Fangen wir mit dem Wichtigsten an: Fußball. Hertha hat sich zwar nicht mit Ruhm bekleckert (was noch ziemlich untertreiben ist, aber schließlich hab ich die ganz dicke Vereinsbrille auf), aber die Talfahrt gestoppt und Bochum mit zwei Hütten und null Punkten wieder nach Hause geschickt. Sonntag hat sich der FC zwar nicht mit Ruhm... usw, aber Paderborn mit zwei Hütten usw.. Jetzt aber: Eine Mannschaft hat an diesem Wochenende überzeugt. Vorwärts Spoho! Ich musste arbeiten, aber die Jungs haben der nicht leicht zu spielenden Truppe vom KSV Heimersdorf auf deren Platz fünf Dinger eingeschankt. Sauber, wir kommen immer mehr ins Rollen. Neuntes Spiel ohne Niederlage, Platz Drei mit einem Spiel weniger. Die Telefonkonferenz mit dem Spielfeldrand hat mir das Arbeiten am gestrigen Sonntag doch sehr erleichtert.
So, jetzt aber mal ne kurz Zusammenfassung: Freitag morgen wurde mir der Fall Marco zugelost, mir war schon fast klar, dass das nicht viel Arbeit bedeutet, da er eh nicht rauskommt. Was der da mitmachen muss und was die türkischen Anwälte für einen Zirkus veranstalten ist schon fast lächerlich. Abends das "Highlight". Kollege 50 Cent hat angerufen. Plauder- und auskunftsfreundlich, supernett, zu Späßen aufgelegt, nicht mal im Ghetto-Englisch-Slang sprechen - Ja, so hätt ich ihn mir gewünscht. War ne Katastrophe, noch dazu wo die Verbindung total schlecht war. Naja, trotzdem wird die Geschichte laufen. Abends bin ich mit der neuen C-Klasse (supertolles Auto) zu Sonjas Eltern gefahren, schließlich hatte Christa Samstag Geburtstag.
Samstag: Haben schön gefeiert, gab lecker Brunch. Ich hätte es ohne die Bracketts noch mehr genießen können, aber ich will ja nicht jammern. Zumal es immer besser wird, sowohl mit Essen als auch mit Lispeln. Denk ich zumindest. Es waren auch Nachbarn da, die im Forschugnszentrum Jülich als Wissenschaftler arbeiten. Waren superinteressante Gespräche über drei Kilometer lange Teilchenbeschleuniger und was passiert wenn ich meine Hand da rein halten würde, die zumindest theoretische Möglichkeit in die Vergangenheit zu reisen und der Ausbruch des Chaos in der PR-Abteilung als Prof.Grünberg den Nobelpreis bekam. Wahnsinn, da sieht man mal wie beschränkt eigentlich das eigene Hirn ist. Ich hätte Chemie doch nicht abwählen sollen. Gut, Physik hat mir auch nicht so viel gebracht. Abends haben wir es uns wieder daheim auf unserer Couch gemütlich gemacht..
Sonntag: Arbeiten stand an, hab hin und her telefoniert, konnte Howie von Take That aber nicht für gesund erklären. Bin gespannt, ob er heute abend in der Kölnarena auftritt. Und es gab noch die schöne Geschichte des 19-Jährigen Ricardo, der seinem großen Idol Luciano Pavarotti nachahmt und beim RTL-"Supertalent" einen großen Auftritt hingelegt hat. Seine Berechtigung bei uns groß in der Zeitung aufzutauchen: Er kommt aus Düsseldorf.
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