, Infektionskrankheiten und Wetterextreme bedrohen die Gesundheit von Millionen von Menschen.
Am 2. Februar veröffentlichte der Klimaausschuss der Vereinten Nationen (IPCC) den ersten Teil des UN-Klimaberichtes. Anfang Mai kommt der dritte Teil. Darin wollen Wissenschaftler Lösungsvorschläge anbieten, um die Folgen des Klimawandels abzumildern.
Ein Wunder, dass er nur Kratzer hat
05.04.2007
Junge (11) geriet unter fahrenden Güterzug und überlebte fast unverletzt
Von MARCUS BÖTTCHER
Sendenhorst - Wie viele Schutzengel hat dieser kleine Junge? Ein Elfjähriger wurde in Sendenhorst mit seinem Fahrrad von einem Güterzug erfasst und zwischen die Schienen geschleudert. Lok und Waggons donnerten über ihn hinweg. Es grenzt an ein Wunder, dass er bis auf ein paar Schrammen und blaue Flecken unverletzt blieb.
Wir können uns nicht erklären, wie der Junge unter den Zug gekommen ist. Was noch unglaublicher ist: Er ist nur leicht verletzt", sagt Martin Schnafel von der Polizei Warendorf. ,,Er wird aber wohl nicht mehr lange im Krankenhaus bleiben müssen."
18.50 Uhr wollte der Elfjährige mit seinem Rad den unbeschrankten Bahnübergang in Sendenhorst (Kreis Warendorf) überqueren. Plötzlich wird er von einem tonnenschweren Güterzug der Westfälischen Landes-Eisenbahn mit 20 km/h überrollt, sein Fahrrad über 40 Meter mitgeschleift.
Der Junge hingegen hat unfassbares Glück. Er gerät unter den Zug, genau mittig zwischen die Schienen.
,,An der Lok war vorn ein Schienenräumer befestigt. Von dessen unterster Kante bis zu den Schwellen sind es nur 20 Zentimeter", erklärt Schnafel. Auch unter den Waggons hatte der Junge nur wenige Zentimeter mehr Platz (27,5 cm). War er zu unvorsichtig? Diese Strecke zwischen Münster und dem Sauerland ist wenig befahren, nur zweimal am Tag fährt ein Zug vorbei. Auch die Ampel am Bahnübergang funktionierte, der Lokführer (62) hatte sogar noch gehupt.
Er selbst hat von dem Unfall nichts mitbekommen. Erst in Münster-Gremmendorf wurde er informiert.
Junge (11) geriet unter fahrenden Güterzug und überlebte fast unverletzt
Von MARCUS BÖTTCHER
Sendenhorst - Wie viele Schutzengel hat dieser kleine Junge? Ein Elfjähriger wurde in Sendenhorst mit seinem Fahrrad von einem Güterzug erfasst und zwischen die Schienen geschleudert. Lok und Waggons donnerten über ihn hinweg. Es grenzt an ein Wunder, dass er bis auf ein paar Schrammen und blaue Flecken unverletzt blieb.
Wir können uns nicht erklären, wie der Junge unter den Zug gekommen ist. Was noch unglaublicher ist: Er ist nur leicht verletzt", sagt Martin Schnafel von der Polizei Warendorf. ,,Er wird aber wohl nicht mehr lange im Krankenhaus bleiben müssen."
18.50 Uhr wollte der Elfjährige mit seinem Rad den unbeschrankten Bahnübergang in Sendenhorst (Kreis Warendorf) überqueren. Plötzlich wird er von einem tonnenschweren Güterzug der Westfälischen Landes-Eisenbahn mit 20 km/h überrollt, sein Fahrrad über 40 Meter mitgeschleift.
Der Junge hingegen hat unfassbares Glück. Er gerät unter den Zug, genau mittig zwischen die Schienen.
,,An der Lok war vorn ein Schienenräumer befestigt. Von dessen unterster Kante bis zu den Schwellen sind es nur 20 Zentimeter", erklärt Schnafel. Auch unter den Waggons hatte der Junge nur wenige Zentimeter mehr Platz (27,5 cm). War er zu unvorsichtig? Diese Strecke zwischen Münster und dem Sauerland ist wenig befahren, nur zweimal am Tag fährt ein Zug vorbei. Auch die Ampel am Bahnübergang funktionierte, der Lokführer (62) hatte sogar noch gehupt.
Er selbst hat von dem Unfall nichts mitbekommen. Erst in Münster-Gremmendorf wurde er informiert.
Printen-König erobert Amerika
04.04.2007
Von ANDREA KAHLMEIER & MARCUS BÖTTCHER
Printen-König Dr. Hermann Bühlbecker (57) macht als Big Boss des Süßwarenriesen Lambertz zwar schon mehr als 500 Millionen Euro Umsatz pro Jahr, aber jetzt plant der Aachener den ganz großen Coup: Er will Amerika erobern.
Beim Laureus Award erzählte der begeisterte Sport-Sponsor: ,,Wir haben schon einen Vertriebssitz in New York eingerichtet. Wenn alles gut läuft, denken wir sogar über ein eigenes Werk in Amerika nach." Printen im heißen Kalifornien? Der Maestro lächelt: ,,Nein, wir setzen eher auf ,,German Cookies", deutsche Plätzchen. Die sollen jedoch in aufwändigen, historisch gestalteten Dosen und Verpackungen präsentiert werden."
Leicht wird das Projekt nicht. Die Hoffnung, dass seine vielen prominenten Freunde ihm bei seinem süßen Feldzug helfen könnten, hat Bühlbecker nicht. ,,Geschäft ist Geschäft, Freunde sind Freunde - mit denen kann man nicht in den riesigen US-Markt eindringen."
Deshalb jettet er zusammen mit Fachleuten derzeit ständig über den großen Teich. Seine Heimat vergisst Bühlbecker bei all dem Stress trotzdem nicht: ,,Ich bin so oft es geht in Aachen, meistens sogar zwei- bis dreimal in der Woche. Das Rheinland wird immer mein zu- hause bleiben."
Liebeserklärung
Wow, bei Jenny Elvers-Elbertzhagens Anblick drehte sich manch Promi auf dem Laureus-Award zweimal um. In zartem Chiffon mit Gretchenfrisur heimste die 34-jährige Schauspielerin viel Lob ein. Die dickste Liebeserklärung kam von ihrem Mann. Götz Elbertzhagen schwärmte: ,,Sie ist auf jeder Party die schönste, erotischste und aufregendste Frau. Wenn ich früher ausgegangen bin, habe ich gerne mal geflirtet. Heute interessiert mich keine andere mehr. Ich habe nur Augen für sie." Und da rede einer bei Beziehungen noch vom verflixten siebten Jahr.
Goldmarie
Noch güldener als Jenny schritt Franziska van Almsick (28) zur Laureus-Party ins Palau Sant Jordi. Wie so viele war die junge Mutter wahrscheinlich etwas irritiert über das Getränkeangebot. In der Haupthalle gab`s nur Wodka. Kein Wunder, dass die absoluten A-Promis wie Prinz Albert und Morgan Freeman schnell zum dezenten Rückzug ansetzten.
Familie ist jetzt alles
Auch den in den fußballerischen Adelsstand erhobenen Franz Beckenbauer hielt es nicht lange auf der Tanzfläche. Der Kaiser vertraute EXPRESS an: ,,Jetzt habe ich den Award in der Hand, diese wunderbare Auszeichnung. Welche sportlichen Ziele soll ich da noch anstreben? Nein, für ihn sei es mittlerweile am wichtigsten, ein glückliches Familienleben zu führen. ,,Die Kleinen machen mir so viel Spaß."
Standvermögen
Mehr Standvermögen hatten da schon die jüngeren Sportasse. Biathletin Kati Wilhelm (30), die dank ihrer Haarpracht auffiel wie ein Feuermelder, verriet: ,,Um diese Farbe und diesen Schnitt hinzukriegen, braucht mein Friseur fünf Stunden Zeit." Als ebenso großer Tänzer wie Schweiger entpuppte sich Boris Becker. Jede Frage beschied er mit einem kurzen: ,,Kein Kommentar."
Erfolgreiche Messdiener
Kruzifix und Weihrauch schwenken tut der Karriere gut. Das glaubt zumindest ,,Tagesthemen"-Moderator Tom Buhrow (48). Frühere Messdiener wie er passten vielleicht deshalb besonders gut ins Fernsehen, weil ihnen gewisse Rituale und das ,,große Theater" nicht fremd seien. Könnt was dran sein, schließlich fingen Thomas Gottschalk und Günther Jauch als Messdiener an, Harald Schmidt studierte Kirchenmusik.
Baby-Glück
Zum zweiten Mal erlebt Ex-Spice-Girl Melanie Brown (31; alias ,,Mel B.") Mutterfreuden: Gestern brachte sie in Kalifornien ein Mädchen zur Welt. Da weder geklärt ist, wie das Kleine heißen soll, noch, wer der Vater ist, wird das Kind vorerst ,,Baby Brown" genannt. Mel B. zufolge soll Komiker Eddie Murphy (46) der Vater sein - er bestreitet dies und verließ Mel während der Schwangerschaft.
Wie solide
Mann, was war das Leben als Teeniestar anstrengend. ,,Ständig Girls, die Sex wollten", erinnert sich Take That-Frontmann Gary Barlow (36) über die Anfänge der Band. Heute ist die Familie Nummer 1. ,,Take That ist so eine Art Hobby. Wir spielen nur am Wochenende." Schön, wenn man mit seinem Hobby mal eben ein paar Milliönchen einsacken kann.
lll Der amtierende ,,Mister Universum", Doug Burns (43), wurde vorläufig festgenommen. Polizisten hatten ihn für betrunken gehalten, doch Diabetiker Burns hatte bloß einen Insulin-Schock. lll Sängerin Nelly Furtado (28) hat bei den kanadischen Juno-Preisen in Toronto alle fünf Trophäen, für die sie nominiert gewesen war, abgeräumt. lll Jennifer Lopez (37) hat als Geschworene ihre staatsbürgerlichen Pflichten erfüllt - dabei aber ununterbrochen SMS verschickt.
Von ANDREA KAHLMEIER & MARCUS BÖTTCHER
Printen-König Dr. Hermann Bühlbecker (57) macht als Big Boss des Süßwarenriesen Lambertz zwar schon mehr als 500 Millionen Euro Umsatz pro Jahr, aber jetzt plant der Aachener den ganz großen Coup: Er will Amerika erobern.
Beim Laureus Award erzählte der begeisterte Sport-Sponsor: ,,Wir haben schon einen Vertriebssitz in New York eingerichtet. Wenn alles gut läuft, denken wir sogar über ein eigenes Werk in Amerika nach." Printen im heißen Kalifornien? Der Maestro lächelt: ,,Nein, wir setzen eher auf ,,German Cookies", deutsche Plätzchen. Die sollen jedoch in aufwändigen, historisch gestalteten Dosen und Verpackungen präsentiert werden."
Leicht wird das Projekt nicht. Die Hoffnung, dass seine vielen prominenten Freunde ihm bei seinem süßen Feldzug helfen könnten, hat Bühlbecker nicht. ,,Geschäft ist Geschäft, Freunde sind Freunde - mit denen kann man nicht in den riesigen US-Markt eindringen."
Deshalb jettet er zusammen mit Fachleuten derzeit ständig über den großen Teich. Seine Heimat vergisst Bühlbecker bei all dem Stress trotzdem nicht: ,,Ich bin so oft es geht in Aachen, meistens sogar zwei- bis dreimal in der Woche. Das Rheinland wird immer mein zu- hause bleiben."
Liebeserklärung
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Goldmarie
Noch güldener als Jenny schritt Franziska van Almsick (28) zur Laureus-Party ins Palau Sant Jordi. Wie so viele war die junge Mutter wahrscheinlich etwas irritiert über das Getränkeangebot. In der Haupthalle gab`s nur Wodka. Kein Wunder, dass die absoluten A-Promis wie Prinz Albert und Morgan Freeman schnell zum dezenten Rückzug ansetzten.
Familie ist jetzt alles
Auch den in den fußballerischen Adelsstand erhobenen Franz Beckenbauer hielt es nicht lange auf der Tanzfläche. Der Kaiser vertraute EXPRESS an: ,,Jetzt habe ich den Award in der Hand, diese wunderbare Auszeichnung. Welche sportlichen Ziele soll ich da noch anstreben? Nein, für ihn sei es mittlerweile am wichtigsten, ein glückliches Familienleben zu führen. ,,Die Kleinen machen mir so viel Spaß."
Standvermögen
Mehr Standvermögen hatten da schon die jüngeren Sportasse. Biathletin Kati Wilhelm (30), die dank ihrer Haarpracht auffiel wie ein Feuermelder, verriet: ,,Um diese Farbe und diesen Schnitt hinzukriegen, braucht mein Friseur fünf Stunden Zeit." Als ebenso großer Tänzer wie Schweiger entpuppte sich Boris Becker. Jede Frage beschied er mit einem kurzen: ,,Kein Kommentar."
Erfolgreiche Messdiener
Kruzifix und Weihrauch schwenken tut der Karriere gut. Das glaubt zumindest ,,Tagesthemen"-Moderator Tom Buhrow (48). Frühere Messdiener wie er passten vielleicht deshalb besonders gut ins Fernsehen, weil ihnen gewisse Rituale und das ,,große Theater" nicht fremd seien. Könnt was dran sein, schließlich fingen Thomas Gottschalk und Günther Jauch als Messdiener an, Harald Schmidt studierte Kirchenmusik.
Baby-Glück
Zum zweiten Mal erlebt Ex-Spice-Girl Melanie Brown (31; alias ,,Mel B.") Mutterfreuden: Gestern brachte sie in Kalifornien ein Mädchen zur Welt. Da weder geklärt ist, wie das Kleine heißen soll, noch, wer der Vater ist, wird das Kind vorerst ,,Baby Brown" genannt. Mel B. zufolge soll Komiker Eddie Murphy (46) der Vater sein - er bestreitet dies und verließ Mel während der Schwangerschaft.
Wie solide
Mann, was war das Leben als Teeniestar anstrengend. ,,Ständig Girls, die Sex wollten", erinnert sich Take That-Frontmann Gary Barlow (36) über die Anfänge der Band. Heute ist die Familie Nummer 1. ,,Take That ist so eine Art Hobby. Wir spielen nur am Wochenende." Schön, wenn man mit seinem Hobby mal eben ein paar Milliönchen einsacken kann.
lll Der amtierende ,,Mister Universum", Doug Burns (43), wurde vorläufig festgenommen. Polizisten hatten ihn für betrunken gehalten, doch Diabetiker Burns hatte bloß einen Insulin-Schock. lll Sängerin Nelly Furtado (28) hat bei den kanadischen Juno-Preisen in Toronto alle fünf Trophäen, für die sie nominiert gewesen war, abgeräumt. lll Jennifer Lopez (37) hat als Geschworene ihre staatsbürgerlichen Pflichten erfüllt - dabei aber ununterbrochen SMS verschickt.
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